Jod in der Schwangerschaft

Jod Tabletten
Jod ist für unseren Organismus und besonders für die Schilddrüse, die etwas unterhalb unseres Kehlkopfs angesiedelt ist.  Die Schilddrüse benötigt Jod als Baustein für ein Hormon, das sie produziert, das Schilddrüsenhormon.

Dieses wiederum ist wesentlich am Wachstum des Babys im Mutterleib beteiligt, denn es hilft, das Gehirn zu entwickeln, die Knochen aufzubauen und das Baby wachsen zu lassen.

Nimmt die Mutter zu wenig Jod über die Nahrung auf, so kann die Schilddrüse eine Unterfunktion entwickeln und die Versorgung des Babys ist nicht mehr garantiert.

Für die Frau bedeutet dies, dass sich ihre Schilddrüse vergrößert, denn diese versucht, den Mangel so auszugleichen, indem sie mehr Fläche bildet, um jedes Jodpartikelchen aufnehmen zu können.  Diese Schilddrüsenvergrößerung führt zu einem Kropf, die Folgen des Jodmangels gehen mit Einbüßen des allgemeinen Wohlbefindens der Mutter einher.

Für das Baby bedeutet dies, dass es stark gefährdet ist, denn eine Unterfunktion der mütterlichen Schilddrüse begünstigt Fehlgeburten und Missbildungen.

Die Mutter kann das Schilddrüsenhormon nicht über die Plazenta an das Baby weitergeben, dessen Schilddrüse muss es selbst produzieren, deshalb muss sie in der Schwangerschaft die ausreichende Jodzufuhr zum Baby über ihr Blut gewährleisten.

Ist die Versorgung nicht ausreichend, so entwickelt auch das Baby eine Schilddrüsenunterfunktion, die sein Wachstum negativ beeinflussen wird, besonders aber auch die geistige Entwicklung und Intelligenz.

Der Normalbedarf einer Frau von 150-200 μg steigt in der Schwangerschaft auf einen Wert von 230-260 μg, dies bedeutet, dass oft eine Zugabe durch Jodpräparate erforderlich wird, aber immer nach Absprache mit dem Arzt.

Jod kommt in natürlicher Form in Seefisch und Milch vor und in der Küche sollte ausschließlich jodiertes Speisesalz verwendet werden.

Die Jodzufuhr von Mutter und Baby ist auch in der Stillzeit in der genannten Höhe zu sichern, da das Baby weiterhin Jod nur über die Mutter beziehen kann.  Im Falle von nicht gestillten Babys ist dies in der Babynahrung bereits bedacht.

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