Wie man Kaffeesucht heilt

Wie man Kaffeesucht heilt

Kaffee ist so sehr Teil unserer Gesellschaft, dass man kaum daran vorbeikommt. Wo auch immer man zu Besuch ist, ob beruflich oder geschäftlich, es wird einem stets Kaffee angeboten. Dabei ist es oft so, dass wir Kaffeetrinker nur aus Gewohnheit werden, den Kaffee aber eigentlich gar nicht so unbedingt mögen.

Das Ergebnis ist jedoch gleich: Kaffee, bzw. Koffein macht abhängig und ist auf Dauer nicht gesund für den Körper.

Hier sind ein paar Vorschläge, wie man sich das Kaffeetrinken abgewöhnen kann.


Kaffee macht uns nicht im gleichen Sinne süchtig wie z.B. Alkohol. Das heißt, wir müssen das Kaffeetrinken nicht für immer aufgeben und dürfen dann nie wieder einen Tropfen trinken. Hier geht es nur darum, eine schlechte Angewohnheit zu unterbinden und immer die Kontrolle zu behalten. Wenn du das Gefühl hast, zuviel Kaffee zu trinken, hör einfach für eine Weile auf und trinke auch später nur etwas, wenn dir danach ist.

Ich sage euch drei Möglichkeiten, den Kaffeekonsum aufzugeben oder zumindestens stark einzuschränken, ohne Entzugserscheinungen zu haben.

Bei allen drei Methoden wird berücksichtigt, dass ein Teil der Abhängigkeit darin besteht, ein Heißgetränk zu sich zu nehmen. Heiße Getränke werden in der Regel nicht als Durstlöscher getrunken, sondern in Geselligkeit oder zur Stimulation.

 

Methode 1:


Wenn du zu denjenigen gehörst, die tatsächlich den Kaffegeschmack an sich mögen, aber Entkoffeinierten Kaffee nicht, schlage ich eine Art Kompromiss vor. Anstatt komplett auf das Vergnügen auf ein Tässchen Kaffee zu verzichten, trinke einfach Kaffeegetränke mit weniger Kaffeegehalt aber vollem Kaffeegeschmack, zum Beispiel Cappuccino. Man bekommt die gleiche Menge Genuss bei wesentlich weniger Koffeinkonsum.

Währen eine Tasse Kaffee (150 ml) ca. 80 mg Koffein enthält, ist in einer Tasse Cappuccino aus 50 ml Espresso und 100 ml aufgeschäumter Milch nur ca. 50 mg Koffein.

 

Methode 2:


Umstellung von Kaffee auf Tee. Es ist ratsam, diese Umstellung langsam über mehrere Tage zu erstrecken, da es sich um sehr unterschiedliche Geschmacksrichtungen handelt. Da wir Menschen aber Gewohnheitstiere sind, brauchst du nur deinen Gaumen an den neuen Geschmack zu gewöhnen. Das solltest du aber allmählich tun, damit du kein unbefriedigtes Gefühl beim Genuss einer Tasse Tee hast.

Du kannst zum Beispiel anfangen, eine oder zwei Tassen Kaffee mit Tee zu ersetzen und das nach und nach steigern, je nach dem, wie viele Tassen zu am Tag trinkst. Ich schlage vor, mit Schwarztee anzufangen, da dieser ebenfalls Koffein enthält (20-50 mg pro Tasse), dir also den gewünschten Kick gibt, den du vom Kaffee bekommst. Gönne dir unbedingt hochwertigen, besonders genussreichen Tee, wie Earl Grey.

Wenn du dich ans Teetrinken gewöhnt hast, kannst du umsteigen auf Kräutertees. Eine gute Wahl ist Rooibos-tee, denn er ist dem Schwarztee im Geschmack nicht unähnlich, enthält aber kein Koffein und ist sehr magenfreundlich.

 

Methode 3:


Umstellung von Kaffee auf Caro-Kaffee. Caro-Kaffee ist ein Ersatzkaffee (Getreidekaffee), dass viele von euch vielleicht noch aus der Kindheit kennen. Er enthält kein Koffein. Der Geschmack ist natürlich anders und vielleicht auch gewöhnungsbedürftig, aber er ist in vielen Variationen erhältlich.

Für die schrittweise Umstellung empfehle ich, zunächst Caro-Kaffee mit gewöhnlichem Kaffee zu mischen. Mische im Verhältnis 1:3, dann nach und nach mehr Caro-Kaffee. Irgendwann kann man den Kaffee dann vollständig ersetzen.

Wie bei allen Genussmitteln ist es nur eine Frage der Gewohnheit. Es ist gemütlich, in einem Kreis am Tisch eine Tasse Heißes zu trinken, und wir sind so an den Kaffeegeschmack gewöhnt, dass wir glauben, alles andere sei minderwertig.

Doch Tatsache ist, wir können uns auch anderes herum programmieren. Wenn wir unseren Körper (und unser Gehirn) lang genug an den neuen Geschmack gewöhnen, wird dieser dann zur neuen Angewohnheit, und man möchte vielleicht gar keinen Kaffee mehr trinken.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok