Röntgenaufnahme eines menschlichen Körpers

Bestrahlungsfaktoren der Röntgenstrahlen

Röntgenaufnahme eines menschlichen Körpers

Röntgenstrahlung in in der Diagnostik der Medizin nicht mehr wegzudenken. Knochenbrüche und innere Krankheiten werden so für das menschliche Auge sichtbar gemacht, so dass eine entsprechende Behandlung erfolgen kann. Die Intensität der Bestrahlung wird durch drei Faktoren bestimmt, die der Röntgenarzt einstellen kann. 

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Röntgenstrahlung wird verwendet, um anatomische Strukturen im Innern des Körpers sichtbar zu machen. Die radiografischen Belichtungsfaktoren beeinflussen die Fähigkeit des Arztes, eine korrekte Diagnose zu stellen. Während der Behandlung mit Röntgenstrahlung wird der Patient einer Strahlungsdosis ausgesetzt. Digitale Röntgensysteme können die Grauschattierungen auf dem Röntgenbild zwar manipulieren, allerdings ist es wichtiger, den Patienten nicht einer höheren Strahlungsdosis als notwendig auszusetzen. 

Röntgenstrahlen sind eine Form elektromagnetischer Strahlung. Die Röntgenstrahlen haben eine Wellenlänge zwischen 0,01 und 10 Nanometer und sind kürzer als UV-Strahlen und länger als Gammastrahlen. Man unterscheidet zwischen weichen Röntgenstrahlen (10 bis 0,10nm) und harten Strahlen (0,10 bis 0,01nm), je nach ihrer Durchdringlichkeit. Harte Röntgenstrahlen können massive Objekte durchdringen und werden vor allem in der diagnostischen Radiologie und Kristallografie verwendet. Weiche Röntgenstrahlen können Materie fast gar nicht durchdringen; der Dämpfungsbereich von 600eV Röntgenstrahlen in Wasser beträgt weniger als einen Mikrometer. 

Der Röntgenarzt kann drei Faktoren der Bestrahlungsemission einstellen. Diese sind Milliamperesekunden, Spannungsspitze und die Entfernung der Strahlungsquelle vom Aufnahmegerät. Diese Faktoren bestimmen die Anzahl der produzierten Röntgenstrahlung und deren Kapazität beim Durchdringen den menschlichen Körpers. Man beschreibt diese als Quantität und Qualität der Strahlen.

Strahlungsmenge und Belichtung: Das Produkt aus Amperezahl (Stromstärke) und Zeit wird hier in Milliamperesekunden gemessen (mAs) und bestimmt die Menge der Röntgenstrahlen, die bei der Belichtung erzeugt werden. Die Amperezahl  bezieht sich auf den Anteil der Elektronen, die pro Sekunde durch die Röhre fließen. Die Zeit misst die Dauer der Belichtung. Die Menge der Röntgenstrahlen, die den Film oder Bildrezeptor treffen, bestimmt die Dunkelheit der Aufnahme.

Spannungsspitze: Die Spannungsspitze kontrolliert die Stärke und Qualität der Strahlen. Röntgenstrahlen, die nicht durch den Körper passieren können, sieht man als weißliche Bereiche auf dem Röntgenbild. Dichtere Gewebe wie Knochen absorbieren mehr Strahlung und erscheinen dadurch heller als Bindegewebe. Auf der Aufnahme kontrolliert man mit kVp (Kilovoltage Peak) den Kontrast, d.h. den Unterschied zwischen den hellen und dunklen Bereichen. Ein Röntgenstrahl mit höherer Voltzahl resultiert in geringerem Kontrast und produziert ein Bild mit mehr Grauschattierungen.

Entfernung der Röntgenröhre zum Patienten: Je näher die Röntgenröhre zum Rezeptor und zum Patienten ist, umso stärker wird die Bestrahlung. Gewöhnlich ist die Entfernung von Röntgengerät zum Objekt voreingestellt, allerdings kann man in bestimmten Situationen die Entfernung manuell einstellen.