
HDL- Cholesterin (High-density lipoprotein) wird salopp als das „gute“ Cholesterin bezeichnet, im Gegensatz zu dem so genannten „schlechten“ LDL (low-density lipoprotein). Ein hoher Anteil an HDL ist zwar als gesundheitsfördernd anerkannt, doch was passiert, wenn der HDL-Cholesterin-Spiegel zu hoch ist?
Zuviel HDL ist mehr als 60mg/dL, zu wenig ist unter 40 mg/dL. Menschen, deren HDL-Cholesterinspiegel zwischen 40 und 60 liegt, bewegen sich demnach im normalen Bereich. Liegt der HDL-Spiegel leicht über 60 mg/dL ist dies noch nicht gesundheitsgefährend. Ab wann HDL gefährlich wird, ist nicht genau definiert, doch viele Ärzte sind sich einig, dass das Blut nicht mehr als 80 mg/dL HDL enthalten sollte.
Im Allgemeinen haben mehr Frauen einen erhöhten HDL-Spiegel als Männer. Die Neigung zu erhöhtem HDL ist zum Teil genetisch bestimmt, wird aber natürlich auch von Umwelteinflüssen beeinflusst. Zu den beeinflussenden Faktoren gehören Alkoholismus, Östrogenersatztherapie, extremer Ausdauersport, Niacin- oder Statinbehandlungen und Rauchen. Rauchen reduziert den HDL-Spiegel; hört man mit dem Rauchen auf, schnellt dieser häufig in die Höhe.
Stark erhöhter HDL-Spiegel steht im Zusammenhang mit sehr niedrigem LDL-Spiegel, wobei der Grund für diesen Zusammenhang nicht hundertprozentig klar ist. Aufgrund dessen glauben viele Ärzte, dass die Neigung zu einem niedrigen LDL-Spiegel eine Tendenz zu erhöhtem HDL-Spiegel mit sich bringt. Es tritt sehr selten auf, dass ein Mensch einen hohen LDL und HDL-Spiegel hat.
Ein hoher HDL-Cholesterinspiegel reduziert das Risiko einer Herzkrankheit. Obwohl ein erhöhter HDL-Spiegel als hauptsächlich gesundheitsfördernd betrachtet wird, kann ein zu hoher Anteil an HDL-Cholesterin zur Ablagerung von Atheromen, Lipiden und Kalzium in den Arterien führen.
