Pferde Was tun bei Chronischem Husten

Pferde – Was tun bei Chronischem Husten

 

Chronischer Husten bei Pferden ist bei Boxenhaltung ist es leider sehr verbreitet. Der Grund dafür ist in der Regel die so genannte „Matratzeneinstreu“, d.h. Die neue Einstreu wird zwei oder drei Wochen lang auf die benutzte Einstreu geschüttet, ohne die Box vorher zu säubern. Die darunter brütenden Ammoniakgase werden von Tag zu Tag intensiver und haben nicht nur Huffäule zur Folge, sondern schädigen auch die Atemwege des Pferdes.

Die übliche Behandlung besteht normalerweise aus der Umstellung von Stroh auf Hobelspäne, Nassmachen des Futterheus sowie medikamentöse Linderung.

Der Chronische Husten wird dadurch keineswegs geheilt. Es gibt aber eine Möglichkeit, den Husten vollkommen zu heilen.


Ich hatte mein Pferd jahrelang in Ställen, wo Matratzeneinstreu üblich war. Es dauerte nicht lang, bis mein Pferd das gleiche Schicksal ereilte wie etwa 50 Prozent der eingestellten Pferde dort.

Ein paar Jahre lang folgte ich dem Rat mehrerer Tierärzte und wechselte zu Hobelspänen und machte das Heu nass. Das Pferd verlor Gewicht, da es das nasse Heu nicht gern fraß und kein Stroh zum Knabbern hatte. Der Husten verbesserte sich deutlich, aber von Zeit zu Zeit musste ich ein Hustenpulver ins Kraftfutter geben, wenn sich die Bronchien so sehr zusetzten, dass das Atmen schwer fiel.

Ich versuchte alternativ Kräutertees zu verabreichen (Huflattich, Thymian und Holunderblüten). Wiederum linderte das nur die Symptome, half aber bei der eigentlichen Krankheit nicht.

Ich versuchte dann, das Pferd möglichst lang an der frischen Luft zu bewegen, damit es den Schleim abhusten konnte. Leider war die Zeit knapp bemessen, das Pferd verbrachte trotzdem die meiste Zeit in der stickigen Stallluft. Da ich in Düsseldorf wohnte, waren die Angebote an Pferdeställen auch recht begrenzt. Alle bezahlbaren Möglichkeiten boten auch nur Matratzeneinstreu an.

Also musste ich einen anderen Weg finden. Ich wusste schon, dass frische Luft der Schlüssel sein würde, also suchte ich zunächst einmal nach Offenställen. Diese sind aber sehr begehrt und daher teuer und schwer zu bekommen. Schließlich kaufte ich mir ein Stück Wiese (500 Quadratmeter) auf dem Land. Dort errichtete ich eine Unterstellhütte für das Pferd und machte alles ausbruchsicher. Die Hütte hat nur drei Wände und ist an einer Seite völlig offen. Das Pferd kann so rein und raus gehen, wann es möchte und ist also effektiv 24 Stunden am Tag an der frischen Luft. Das Heu, dass ich zufüttere, ist sehr trocken und auch recht staubig.

Es dauerte vielleicht insgesamt 4 Wochen, bis der Husten komplett verschwunden war. Das Pferd ist vollkommen geheilt. Es braucht keinerlei Medikamente. Auch die Hufe sind bilderbuchreif.

Es war in jeder Hinsicht das Beste, was ich je für mein Pferd tun konnte. Ein Pferd ist ein Bewegungstier und lässt sich nicht gern einsperren. Seitdem mein Pferd draußen wohnt (also 'robust' gehalten wird), ist er richtig aufgeblüht. Und frieren tut er im Winter auch nicht: Er bekommt ein richtig flauschiges dickes Fell, und seine Hütte bietet ihm genug Schutz.

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