Eltern, lasst eure Kinder im Dreck spielen

Kind spielt im Laub

In einer Zeit, in der alles antibakteriell und hygienisch rein ist, empfehlen Fachleute, dass Kinder schmutzig werden sollen. So schmutzig, wie es nötig ist, um ihr Immunsystem aufzubauen.

 

Ein USAmerikanisches Forscherteam hat eine Bakterienart entdeckt, die auf der Haut lebt. Diese Bakterienart wirkt entzündungshemmend und lindert Schwellungen um kleine Wunden auf der Haut.

Bereits seit 1989 gibt es die Theorie, dass übermäßige Hygiene Allergien hervorruft. Diese Theorie wird durch die Entdeckung dieser Bakterien bestätigt. Neu ist diese Information zwar nicht, doch immer noch gibt es viele hygienebesessene Eltern, die ihren Kindern nicht erlauben, im Schmutz zu spielen, aus Angst vor Bazillen. Doch wird ein Kind nicht den normalen Umwelteinflüssen ausgesetzt, kehrt sich das Immunsystem herum und bekämpft den eigenen Körper und führt so zu Allergien und autoimmunen Krankheiten.

Die auf der Haut lebenden, harmlosen Bakterien hemmen die Entzündung um eine offene Wunde, indem sie ein Molekül bilden, welches auf den Hauptzellarten in der äußeren Hautschicht, den Keratinozyten, agiert. Die Entdeckung dieser Bakterien hilft uns, Hygiene und Immunsystem besser zu verstehen und bildet die Grundlage für neue Behandlungen von entzündlichen Hautkrankheiten. Was die Experten daraufhin den Eltern empfehlen, ist, sie im Schmutz unbesorgt spielen zu lassen und anschließend mit normaler, nicht antibakterieller Seife zu waschen. Wichtig ist natürlich, die üblichen Impfungen regelmäßig aufzufrischen.

Impfungen sind eine künstliche Form, Menschen Bakterien auszusetzen, damit ihr körpereigenes Abwehrsystem auf die Bakterien reagiert und des Körper immun macht, ohne krank zu werden. In unserer Gesellschaft fühlen sich Mütter oft unter Druck gesetzt und denken, sie seien keine guten Eltern, wenn sie nicht besessen mit Hygiene und Reinlichkeit sind. Das heisst nicht, dass wir unsere Kinder verwahrlosen lassen sollen, eine gewisse Sauberkeit ist ebenso wichtig wie ausreichend Schlaf, gute Ernährung, viel Flüssigkeit und Stressvermeidung.

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