Die Kunst neue Leute zu treffen

 

Die Kunst, neue Leute zu treffen

„Es ist so schwierig, neue Leute kennenzulernen.“

Diese Bemerkung habt ihr sicher schon sehr oft gehört, vielleicht auch selbst geäußert.

Was es eigentlich heißen soll, ist: „Ich finde keinen Partner, der zu mir passt.“

Wenn man sich nur auf die Suche nach einem Partner konzentriert, ist es wirklich schwierig, jemanden kennenzulernen. Wenn ihr jemanden ansprechen wollt, der euch gefällt (in partnerschaftlichem Sinne), schnürt die Angst vor einem Nein euch buchstäblich die Kehle zu. Doch erst einmal muss man ja jemanden finden, den man überhaupt würde ansprechen wollen. Daher ist es wichtig, unseren gesamten Bekanntenkreis zu vergrößern.

Während der Schulzeit fällt es den meisten Menschen leicht, neue Freundschaften zu schließen, und der erste Freund/die erste Freundin ist meist jemand, den sie aus der Schule kennen. Doch wenn sie mit der Schule fertig sind, ändert sich ihr soziales Umfeld drastisch. Sie arbeiten von 9 bis 17 Uhr, gehen dann nach Hause, sehen fern und gehen vielleicht einmal die Woche mit denselben Freunden aus. Es schleicht sich eine Routine ein, die sich Woche für Woche, Monat für Monat wiederholt. Die Hemmschwelle wird immer größer und sie trauen sich irgendwann nicht mehr, aus diesem Zyklus auszubrechen. Denn in der Routine fühlen sie sich sicher.

Doch wenn man aus der Routine nicht heraus bricht und bewusst nach neuen Bekanntschaften sucht, wird man einsam und sozial entfremdet. Wie entkommt man dieser Routine? Wie kann man lernen, auf fremde Leute zu zugehen?


Eine Möglichkeit ist, dass ihr eure Verwandten mit einbezieht. Eure Verwandten deshalb, weil sie euch ziemlich gut kennen. Dadurch können sie als „Filter“ fungieren. Ihr sagt ihnen, dass ihr gerne neue Leute kennenlernen wollt, sie sprechen mit Leuten, die sie kennen, die wiederum andere Leute kennen, die vielleicht jemanden kennen, der oder die zu euch passen könnte. Es scheint zwar ein bisschen altmodisch und peinlich, euch von eurer Familie mit jemandem verkuppeln zu lassen, aber es gibt euch eine gute Gelegenheit, jemanden kennenzulernen, der schon „gefiltert“ wurde, und der weiß, dass ihr Kontakt mit ihm/ihr haben möchtet. Auf diese Weise braucht ihr keine Angst vor einer Absage zu haben, denn die Gegenseite wäre gar nicht mit im Spiel, wenn sie nicht auch schon Interesse hätte.

Bevor ihr euch einen Schritt weiter wagt, und auf fremde Leute direkt zugeht, bittet eure Freunde oder eure Familie um konstruktive Kritik z.B. an eurer äußeren Erscheinung, eurem Verhalten etc. Es hilft zu wissen, wie man von anderen Leuten gesehen wird. Nehmt es euch nur nicht zu sehr zu Herzen, wenn jemand Kritik an euch übt, seht nur zu, dass ihr daran arbeitet, euch zu verbessern. Welchen Weg ihr auch einschlagt, eure Chancen stehen besser, wenn ihr an euch so viel wie möglich arbeitet.

Es gibt sicher jemanden in eurem direkten oder indirekten Bekanntenkreis, auf den die Beschreibung „Verkuppler“ passen könnte. Ein Verkuppler ist jemand, der jeden kennt und den jeder kennt. Diese Person hat statistisch gesehen die größte Chance, jemanden zu finden, mit dem ihr euch gut versteht. Wenn ihr so jemanden nur indirekt kennt, lasst euch durch einen gemeinsamen Freund mit ihm bekannt machen.

Die schwierigste Methode ist ohne Zweifel, fremde Leute direkt anzusprechen. Fangt an mit Orten, wo ihr euch auskennt und regelmäßig hingeht (vielleicht der Fitnessklub oder ein Stadtpark). Das gibt euch ein sicheres Gefühl und Selbstvertrauen. Mehr oder weniger seht ihr immer die gleichen Leute dort, das gibt Zeit, euch gegenseitig miteinander vertraut zu machen, ohne den Druck, dass ihr unbedingt eine Telefonnummer bekommen müsst, andernfalls seht ihr diese Person vielleicht nie wieder.

Die meisten Männer fühlen sich automatisch nicht wohl bei dem Gedanken, eine Frau anzusprechen und nach ihrer Telefonnummer zu fragen. Sie haben panische Angst vor Ablehnung und Demütigung und davor, lächerlich zu wirken. Diese Angst hindert sie daran, es auch nur zu versuchen.

Das beste Mittel dagegen ist, einfach ALLE Arten von Menschen anzusprechen. Fangt harmlose und oberflächliche Gespräche an mit jedem, den ihr trefft, von Postboten zum Verkäufer im Supermarkt. Es spielt keine Rolle, worüber ihr euch unterhaltet, es geht nur darum, zu „üben“, Erfahrung im Umgang mit Fremden zu sammeln. Je mehr ihr das tut, umso leichter fällt es euch von Tag zu Tag.

Irgendwann wird es zur natürlichsten Sache für euch, eine harmlose Bemerkung an der Bushaltestelle zu den anderen Wartenden zu machen.

Dann, wenn ihr eine Frau ansprechen wollt, die euch gefällt, wird es für euch genauso sein, es wird sich nicht anders anfühlen, denn es ist euch zur zweiten Natur geworden. Das lässt euch lockerer erscheinen, und sie bekommt einen ganz anderen ersten Eindruck von euch.

Auf welche Art auch immer ihr versucht, den Umgang mit fremden Menschen zu lernen, haltet euch stets vor Augen, dass es ganz allein an EUCH liegt. Nur IHR könnt euch selbst ändern.

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