Spielzeug für Kinder aussuchen

 Kinderspielzeug, Kinder spielen mit Würfel

Fest steht, dass die meisten Kinder eher zu viel als zu wenig Spielzeug besitzen und dieses immer mehr der Fall ist, je älter die Kinder werden.

Trotzdem ist es sinnvoll, für Abwechslung zu sorgen und durch das schnelle Wachstum von einer in die nächste Phase es auch Sinn macht, dass das Spielzeug sich ebenfalls anpasst und hilft, den Lernprozess und die Fähigkeiten der Kinder anzuregen.


Hände weg von billig, billig

Nicht alles, was billig ist, ist schlecht, aber auf die Qualität sollte man immer achten.  Babys und Kleinkinder gehen eher brutal mit dem Spielzeug um, daran wird sich nicht so schnell nichts ändern, denn sie spielen nicht nur, sie testen auch physikalische Gesetze aus, z.B.“ was passiert, wenn ich dieses Ding vom Tisch runterfallen lasse?“  Wenn Spielzeug schnell kaputt gehen kann, dann steigt auch die Chance, dass sich das Kind verletzt.

Zu dünnes Plastik zerbricht, schlecht vernähte Stofftiere platzen auf, besonders wenn an ihnen ausgiebig genagt wird, Holzspielzeug ist schnell abgenutzt und die Farbe platzt ab, oder Teile lösen sich, die verschluckt werden können.

Desweiteren enthalten billig produzierte Spielsachen tendenziell mehr Giftstoffe, als solche, die Verweise auf Farben und Materialien aufweisen, die garantiert „sauber“ sind.

Je lauter, desto toller?

Ein kategorisches „Nein“ ist hier angebracht, denn lautes Spielzeug belastet die gesamte Umgebung.  Nicht nur besteht die Gefahr, dass das Gehör des Kindes in Mitleidenschaft gezogen wird, sondern vor allem auch die Nerven der Personen, die sich den ganzen Tag dem Tuten, Pfeifen, Bellen, oder Klingeln ausgesetzt sehen.

Einer quakenden Ente habe ich sehr schnell den Garaus gemacht, indem ich ihr die Batterien entnommen habe, denn es brachte mich langsam an den Rande des Wahnsinns, dem Tier zuzuhören, es reagierte zudem noch auf Bewegungen und Geräusche.


Zwar haben viele Spielsachen Knöpfe zum an-und ausschalten, jedoch verlieren sie sofort ihren gesamten Reiz, wenn sie nicht angeschaltet sind und das Kind wird sie in den meisten Fällen nicht mehr zum Spielen benutzen.

Besser ist es hier, darauf zu achten, dass das Spielzeug einen Lautstärkeregulierer besitzt.

Eine Faustregel ist:  was Ihnen laut vor kommt, ist für das Kind auf jeden Fall schon viel zu laut!

Ist sprechendes Spielzeug empfehlenswert?

Die Spielzeughersteller werden antworten „ja, natürlich“, ich persönlich bin aber nicht davon überzeugt.

Sprechendes Spielzeug hört sich allenfalls an, als wenn jemand in eine Blechbüchse hineinspricht und dabei vergessen hat, zuvor die Nase zu putzen.

Auch wenn sich die Klangqualität schon stark im Vergleich zu früheren Spielsachen verbessert hat, so hören sich die meisten Geräte weiterhin roboterhaft an und haben wenig mit dem Klang echter Stimmen zu tun.

Ob das nun zumutbar ist, bleibt jedem selbst überlassen, für mein Gehör ist es dies jedenfalls nicht.

Auch bin ich nicht davon überzeugt, dass dieses Spielzeug seinen Zweck erfüllt, nämlich den, dass das Kind zum Nachsprechen animiert wird.  Haben Sie einmal Zwei-oder Dreijährige beim Spiel mit so einem Spielzeug beobachtet?  Sie werden zwar munter alle Knöpfe drücken, jedoch in der Mehrzahl der Fälle selbst stumm dabei bleiben.

Unter Anleitung eines Erwachsenen kann es eventuell nützlich sein, mit dem Kind Begriffe auf Englisch, oder einer anderen Sprache zu üben, wenn Sie die Sprache nicht selbst beherrschen sollten und Ihnen etwas daran liegt, dass ihr Kind schon sehr früh Kontakt damit hat.  Man sollte dann aber auch immer den Bezug zur Bedeutung herstellen, und sich nicht darauf verlassen, dass das Kind ihn allein durch die Benutzung dieses Spielzeugs verstanden hat, denn sonst ist der Zweck komplett verfehlt.

Für die eigene Sprache gilt aber, dass das sprachliche Vorbild jedes Muttersprachlers besser ist, als jedwedige Aufnahme von so einem Spielzeug.

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