Bleivergiftung

Bleikristallgläser

Wenn Blei in den Körper gelangt, werden lebenswichtige Enzyme gehemmt. Zu einer Bleivergiftung kommt es, wenn kleinere Mengen Blei über einen längeren Zeitraum oder eine grössere Dosis auf einmal vom Körper aufgenommen werden.

 

Wie äußert sich eine Bleivergiftung?

 

Ungeborene Babys, Säuglinge und Kleinkinder reagieren extrem empfindlich auf Blei. Dabei kann es zu Nieren- und Nervenschäden und Blutarmut kommen, die sogar tödlich sein können.

Eine geringe Bleivergiftung verursacht Magenverstimmung, Erbrechen, Krämpfe, Kopfschmerzen, starke Reizbarkeit und unsicheren Gang. Es kann zu Verhaltensstörungen und geistiger Behinderung durch Entwicklungsstörungen im Gehirn kommen.

 

Auch bei Erwachsenen können Nieren und Nervensystem geschädigt werden. Die üblichen Symptome einer Bleivergiftung sind Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Darmstörungen, Gedächtnisverlust, Gehstörungen und ein metallischer Geschmack im Mund. Eine Bleivergiftung während der Schwangerschaft kann eine Fehlgeburt auslösen oder zu schweren Schäden des Embryos führen.

 

Wodurch gelangt Blei in den Körper?

 

Mittlerweile ist es gesetzlich verboten, bleihaltige Produkte zu verkaufen, doch noch immer befindet sich Blei in unserer Umwelt durch veraltete Einrichtungen und dergleichen.

Blei findet man hauptsächlich in Farbe, Trinkwasserleitungen aus Blei, Bleikristall, bleihaltigem Porzellan und Keramik. Durch Industrieabgase aus Müllverbrennungsanlagen, Giessereien, Dosenfabriken und Schmelzhütten gelangt Blei in Form von Staub in den Boden und sammelt sich dort an.

 

Wie vermeidet man den Kontakt mit Blei?

 

Bei Altbauten sollte man herausfinden, wie alt die verwendete Farbe ist. Bis zu den Siebziger Jahren enthielt Farbe noch Blei. Gegebenenfalls kann man gestrichene Flächen mit Gipsplatten, Holzpaneelen oder Tapete überdecken.

Beim Abschleifen von Farbe, die möglicherweise bleihaltig ist, sollte man eine Atemschutzmaske tragen und den Staub hinterher gründlich entfernen. Kleinkinder und schwangere Frauen sollten auch nach Abschluss der Renovierung noch einige Tage warten, bis sie die Räume betreten.

Trinkwasser aus der Leitung, Keramik und Kristallglas sollte man auf Bleigehalt untersuchen lassen. Das Umweltschutzamt gibt Auskunft darüber, wo man es testen lassen kann.

Befindet sich Blei im Boden, sollten die obersten 20cm abgetragen und durch saubere Erde ersetzt werden.

Bleihaltige Trinkwasserrohre sollten ausgewechselt werden.

Beim Kaufen von Keramik oder Porzellan sollte man darauf achten, dass es sich um Ware aus bleifreiem Material handelt.

Getränke nicht in Bleikristallkaraffen oder altem Zinngeschirr aufbewahren.

Säurehaltiges Essen nicht auf glasierter Keramik servieren.

 

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