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Zeitplanung auf Aufschub

Wenn Aufschieberei den Erfolg hindert

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Aufschieberei, also Aufgaben auf später zu verschieben, gehört zu den sichersten Methoden bei der Vermeidung eines erfolgreichen Lebens und ist wenig mehr als Selbstsabotage. Wer ständig auf morgen verschiebt, legt sich selbst Hindernisse in den Weg. Wenn du zu diesen Menschen gehörst, solltest du Folgendes wissen.

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20 Prozent der Gesellschaft sind selbsternannte Aufschiebet. Das heißt, sie sehen das Aufschieben als einen Lebensstil, der ihr ganzes Dasein bestimmt. Sie verpassen ständig Gelegenheiten und schieben Aktivitäten bis zur letzten Sekunde auf. Diese Einstellung kann ein echtes Problem darstellen, dass die Gesellschaft nicht genügend anerkennt. Dem Hang zum Aufschieben liegt eine tiefes Problem der Selbstkontrolle zugrunde.
Aufschieben hat seine Ursuche weder in schlechtem Zeitmanagement noch in schlechter Vorausplanung. Wer grundsätzlich alles auf später verschiebt, kann genauso gut Zeit einschätzen wie jeder andere, ist jedoch naiver und optimistischer bei der Ausführung des Planes. Sie glauben zum Beispiel fest daran, dass sie „morgen“ tatsächlich die Aufgabe erledigen werden, doch wenn „morgen“ da ist, schwindet darr Optimismus. Es bringt also gar nichts, einen Terminplaner anzulegen, denn der chronische Aufschiebet wird sich ebenso wenig an seinen Plan halten wie ein Depressiver einfach fröhlich werden kann.

Man wird nicht als Aufschiebet geboren. Es ist eine angelernte Gewohnheit. Häufig ist es die Reaktion auf ein autoritäres Elternteil. Kontrollierende Eltern hindern die Kinder daran, selbständig zu werden und machen sie rebellisch. Das führt auch häufig dazu, dass die Aufschieber mehr Alkohol trinken, denn sie mangeln Selbstkontrolle.

Aufschiebet neigen dazu, sich selbst zu belügen. Ein typischer Satz ist „ich kann besser unter Druck arbeiten“. In Wirklichkeit führt der Zeitdruck, in den sie sich selbst durch das Aufschieben gebracht haben, dazu, dass ihnen erst recht die Motivation für die Ausführung der Aufgabe fehlt. Auch machen sie sich selbst vor, dass der zeitliche Druck sie kreativer macht, doch leider ist dies gewöhnlich überhaupt nicht der Fall.

Ein Mensch, der ständig seine Aufgaben verzögert, sucht aktiv nach Ablenkungen, besonders nach solchen, die wenig Aufwand erfordern. Oft steckt hinter der bewussten Herauszögerung die Angst vor dem Versagen.

Grundsätzlich unterschiedet man drei verschieden Gründe, warum Menschen verschieben. Ein Grund ist die Sucht nach dem Adrenalinrausch, die das Arbeiten in letzter Sekunde unter Druck gelegentlich mit sich bringt. Ein weiterer Grund kann einfache Vermeidung von ungewollten Aufgaben, Versagensangst oder Angst vor dem Erfolg sein. Diese Menschen beschäftigen sich zuviel damit, was andere über sie denken. Ihnen ist es lieber, dass andere sie für antriebslos halten als für unfähig.
Schließlich gibt es noch diejenigen, die aufschieben, weil sie unfähig sind, Entscheidungen zu treffen. Entscheidungen bedeuten Verantwortung und durch das Vermeiden einer Entscheidung entziehen sie sich dieser Verantwortung.

Oft leidet die Gesundheit unter dem ständigen Aufschub. Das Aufschieben führt unweigerlich zu Probleme, Ärger, Zeitdruck und Stress und schwächt so das Immunsystem. Auch kostet es den Aufschiebet viel Schlaf, über unerledigte Aufgaben nachzudenken. Zusätzlich schieben diese Menschen ihre Verantwortung auf andere ab, die ihnen das übel nehmen. Das Aufschieben ist der Feind der Teamarbeit sowohl bei der Arbeit als auch in der Partnerschaft.

Am wichtigsten zu wissen ist, dass du dich ändern kannst. So wie du das Aufschieben angelernt hast, kannst du es bewusst wieder verlernen. Da das Umlernen eine Menge Energie kostet, die gerade der Aufschieber meist nicht aufbringen möchte, solltest du dich von einem Therapeuten beraten lassen.