
Selbstachtung und Selbstwertgefühl zeigen den emotionalen und geistigen Zustand einer Person an und bestimmen oft ihren Erfolg im Leben. Kinder leiden besonders häufig unter mangelnder Selbstachtung, denn sie nehmen sich Meinungen und Äußerungen anderer Kinder sehr zu Herzen. Bleibt die Selbstachtung beim Heranwachsen niedrig, wird das Kind im Verlauf seines Lebens auf viele Schwierigkeiten treffen. Schafft es das Kind, seine mangelnde Selbstachtung zu steigern und an sich zu glauben, wird sein Leben sehr viel leichter und angenehmer verlaufen.
Um die Selbstachtung eines Kindes zu fördern, ist positive Bestärkung seitens der Eltern und Lehrer notwendig, und zwar so häufig wie möglich. Anstatt das Kind zu tadeln und auf seine Fehler aufmerksam zu machen, sollte es gelobt werden, wenn es etwas gut macht. Ständiger Tadel und Schimpfen treiben das Kind dazu, sich wertlos und unnütz zu fühlen und es verliert seinen Sinn für Selbstachtung. Lob und positive Bestärkung helfen ihm, an seinen Fehlern aktiv zu arbeiten, so dass es sich selbst verbessert, ohne sich auf etwas Schlechtes zu konzentrieren.
Vor einer bedeutenden Situation sollte man dem Kind erklären, was man von ihm erwartet. Wenn es nicht weises, was auf es zukommt, ist ein Versagen wahrscheinlicher, woraufhin sich das Kind deprimiert fühlen wird. Bei vorheriger Aufklärung einer Situation bzw. davon, was von man vom ihm erwartet, gibt man dem Kind die Möglichkeit, erfolgreich zu sein und ein gutes Gefühl zu haben. Selbstverständlich sollten die gestellten Erwartungen nicht zu hoch geschraubt werden, um das Kind nicht unter Druck zu setzen.
Wichtig ist, das Kind wie einen gleichwertigen Menschen zu behandeln. Beim Sprechen mit dem Kind, besonders, wenn man ihm etwas erklärt, was es nicht richtig gemacht hat, olle der Erwachsene sich zu dem Kind herunterbeugen, um auf gleicher Augenhöhe mit ihm kommunizieren zu können. Dabei sollte man Worte finden, die das Kind versteht und nachvollziehen kann. Es geht nicht darum, die Rolle als Erzieher aufzugeben, sondern vielmehr darum, dem Kind Verständnis für seine Gefühle zu vermitteln.
Dinge, für die das Kind wenig Talent hat, sollten ihm nicht aufgezwungen werden. Stattdessen sollten die vorhandenen Talente und Vorlieben des Kindes gefördert und unterstützt werden. Fehler sollten zwar berichtigt werden, doch muss man sich auf den Erfolg konzentrieren.
Viele Menschen mit mangelnder Selbstachtung fühlen sich weniger wichtig als ihre Mitmenschen und versäumen es daher, ihre Gedanken und Gefühle auszudrücken. Die Eltern sollten das Kind ermutigen, seine Wünsche und Gefühle mitzuteilen. Zur Übung dafür kann man dem Kind eine Auswahl verschiedener Dinge geben, woran es üben kann, sich zu entscheiden und seine eigenen Vorlieben auszudrücken.
Oftmals fürchten Eltern, dass ihr Kind ein Wichtigtuer wird, wenn sie ihm zu oft sagen, wie besonders und wichtig es ist. Doch für Kinder mit mangelnder Selbstachtung ist dies entscheidend. Kinder blühen auf, wenn ihre Eltern sie wichtig nehmen. Zum Aufbau der Selbstachtung gehört auch, dass die Eltern die eigenen Fehler offen vor dem Kind zugeben und sich gegebenenfalls bei dem Kind entschuldigen. Eltern müssen dem Kind eingutes Beispiel setzen und ihre eigenen Fehler korrigieren. Wenn sie deprimiert oder traurig sind, sollten sie offen die Hilfe ihrer Mitmenschen, auch des Kindes suchen, um zu demonstrieren, dass es nicht schlimm ist, andere um Hilfe zu bitten.
Zeigt sich bei dem Kind keine Verbesserung und es kann seine Selbstachtung nicht aufbauen, sollte es zu einem Kinderpsychologen gebracht werden. Professionelle Psychologen helfen dem Kind, ihre Gefühle auszudrücken und die Selbstachtung und das Selbstwertgefühl zu steigern.
