
Es gibt Tausende und Abertausende an Namen, daher ist die Namenssuche für ein Baby eine Herausforderung. Das Kind wird diesen Namen ein Leben lang mit sich tragen, daher sollte der Name mit Bedacht gewählt werden. Freunde und Verwandte werden dich mit Namensvorschlägen überhäufen; auch wenn es nicht schadet, Ideen zu sammeln, sollten du und dein Partner doch die Entscheidung letztendlich treffen.
Schon frühzeitig während der Schwangerschaft solltet ihr Namen diskutieren und mögliche Kriterien setzen. Setzt eine Liste eurer Favoriten auf, die immer zur Hand sein sollte, falls ein weiterer Name in den Sinn kommt. Auch Namenslisten geben viel Inspiration.
Einige Dinge sollten bei der Entscheidung des Namens berücksichtigt werden, zum Beispiel potentielle peinliche Spitznamen, Initialen oder Namen mit negativen Assoziationen. Ein Name sollte hauptsächlich nach folgenden Kriterien gewählt werden:
Klang und Verträglichkeit. Wie klingt der volle Name, wenn man ihn laut ausspricht? Klingt er melodisch, harmonisch oder hart und verträgt er sich mit dem Nachnamen? Meist wirken mehrsilbige Vornamen besser mit einsilbigen, kurzen Nachnamen und umgekehrt. Ein Vorname, der mit einem Vokal endet klingt in der Regel nicht so gut, wenn der Nachname ebenfalls mit einem Vokal beginnt. Niemals sollte der Vorname sich mit dem Nachnamen reimen. Von Wortspielen wie ‚Hans Wurst‘ bitte ganz großen Abstand nehmen!
Einzigartigkeit. Ein außergewöhnlicher Name gibt dem Namensträger mehr Individualität. Zu oft gibt es drei oder mehr Kinder mit dem gleichen Vornamen in einer Klasse. Allerdings führt es zu Problemen, wenn der Name zu exotisch und unaussprechlich ist. Wenn das Kind sein Leben lang gefragt wird, wie sein Name ausgesprochen wird, wird es ihn mit Sicherheit hassen. Ein guter Ausgleich ist es, wenn ein ’normaler‘ Nachname mit einem ungewöhnlichen Vornamen kombiniert wird und umgekehrt. Ein Kind, dessen Nachname Schmidt sein wird, wird mit einem Vornamen wie Peter in der Masse untergehen, während ein Kind mit dem Namen ‚Blumsgewerdski‘ wahrscheinlich mit dem Namen Peter sehr zufrieden sein wird.
Freunde und Verwandte. Namen werden manchmal nach bestimmten verwandten oder Freunden ausgesucht. Diese Ehre kann aber leider nur einem Menschen zuteil werden und kann zu Streitigkeiten führen. Und bedenke: Was passiert in der Zukunft, wenn es mit dem Namenspatron auseinander geht? Dann wird der Name des Kindes stets eine unliebsame Erinnerung bergen. Ein vollkommen neuer Name im Freundes- und Familienkreis ist neutraler.
Abstammung. Die Herkunft des Kindes ist ein essentieller Teil seines Charakters und ein Name kann dazu dienen, diese Herkunft widerzuspiegeln. Auch bestimmte Religionen können die Namenssuche auf bestimmte Gruppen beschränken. Vielleicht gibt es in der Familie eine Tradition, den erstgeborenen Sohn nach dem Vater oder Großvater zu benennen. Hast du einen Namen gewählt, der nicht mit den Familientraditionen zusammenpasst, kannst du ihn vielleicht als zweiten Vornamen nehmen, oder umgekehrt.
Bedeutung. Der Charakter des Kindes wird sich nicht verändern, je nach dem, welche Bedeutung sein Vorname hat, doch manchmal lohnt sich vorher herauszufinden, was die ursprüngliche Bedeutung eines gewählten Namens ist.
Initialen und Spitznamen. Kinder sind grausam, besonders, wenn es um Spitznamen ihrer Mitschüler geht. Versucht also, mögliche Spitznamen vorauszusehen und abzuschätzen, um eventuelle Peinlichkeiten zu vermeiden. Nicht alles lässt sich ausgrenzen, doch wesentlich offensichtliche Spitznamen. Das Gleiche gilt für die Initialen. So ist Therese Olga Dorn (T.O.D.) nicht die beste Wahl an Initialen, während Olga Therese Dorn (O.T.D.) wahrscheinlich nicht gehänselt wird.
Für die Namensfindung gibt es keine festen Regeln, das wichtigste Kriterium ist und bleibt, dass beiden Eltern der Name gefällt.
