
Computer haben Schulen, Universitäten und andere Bildungseinrichtungen revolutioniert. Immer mehr Technologie kommt in die Klassenzimmer. Trotz der unbestreitbaren Vorteile für die Bildung gibt es dennoch einige Nachteile zu bedenken, denn manche Lehrmethoden können nicht durch Computer ersetzt werden.
Die Technologie, die man heutzutage zur Verfügung hat, hat den Zugang zu Wissen und Bildung um ein Vielfaches verbessert. Je mehr und einfacher der Zugang zum Wissen, umso schneller und effektiver können die Schüler und Studenten lernen. Information ist für jeden Lerntyp vorhanden. Mehr oder weniger begabte Schüler können für sie nützliches Material finden. Dabei geht es nicht nur um das Internet, sondern um alle technologischen Lernmittel.
Die ältere Generation ist häufig gegen Technologie eingestellt. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Taschenrechner: während ältere Menschen den Nutzen des Taschenrechners ablehnen, denn sie haben schließlich Kopfrechnen gelernt, lässt sich kaum bestreiten, dass die Benutzung eines Taschenrechners die Erarbeitung komplizierter Berechnungen beschleunigt und dem Schüler mehr Zeit für wesentlichere Dinge gibt.
Dennoch muss erwähnt werden, dass Computerisierung die Fähigkeit zur fruchtbaren Kommunikation zwischen Lehrer und Schüler beeinträchtigen kann. Neben dem Lernerfolg kann die Technik die Fähigkeit zur Konfliktlösung und Sozialverhalten hindern.
Die Technologie hat es möglich gemacht, dass Bildung nicht mehr ein Privileg ist. Ohne Diskriminierung ist im Internet jegliche Information zu finden. Mit der Reduzierung der Kosten von Technologie sind in den meisten Ländern Menschen aller Gesellschaftsschichten in der Lage, Computer zu nutzen.
Dennoch gibt es Haushalte, in denen ein Kind keinen Zugriff auf einen Computer oder kein Internet hat. Aufgrunddessen kann ein solches Kind leicht hinter den Klassenkameraden zurückfallen und ist in seiner künftigen Bildung benachteiligt. Der Druck, einen Computer zu besitzen und nutzen zu können, steigt immer mehr.
Ist es tatsächlich besser, das unsere Kinder sich mehr auf dem Computer zurechtfinden als im praktischen Leben? Und wie kommt es, dass Schüler sich über Instant Messaging mit Menschen auf der anderen Seite der Erde unterhalten können und dabei das unmittelbare soziale Umfeld ignoriert wird?
Technologie kann und sollte die traditionellen Lehrmethoden bereichern, doch die Menschlichkeit darf dabei nicht verloren werden. Für die Eltern ist es wichtig, den Mittelweg zu finden. Ein Kind muss heutzutage mit Computern und anderen technologischen Geräten umgehen können, umerfolgreich zu sein, sollte aber ebenso viel Zeit mit Kindern seiner Altersgruppe an der frischen Luft mit dem Ball spielen. Weder das eine, noch das andere Extrem sind ratsam, Technologie darf nicht abgelehnt oder gescheut werden, aber der zwischenmenschliche Umgang muss gepflegt werden.
Nicht zu vergessen ist die Tatsache, dass die Lernqualität im Klassenzimmer weniger von der vorhandenen Technologie abhängt als von der Qualität des Lehrers und dessen Lehrmethoden.
