
Haustiere sind mehr gefährdet als man denkt, wenn sie in der Natur sind. Wilde Tiere, auch harmlos wirkende Kleintiere können ein Haustier angreifen und verletzen oder sogar töten. Dies sind die häufigsten Feinde der Haustiere und wie man sein Haustier davor schützen kann:
Schlangen
Es gibt in Deutschland zwei Schlangenarten, die für Mensch und Tier giftig sind: die Kreuzotter und die Aspisviper. Die Kreuzotter ist weit verbreitet in Deutschland, wird allerdings immer seltener. Bis auf das Saarland und Rheinland-Pfalz lebt die Kreuzotter überall, in Nordrhein-Westfalen allerdings nur vereinzelt. Die Aspisviper gibt es nur im Schwarzwald. Auch wenn es selten passiert, kann ein Hund, der durch den Wald streift, durchaus von einer Schlange gebissen werden. Das Gift einer Kreuzotter ist zwar hochdosiert, dafür besitzt die Schlange jedoch nur einen geringen Vorrat, so dass ein Biss bei Haustieren je nach Größe nicht unbedingt tödlich ist. Das Gift führt zu Lähmungserscheinungen und kann zu Atemstillstand oder Herzstillstand führen. Das Gift wirkt verhältnismäßig langsam, deshalb kann sofortige Hilfe durch den Tierarzt das Haustier gewöhnlich retten.
Das Gift der Aspisviper ist wesentlich schwächer als das der Kreuzotter und damit weniger gefährlich für ein Haustier.
Einen Schlangenbiss kann man nicht verhindern, man kann allerdings die Gefahr einschränken und das Haustier in den entsprechenden Gebieten nicht frei in der Natur herumlaufen lassen. Wird das Tier gebissen, sollte es sofort stillgehalten und zum Tierarzt gebracht werden.
Waschbären
Waschbären sind in Deutschland immer mehr verbreitet, selbst in Menschennähe. Die Hauptgefahr für die Haustiere geht von der Übertragung von Krankheiten durch den Waschbär aus. Waschbären werden durch Lebensmittelreste oder für das Haustier bereitgestelltes Tierfutter angelockt. Der sicherste Schutz gegen Waschbären ist, keinen Müll draußen zu lagern und das Haustier im Haus zu füttern.
Eichhörnchen
Die niedlichen Tierchen können erstaunlich aggressiv werden, wenn sie von Hund oder Katze gejagt werden. Das Eichhörnchen hat sehr scharfe Zähne, schließlich dienen sie als Nussknacker und kann daher tiefe Wunden in Hund oder Katze hinterlassen. Eichhörnchen greifen niemals von selbst an, deshalb kann eine Verletzung des Haustieres verhindert werden, indem das Tier nur unter Aufsicht im freien ist bzw. gut trainiert wird.
Igel
Igel sind zwar an sich harmlos, doch ein im Laub schnüffelnder Hund wird gelegentlich von einem Igel gebissen oder von den Stacheln gestochen. Die durch Stacheln oder Biss entstehende Wunde ist nur dann gefährlich, wenn sie sich infiziert. Sicherheitshalber sollte ein verletztes Haustier also tierärztlich behandelt werden. Eventuell fest steckende Igelstacheln sollte man herausziehen und desinfizieren.
Marder
Marder sind fast überall in Deutschland verbreitet und können in manchen Gegenden zur Plage werden. Sie sind Nagetiere und greifen nicht nur Kleintiere, darunter auch Kaninchen an, sondern können auch Gegenstände beschädigen. In der Regel werden Hunde und Katzen nur dann von Mardern angegriffen, wenn diese sich bedroht fühlen. Kleintiere, die frei im Garten herumlaufen fallen jedoch gelegentlich einem Marder zum Opfer. Zur Vermeidung eines Marderbisses sollte ein Haustier also nicht unbeaufsichtigt in der Natur herumlaufen.
Ratten
Wilde Ratten gibt es überall, in der Natur und in Stadtgebieten. Sie sind zäh, intelligent und aggressiv. Trotzdem wird eine Ratte eher davonlaufen, außer, wenn sie selbst angegriffen wird. Auch hier besteht die Hauptgefahr in der Übertragung von Seuchen. Ein Haustier, dass von einer Ratte gebissen wurde, sollte sicherheitshalber vom Tierarzt untersucht werden.
