Wie wird man glücklich?

Laechelnde Frau

Glücklichsein ist eines der wichtigsten Ziele im Leben eines jeden Menschen, doch fällt es uns erstaunlich schwer, unser persönliches Glück zu finden. Um glücklich zu sein, hilft es, zu wissen, was man zum Glücklichsein braucht, was Glück eigentlich ist und wie jeder Mensch es für sich finden kann.

Was ist Glück?

Glück ist ein flüchtiger Zustand. Seit Jahrzehnten versuchen Philosophen, Theologen und Psychologen den Zustand des Glücklichseins zu definieren. In den 90er Jahren wurde zu diesem Zweck ein ganz neuer Zweig der Psychologie entwickelt: die positive Psychologie.

Glück ist mehr als nur gute Laune, Glück ist ein Zustand des Wohlbefindens, der ein gutes Leben umfasst, ein Leben mit Sinn und tiefer Befriedigung.

Ist ein Mensch wahrhaft glücklich, wirkt sich das positiv auf seine Gesundheit aus. Gefühle von Wohlbefinden und Zufriedenheit beeinflussen die Gesundheit von Herz und Kreislauf, reduzieren Entzündungen und gleichen den Blutdruck aus.

Sein Glück zu finden ist ein weltweites Streben. Menschen aus aller Welt betrachten Zufriedenheit als wichtiger als andere wünschenswerte persönliche Ergebnisse, z. B. reich werden und in den Himmel kommen.

Wie wird man glücklich?

Glück heißt nicht, dass man von einer Freude zur nächsten tanzt. Tatsächlich beinhaltet der Weg zur vollkommenen Zufriedenheit harte Zeiten. Der Mensch nimmt von Natur aus alles Positive als selbstverständlich hin, erst wenn ihm das Positive entzogen wird, lernt er es zu schätzen.

Geld ist zwar nicht direkt für Zufriedenheit verantwortlich, allerdings befreit uns Geld vor den Sorgen um lebenswichtige Grundlagen wir Essen und Kleidung.
Neben der Versorgung unserer Grundbedürfnisse sind Erbgut, Lebensumstände und Sozialleben für das Empfinden von Glücklichsein verantwortlich. Zumindest können sie das sein, denn das Wichtigste sind die innere Einstellung zu eben diesen Umständen und das Ausdrücken unserer Gefühle.

Untersuchungen zeigen, dass ein großer Teil der Zufriedenheit in der Kontrolle eines jeden Menschen selbst liegt. Sich regelmäßig kleinen Freuden hingeben, sich herausfordernden Aktivitäten zu stellen, Ziele zu setzen und zu erreichen, enge soziale Bindungen aufrechtzuerhalten und einen Sinn zu finden, der über einen selbst hinausgeht, erhöht die Lebenszufriedenheit.

Was ist Positive Psychologie?

Die Positive Psychologie untersucht, was dem Leben des Menschen Sinn und Zweck gibt; wie der Mensch über den Überlebensinstinkt hinaus aufblühen kann.

Traditionell hat sich die Psychologie auf Funktionsstörungen (Menschen mit psychischen Erkrankungen oder andere Probleme) und deren Behandlung konzentriert. Im Gegensatz dazu ist die positive Psychologie ein Bereich, in dem untersucht wird, wie normale Menschen glücklicher und erfüllter werden können.

Die positive Psychologie arbeitet jedoch mit der abnormen Psychologie Hand in Hand. Die positive Psychologie basiert auf drei Maximen:

Das Gute im Leben ist so echt wie das Schlechte
Das Gute im Leben ist mehr als die Abwesenheit von Problemen
Ein gutes Leben erfordert seine eigene Erklärung und ist mehr als eine Theorie der Unordnung

In der positiven Psychologie liegt der Schwerpunkt auf tieferer Bedeutung, nicht nur auf flüchtiger Zufriedenheit und warmen Gefühlen. Martin Seligman, oft als der Pate der positiven Psychologie angesehen, hat drei Wege zum Glück beschrieben: das Angenehme Leben (Hollywoods Sicht des Glücks), das Gute Leben (konzentriert sich auf persönliche Stärken) und das Sinnvolle Leben (auf einen höheren Zweck ausgerichtet).

Ein glücklicher Mensch zu sein, ist weitgehend eine Frage der Genetik, erklärt Seligman. Was wir anstreben sollten, ist das Aufblühen, und nicht bloß Vergnügen. Studien legen nahe, dass die Verfolgung eines guten und sinnvollen Lebens insgesamt eine höhere Lebenszufriedenheit prophezeit.

Beziehungen mit anderen Menschen

Liebe und Freundschaft sind tiefe Emotionen, und sie gehören zum Finden des persönlichen Glücks dazu. Es gibt viele Arten von Liebe, aber die meisten Menschen suchen ihren Ausdruck in einer romantischen Beziehung mit einem kompatiblen Partner. Für viele sind romantische Beziehungen der sinnvollste Aspekt des Lebens, der tiefe Erfüllung verspricht. Das Bedürfnis nach menschlicher Verbindung scheint angeboren zu sein, aber die Fähigkeit, gesunde, liebevolle Beziehungen zu bilden, muss gelernt werden.

Vieles deutet darauf hin, dass die Fähigkeit zur Entwicklung einer stabilen Beziehung schon im Kindesalter beginnt, bei den frühesten Erfahrungen eines Kindes mit einer Bezugsperson. Solche Beziehungen sind kein Schicksal, aber sie scheinen tief verwurzelte Muster der Beziehung zu anderen zu etablieren. Fehlgeschlagene Beziehungen kommen aus vielen Gründen zustande, und das Versagen einer Beziehung ist oft eine Quelle psychologischer Qualen. Die meisten Menschen müssen bewusst arbeiten, um die Fähigkeiten zu lernen, die erforderlich sind, um Beziehungen aufrecht und blühend zu erhalten.

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