
Oft wird das Restless Legs Syndrom (RLS) von den Ärzten nicht als die Krankheit erkannt, die es ist. Es handelt sich bei RLS um eine ernste neurologische Krankheit, die das tägliche Leben stark beeinträchtigt und behandelt werden muss.
Symptome bei Restless Legs Syndrom
Die Stärke der auftretenden Symptome sind unterschiedlich stark ausgeprägt. Die Betroffenen leiden unter Ziehen, Kribbeln oder Stechen in den Beinen, wobei nachts beziehungsweise im Liegen die Beschwerden schlimmer sind.
Gelegentlich kommt es auch zu plötzlichen, unkontrollierten Zuckungen in den Beinmuskeln.
Man verspürt mit dem kribbeln in den Beinen einen qualvollen Bewegungsdrang, der manchmal auch schmerzhaft sein kann.
Die Beschwerden werden schlagartig durch Bewegung gelindert.
Auswirkungen bei RLS
Durch die unangenehmen Empfindungen in den Beinen wird man wach und kann nicht leicht wieder einschlafen. Passiert dies jede oder fast jede Nacht, kommt es zu ernstem Schlafmangel, der die Gesundheit und die Konzentrationsfähigkeit mindert und sogar zu gravierenden Unfällen führen kann. Nicht selten kommt es zu Stürzen, wenn die Patienten schlaflos und erschöpft unruhig durch die Wohnung wandern.
Mögliche Auslöser der Krankheit
Es kann eine neurologische Krankheit zugrunde liegen, Eisenmangel oder Niereninsuffizienz. Gelegentlich leiden schwangere Frauen unter ruhelosen Beinen, die sich gewöhnlich durch die Einnahme hochdosierter Eisenpräparate wieder beheben.
Die Krankheit kann aber auch genetischen Ursprungs sein. Liegt RLS in der Familie vor, können bereits sehr junge Menschen darunter leiden, und die Symptome treten zunächst nur sporadisch auf.
Behandlung bei Restless Legs
Tritt die Krankheit aufgrund einer Mangelerscheinung auf, kann der Arzt gezielt Medikamente verordnen, die den Nährstoffhaushalt ausgleichen.
Liegt eine genetische Erkrankung vor, werden gewöhnlich Medikamente verschrieben, die den Dopaminhaushalt regulieren. Die Medikamente wirken nur auf die Symptome, heilen aber die Krankheit nicht. Zur langfristigen Behandlung ist eine positive Lebenseinstellung wichtig. Auch muss der Alltag der Krankheit angepasst werden. Man muss tagsüber für ausreichend Bewegung sorgen. Wer berufsmäßig viel sitzt, muss regelmäßige Pausen zum Hin und Her Laufen nehmen. Meist leiden Menschen, die unter starkem Druck stehen, unter RLS. Sie müssen stressausgleichende Maßnahmen ergreifen.
Empfohlen werden Qigong, mäßiger Ausdauersport (Radfahren, Spazierengehen) sowie Einreibungen mit Franzbranntwein und kalte Duschen.
