Alkoholprobleme und Alkoholabhängigkeit

Alkoholsucht

Es gibt verschiedene Warnzeichen, die darauf hindeuten, dass das Trinkverhalten außer Kontrolle gerät. Wenn du herausfindest, dass du Alkohol benutzt, um mit Stress fertigzuwerden, solltest du den Alkoholkonsum einschränken. Auch wenn du dein Leben so organisierst, dass du immer und überall Alkohol zur Verfügung hast, besessenes Verhalten zeigst oder zu häufig an den Folgen eines Trinkgelages leidest, sollten die Alarmglocken schrillen, denn du bist auf dem besten Wege, ein Alkoholproblem zu entwickeln.

 

Übliche Zeichen von Alkoholismus sind häufiges Fehlen bei der Arbeit aufgrund von Katererscheinungen, Familienkonflikte nach dem Alkoholgenuss, finanzielle Probleme durch zu hohe Ausgaben für alkoholische Getränke, Unfälle oder Verletzungen in alkoholisiertem Zustand, Erinnerungslücken, Aggression, Schuldgefühl oder Verleugnung, wenn andere den Alkoholkonsum kritisieren.

 

Neben gesundheitlichen Problemen, finanziellen Schwierigkeiten, Verlust der Arbeitsstelle, Konflikte in der Familie und Kriminalität werden 5% aller Personen mit Alkoholproblemen alkoholabhängig.

 

Alkoholabhängigkeit

Trinkverhalten, dass sich zur körperlichen und psychischen Sucht entwickelt hat, wird als Alkoholabhängigkeit bezeichnet. Bleibt der Alkoholpegel im Körper nicht auf einem bestimmten Level, zeigen sich unangenehme Entzugserscheinungen. Der Betroffene muss Alkohol trinken, um die Entzugserscheinungen zu vermeiden. Typische Entzugserscheinungen sind Zittern, Unruhe, Nervosität, Verwirrungszustände, Schweißausbrüche, Wahnvorstellungen, Halluzinationen und Fieberwahn.

Menschen mit Alkoholproblemen befinden sich bereits in einem Stadium, indem sie ohne Hilfe nicht mehr mit dem Trinken aufhören können. Nach professioneller Hilfe und erfolgreichem Alkoholkonsum müssen sie meist ihr Leben lang abstinent bleiben, um einen Rückfall zu vermeiden.

 

Ein möglicher Alkoholiker wacht morgens häufig verschwitzt und zitternd auf und braucht ein alkoholisches Getränk, um sich besser zu fühlen. Um den gleichen Effekt zu erzielen, wird er mehr und mehr Alkohol benötigen. Er kann viel Alkohol trinken, ohne betrunken zu werden.

Die meisten Menschen mit Alkoholproblemen leugnen ihren Zustand. Oft bedarf es erheblichen Taktgefühls und Überzeugungskraft, um den Betroffenen dazu zu bringen, sich bei seinem Alkoholproblem helfen zu lassen.

 

Zur Behandlung von Alkoholabhängigkeit muss der Alkoholiker mithilfe seiner Freunde und/oder eines Arztes durch die Phase der Entzugserscheinungen gebracht werden, wenn der Alkoholgenuss gestoppt wird. Da der Alkoholkranke permanente Bewachung braucht, um nicht heimlich seiner Sucht nachzugeben, wird die Behandlung meist stationär durchgeführt.

Ist die Entzugsphase überstanden, muss eine Strategie entwickelt werden, einen Rückfall zu verhindern. Diese Phase beinhaltet psychologische Therapie, kognitive Verhaltenstherapie, Aversionstherapie und Selbsthilfegruppen wie die Anonymen Alkoholiker.

 

Wie hilft man einem Alkoholiker

 

Die einzige Person, die Kontrolle über das Trinkverhalten hat, ist der Alkoholiker selbst, doch er braucht Ermutigung und moralische Unterstützung sowie Verständnis von seinen Mitmenschen. Das Thema Alkoholismus sollte mit dem Alkoholiker nur angesprochen werden, wenn dieser nüchtern ist und sich auf sein Leben konzentrieren kann. Ermutige den Alkoholiker, Verantwortung für sein Verhalten zu übernehmen. Auf gar keinen Fall können Alkoholiker Mitleid vertragen.

Wer dem Alkoholiker nahesteht, sollte zusehen, trotz der Unterstützung sich nicht hinunter ziehen zu lassen, indem er seine eigenen Interessen pflegt und sein eigenes Leben lebt.

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