Gotische Architektur

Wie erkennt man Gotische Architektur

Gotische Architektur

Im Gegensatz zur vorangegangenen Romanischen Baukunst, bei der schwere Formen und quadratische Proportionen bevorzugt wurden, strahlten Gotische Bauwerke eine bisher unbekannte Leichtigkeit aus, durch Spitzbögen und engere, nach oben strebende Bauweise. Die neue Architektur ermöglichte größere Fensterflächen und schlanke Stützen bei gleicher struktureller Stabilität. Erreicht wurde diese Stabilität durch die Ableitung der Schubkräfte durch Strebepfeiler und Strebebögen. Das Gesamtbild eines Gotischen Bauwerkes wirkt schwerelos und elegant. Charakteristische Eigenschaften sind schlanke Proportionen, steil aufschießende Vertikale und aufgelöste Wandflächen.
Der Grundriss der gotischen Kathedrale ist in Form eines christlichen Kreuzes. dass sich von Westen nach Osten erstreckt. Die Kathedrale besteht aus drei Hauptteilen: Langhaus, Querhaus und Chor. Das Mittelschiff des Langhauses ist höher gebaut als die Seitenschiffe. Getrennt werden die Schiffe durch Spitzbogenarkaden. Da der Gewölbeschub nach außen abgeleitet wird, können große Teile der Wand als Stütze eingespart werden, an deren Stelle fein gegliederte Fensterflächen treten. Diese Fensterflächen werden durch gotische Glasmalereigeschmückt.

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Die großen Fensterflächen erlauben mehr Lichteinfall, der durch farbig bemaltes Glas reich geschmückt wurde. Auch der Außenbau ist ähnlich gegliedert und strebt nach oben. Durch Fenster und Portale sowie Strebebögen wird die Kompaktheit der Außenwände aufgelockert und ergibt filigran gegliedertes Gesamtbild.