Heilatmung als grundlegende Zusatztherapie

Atemübungen

Stress und Hektik des Alltags bringen es mit sich, dass viele Menschen die Fähigkeit zum gesunden, rhythmischen Atmen verloren haben. Sie atmen eher unregelmäßig, stoßweise, oberflächlich und verkrampft.

Das gesunde und regelmäßige Atmen spielt für das Wohlbefinden und die Gesundheit eine wesentliche Rolle. Daher gibt es gegen viele körperliche Beschwerden und Erkrankungen als zusätzliche therapeutische Maßnahme die sogenannte Heilatmung.

 

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Arten der Atmung: Brustatmung und Bauchatmung. Als Hilfsatmung beschreibt man außerdem noch Flankenatmung und Schulteratmung. Bei der Brustatmung werden vor allem die Lungenspitzen entfaltet, während bei der Bauchatmung der untere Abschnitt der Lunge erweitert wird. Die Erweiterung der Lunge wirkt sich auf die Bauchorgane aus; eine mit Blut überfüllte Leber zum Beispiel wird dadurch "ausgedrückt" und der Darm in seinen Bewegungen angeregt.

 

Die Heilatmung ist eine systematische Atemtherapie, bei der aktive Atemübungen individuell vom Arzt verordnet werden. Oftmals wird fälschlich angenommen, dass Atemtherapie eine bloße Verstärkung der Atmung bedeutet. Das ist nicht nur unrichtig, sondern kann auch schädlich sein. Bei der Heilatmung wird vielmehr das Zusammenwirken aller Teile des Atmungssystems wiederhergestellt, um den natürlichen Atemrhythmus wiederzufinden und im Unterbewusstsein zu speichern.

 

Patienten sollten nicht auf eigene Faust und ohne ärztliche Hilfe Atemübungen ausführen, da sie damit unter Umständen im Körper Schaden anrichten.

 

Eine allgemeine Regeln bei Atemübungen ist, dass das Ausatmen den aktiven Teil darstellt, das Einatmen eher passiv und automatisch geschieht. Eine Heilatmung wird mehrmals am Tag jeweils 10 Minuten lang durchgeführt, vorzugsweise im Liegen. Vor Beginn der Heilatmungsübungen sollte der Darm entleert werden. Die Atemübungen umfassen sowohl Brustatmung als auch Bauchatmung.

 

Durch Heilatmung wird der Blutdruck reguliert und die Herzfunktion gestärkt. Kreislaufstörungen, Herzkrämpfe, Blähsucht, chronische Verstopfung und Menstruationsstörungen können durch Atemübungen unterstützend behandelt werden. Dazu wirkt sich die Heilatmung positiv auf die seelische Verfassung und Gemütslage aus.

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