Hausfrau und glücklich

Zufriedene Hausfrau

Das Leben als Mutter und Hausfrau ist mehr als nur Fürsorge fürs Baby und Hausarbeit und kann sehr erfüllend sein.

 

Wer einen täglichen Job hat stellt sich das Leben als Mutter und Hausfrau wie einen Traum vor. Den ganzen Tag tun und lassen, was man möchte, dann und wann ein bisschen staubsaugen und gelegentlich dem Baby ein Fläschchen geben. Die Wirklichkeit ist sehr viel arbeitsintensiver. Babys und Kinder sind sehr anspruchsvoll, brauchen ein Menge Fürsorge und Zeit. Die Hausarbeit wird ständig durch sie unterbrochen, wodurch das durchgehende Arbeiten an normalen Aufgaben wie Staubsaugen, Spülen und putzen fast unmöglich gemacht wird. Der gerade geputzte Boden wird von Kindern mit Spielzeug überhäuft oder in Wasserfarbe getränkt. Dazu kommt noch, dass der Partner am Abend eine saubere Wohnung, zufriedene Kinder und ein vollständiges Abendessen erwartet, denn die Hausfrau hatte ja "den ganzen Tag Zeit".

Was weder der arbeitende Partner noch die Mutter und Hausfrau bisher gewusst haben ist, dass Hausarbeit mit Kindern sogar mehr als eine Vollzeitbeschäftigung ist.

Um zufrieden und erfüllt in der Rolle als Mutter und Hausfrau zu sein, muss man seine Rolle zunächst akzeptieren, sowohl die positiven als auch die negativen Seiten. Der Partner verlässt das Haus und geht zur Arbeit, während die Hausfrau mit der Arbeit im Haus beginnt. An den Wochenenden sollten die Aufgaben im Haushalt und mit den Kindern aufgeteilt werden. Beide Partner tragen damit zu gleichen Teilen zur Funktion des Haushaltes bei.

Viele Hausfrauen finden die Hausarbeit nach dem Berufsleben demoralisierend, denn sie merken, dass eine gerade fertiggestellte Aufgabe in kürzester Zeit hinfällig wird. Im Berufsleben kann man sich meist durch eine To-Do-Liste arbeiten und wird anschließend von Chef oder Kollegen dafür gewürdigt. Bei der Hausarbeit kann nichts von der Liste gestrichen werden, denn die gleichen Arbeiten müssen wieder und wieder gemacht werden.

Das Leben als Hausfrau und Mutter muss vollkommen umgekrempelt werden und es braucht eine Weile, sich umzustellen. Mit der Geburt eines Babys geht man vom gut bezahlten Berufstätigen über zur unbezahlten Mutter mit einer unendlichen Liste an repetierenden Aufgaben für die es keinen finanziellen Ausgleich gibt, keine festgelegten Arbeitszeiten und keinen Urlaub. Ist man krank, muss der Haushalt trotzdem geführt werden und niemand klopft einem auf die Schulter oder gibt eine Prämie.

Natürlich liebt die Mutter ihre Kinder gleichermaßen, doch sie hat kaum noch Zeit für sich selbst und arbeitet für drei. Dadurch häuft sich eine Menge Stress an, den sie nicht einmal abends beim Partner erleichtern kann, da dieser sich nach seinem Arbeitstag nicht in ihre Lage versetzen kann. Es ist schwer, sich gleichwertig zu fühlen, wenn das Leben daraus besteht, Geschirr zu spülen, Windeln zu wechseln und Erbrochenes aufzumoppen.

Leider wird von der Hausfrau und Mutter von allen Seiten das Unmögliche erwartet: sie sollen sexy aussehen, eine perfekte Mutter sein und in einem geleckt sauberen Haus wohnen. Irgendwo müssen Abstriche gemacht werden, sei es die Spielzeit mit den Kindern zu kürzen, die Beine etwas seltener zu enthaaren oder die Toilette nur jede zweite Woche zu schrubben. Wer es sic h leisten kann, sollte unbedingt eine Haushaltshilfe einstellen, sei es nur einmal im Monat für einige Grundreinigungen. So kann man mehr Zeit und Energie den anderen Aufgaben widmen.

Andere Möglichkeiten sind vorgekochte, tiefgefrorene Speisen oder ab und zu mal Römertopf, der allein vor sich hin garen kann, während man andere Sachen macht. Die ganze Familie sollte angeregt werden, weniger Geschirr und Besteck zu verschmutzen, um das Spülen minimal zu halten. Nach dem Essen sollten alle ihr Geschirr in die Küche tragen. Ein wenig benutzter Extraraum kann für schnelles Aufräumen vollgestellt werden, so dass die Hauptwohnfläche ordentlicher bleibt. Spielzeug kann im Kinderzimmer verbreitet werden, das Wohnzimmer sollte ein Wohnzimmer bleiben.

Nicht vergessen, dass das Leben als Hausfrau und Mutter auch seine schönen Seiten hat: man wird mit der Zuneigung der Kinder belohnt und hält die Fäden für ein funktionierendes Haus in der Hand. Ohne die Hausfrau würde alles zusammenbrechen.

 

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