Geschichten vorlesen

Warum ist es so wichtig, Kindern Geschichten vorzulesen?

Geschichten vorlesen

Ob vor dem Schlafengehen als Gute-Nacht-Geschichte oder eine Vorlesestunde am Nachmittag, das Vorlesen von kurzen Geschichten ist besonders wichtig für Kinder zwischen 2 und 5 Jahren. Geschichten sind ein fundamentales Werkzeug für die Entwicklung der Gefühle.

Hast du es satt, ständig für Apps & Games zu zahlen?
Dann hör damit auf!
www.joisst.com

 

Im Alter zwischen zwei und fünf Jahren beginnen sich die Gefühle wie Unsicherheit, Eifersucht, Neid, Stolz und Selbstvertrauen zu entwickeln und zu reifen.
Viele der Frustrationen und Ängste die man als Erwachsener kennt, können ihren Ursprung in der Kindheitsphase ab zwei Jahren haben. Um die Gefühlswelt der Kinder zu pflegen, müssen die Eltern ihnen diese Gefühle vorstellen, sie mit ihnen konfrontieren, damit sie sich ausdrücken können, wenn sie diese Gefühle empfinden. Wenn die Kinder in der Lage sind, die Natur einer Empfindung zu benennen, können sie auch die Gefühle anderer interpretieren, verstehen und respektieren lernen und wenn nötig, den Ausdruck der Gefühle kontrollieren.

Deshalb müssen sich die Kinder daran frühzeitig gewöhnen, innerhalb einer sicheren und geschützten Umgebung Gefühle auszudrücken. Manche Gefühle dienen dazu, den Charakter des Kindes zu beeinflussen, wie Vertrauen in sich selbst und in andere, Erwartung und Erfolg. Andere wiederum beschränken das Denken; dazu gehören Angst, Zorn, Schuldgefühl, Eifersucht und Nervosität.

Emotionale Anspannung kann über einen längeren Zeitraum die intellektuellen Fähigkeiten des Kindes behindern und die Lernfähigkeit beschränken.

Ein kleines Kind im Alter von zwei oder drei Jahren empfängt die Reize seiner Umwelt als Anregung seines kognitiven Potenzials. Mit der Zeit nimmt dieses Potenzial Form und Konsistenz an und kann aktiv durch die Eltern unterstützt werden.

Kinder leben in einer Fantasiewelt, in der jeder Gegenstand sein eigenes Leben führt. Die Fantasiewelt ist eine andere Form der Realität. Die Kinder identifizieren sich mit den Gestalten der Fantasie, beschreiben unvorstellbare Welten und projizieren Fantasie in ihre Wirklichkeit, um das Unterbewusstsein von Ängsten und Frust zu befreien und ihre Kreativität anzuregen.

Die Fantasie und die Gefühlswelt werden durch Geschichten genährt. In diesem Alter sind Kinder besonders leicht beeinflussbar, weshalb die Geschichten der Eltern als Übermittler von sozialen Werten ausschlaggebend ist.

Die Vorlesezeit sollte ein ganz besonderer Moment sein, ein Zeitpunkt zum Teilen von Gefühlen und Ideen, zum gemeinsamen Reisen in eine Fantasiewelt. Um dem Vorlesen Wichtigkeit zu verleihen ist auch der Ort des Vorlesen ausschlaggebend. Gut ist der Augenblick vor dem Schlafengehen, in dem sich Elternteil und Kind zusammen in das Bett des Kindes setzen, in welches dieses sich anschließend zum Schlafen einkuscheln kann.
Für ein dreijähriges Kind sollten die Geschichten kurze texte und viele Illustrationen haben.

Kleine Kinder nehmen mit Ohren und Augen nur kurze zusammenhängende Frequenzen wahr. Mehr als der Inhalt der Geschichte interessiert sie die Abfolge bestimmter Handlungen, leicht zugängliche Protagonisten, bekannte Objekte aus ihrer Umwelt und personifizierte Tiere.

Die Aufmerksamkeitsspanne der Kinder hängt vornehmlich von ihrem Verständnis der Geschichte ab sowie von der Fähigkeit des Lesers, die Geschichte zu beleben.

Ein Kind sollte generell häufig und regelmäßig Geschichten hören, Geschichten abschauen und Lieder und Reime kennenlernen. Durch diese bietet man einen reichen Wortschatz und eine Vielfalt verschiedener Emotionen.