
Katzen haben unterschiedliche Persönlichkeit und Temperamente. Mehr als bei anderen Haustiere ist es bei Katzen schwierig, ihr Verhalten vorauszusehen, besonders ihr Verhalten anderen Katzen gegenüber.
Auch wenn man nie mit Sicherheit sagen kann, ob eine Katze bereit ist, sich an eine neue Katze in ihrem Reich zu gewöhnen, gibt es Möglichkeiten, zwei neue Katzen einander näherzubringen. Doch manche Katzen fühlen sich als alleinige Herrscher und werden immer die Führungsrolle haben und zu Aggression gegenüber einem vermeindlichen Eindringling haben.
Die Rasse einer Katze beeinflusst ihre Tendenz zu aggressivem Verhalten oder Toleranz gegenüber Mitbewohnern. Siamkatzen und Burmakatzen neigen beispielsweise zu Aggression und machen die Einführung einer neuen Katze in den Haushalt oft schwierig. Manxkatzen oder Ragdolls hingegen sind häufig zugänglicher und toleranter gegenüber anderen Haustieren.
Das erste Zusammentreffen zwischen den Katzen ist entscheidend für ein friedliches Zusammenleben. Es ist vorteilhaft, wenn die neue Katze Gelegenheit bekommt, sich in ihrem neuen Zuhause zu orientieren und die Gerüche der Umgebung und der anderen Katze wahrzunehmen.
Sowohl die neue als auch die alte Katze brauchen Zeit. Es hat keinen Sinn, sie sofort in ein gemeinsames Leben zu stürzen. Dies gilt für Fütterung, Schlafplatz und Katzentoilette. Die alte Katze muss erst lernen, ihr Zuhause zu teilen, während die neue Katze wiederum ihren Platz in der Gesellschaft finden muss.
Domestizierte Katzen sind in den seltensten Fällen wahrhaft gesellig. Katzen sind Einzelgänger. Trotzdem gibt es Fälle, in denen Katzen, die nicht miteinander aufgewachsen sind, eine starke Bindung zueinander aufbauen. Doch dies lässt sich ebenso wie beim Menschen vorhersagen oder erzwingen.
