Millionen von Menschen begeben sich jährlich auf Pilgerfahrt, meist als eine Art Buße oder auf der Suche nach Wundern. Die Gründe sind fast ausschließlich religiöser Art. So eine Wallfahrt ist in vielen Religionen Tradition.
Eine Pilgerfahrt soll den Glauben vertiefen und spirituelle Freiheit bringen. Die Orte, zu denen die Wallfahrt gemacht wird repräsentieren uralte religiöse Ereignisse oder Denkmäler. Geburts- oder Sterbeorte einiger Heiliger befinden sich unter den Pilgerorten.
Die Pilgerfahrt soll außerdem als eine Art Reinigung des Herzens dienen; es heißt, nach dem Segensempfang verändert sich das Leben für immer.
Die 5 beliebtesten Pilgerorte sind folgende:
Israel
Israel ist das heilige Land. Die beliebtesten Wallfahrtsorte in Israel sind Bethlehem, Nazareth, der Berg Sinai und die Klagemauer in Jerusalem. Für Christen ist Israel der Geburts- und Kreuzigungsort Jesu, die Juden der Bund zwischen Gott und Abraham, dem Urgründer des jüdischen Glaubens. Während die Muslime Israel als Himmelfahrtsort des Propheten Mohammed verehren. Trotz scheinbar endloser politischer und religiöser Krisen gehört Israel zu dem meist besuchten Wallfahrtsorten der Welt.
Lourdes
Lourdes ist aufgrund der legendären Marienerscheinungen ein beliebter Wallfahrtsort der katholischen Christen. Im Jahre 1858 soll die Heilige Jungfrau dort Bernadette Soubirous erschienen sein. Die Pilgerer von Lourdes erhoffen sich Wunder und Heilung.
Santiago de Compostela (Jakobsweg)
Tausende von Gläubigen reisen aus ganz Europa jährlich an, um den Camino de Santigo de Compostela, den Weg zum Schrein des Heiligen Jakob zu Fuß, per Fahrrad oder auf dem Pferderücken zu begehen. Es heißt, dass selbst derjenige, der nur als Tourist dort entlang wandert eine tiefe spirituelle Erfahrung machen wird.
Rom
Rom ist das Herz der katholischen Kirche. Das Ziel der Pilgere ist die Peterskirche, die Sankt Pauls Basilika und die Ruhestätte früher Christlicher Märtyrer.
Iona
Iona, die kleine Insel bei Schottland hat eine besondere Bedeutung in der Geschichte der Christen. Ein Irischer Mönch namens Colum Cille gründete dort eine Klostergemeinde, die als die erste christliche Ansiedlung in Schottland gilt. Traditionell pilgert man auch hier zu Fuß oder auf dem Pferd, um Buße zu tun oder Heilung zu empfangen.
