Streit unter Freunden
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Wie reagiert man auf passiv aggressives Schweigen

 

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So verletzend Worte in einem Streit auch sein können, schlimmer ist es oft, wenn der Streitpartner sich völlig verschließt und nicht mehr mit einem spricht. Diese Ausdrucksform einer Meinungsverschiedenheit nennt man passive Aggression. Nicht miteinander zu sprechen hat sicherlich den gewünschten Effekt, den anderen wütend zu machen, löst aber die Probleme nicht. Lies die Tipps, wie man mit dem Schweigen des Streitgegners umgehen, das Gespräch öffnen und schließlich das Problem lösen kann.

 

Da das bisherige Streitverhalten nur dazu geführt hat, dass der andere sich verschließt, muss man erst einmal selbst ruhig werden. So sehr Nichtachtung und Schweigen einen auf die Palme bringen, kommt man mit Schreien und Schimpfen offenbar nicht weiter. Sobald man sich genügend beruhigt hat und in der Lage ist, ruhig und sachlich zu sprechen, ist es Zeit, sich mit dem Verhalten der anderen Person zu befassen. Das Gespräch beginnt man mit einer ehrlich gemeinten Entschuldigung dafür, was man selbst gesagt oder getan hat, was den anderen verletzt hat. Das bedeutet nicht, dass man die Schuld allein auf sich nimmt, es öffnet aber die Tür für ein ruhiges und offenes Gespräch. Man drückt damit aus, dass man eine Lösung des Problems auf respektvolle und rationelle Weise finden möchte.

 

Dabei darf man allerdings nicht den Selbstrespekt verlieren. Nicht mehr entschuldigen als notwendig und nicht um Vergebung betteln. Das passiv aggressive Schweigen ist eine sehr kindische Form, mit einem Streit umzugehen und dient unterbewusst dazu, dem anderen Schuldgefühle zu geben, so dass er sich für alles entschuldigt, auch das, was er nicht getan hat, nur damit der andere wieder spricht.

 

Wenn notwendig sollte man versuchen, den Konflikt mit einer dritten, neutralen Partei zu lösen, so dass der Streit nicht wieder eskaliert. Ein unbeteiligter Dritter kann oft dabei behilflich sein, Fehler und Schwächen zu erkennen, die man selbst nicht eingesteht.

 

 

Falls der schweigende Streitgegner noch nicht geneigt ist, zu sprechen, kann man ihm anbieten, dass jeder seine Sichtweise und Meinung aufschreibt. Oft ist es der Mangel an verbaler Ausdrucksform, der jemanden dazu bringt, sich in Schweigen zu hüllen. Schreibt man seine Probleme auf, hat man mehr Zeit, darüber nachzudenken.

 

Wenn der andere trotz aller Mühen immer noch nicht gewillt ist, sein Schweigen zu brechen und das Seine dazuzutun, den Konflikt zu lösen, sollte man ihn stehenlassen. Man gibt dem anderen zu verstehen, dass man bereit zum Sprechen ist, sobald dieser auf einen zu kommt, sich jedoch nicht durch das Verhalten weiter manipulieren lässt. Wenn passive Aggression nicht den gewünschten Erfolg bringt, wird die Person in Zukunft am ehesten lernen, ihr Verhalten zu ändern.