Wie löst man Angst und innere Widerstände

Angst, Gesichtsausdruck
Angst, vor allem irrationale Angst kann das Leben beträchtlich einschränken und eine Person buchstäblich lähmen. Deshalb ist es wichtig, Angst zu lösen, damit sie nicht den Dingen im Weg steht, die das Leben vervollkommnen. Viele Menschen lehnen Neues ab, weil sie im Grunde Angst davor haben. Doch um auf Dauer ein zufriedenes, erfülltes Leben zu leben, muss man lernen, sich von der Angst zu lösen und diese zu überwinden.

Das Lösen der Angst erfordert starken Willen und Geduld, doch mit einigen einfachen Schritten kann jeder sein Ziel erreichen.

Es hilft zunächst, eine Liste aller Ängste zu machen, die das Leben behindern. Typische Ängste sind zum Beispiel Flugangst, Angst vor dem Sterben oder Versagensangst. Jede dieser Ängste auf der Liste sollte eine Wertung zwischen 1 und 5 bekommen, je nachdem, wie stark sie das Leben einschränkt. 1 beschreibt eine Angst, die vorhanden ist, aber wenig dominant ist, 5 steht für eine Angst, die das Leben stark nachteilig beherrscht.

Auf eine zweite Liste schreibt man jetzt alle Dinge auf, gegen die man sich wehrt oder auflehnt, wie zum Beispiel ein Umzug zu einer neuen Stadt oder das Treffen neuer Menschen. Auch diese Dinge bekommen eine Wertung wie die Ängste.

Der nächste Schritt befasst sich mit allen Ängsten und Dingen, die eine hohe Wertung bekommen haben. Jede Angst muss selbst analysiert werden: warum hat man Angst davor, warum lehnt man sich dagegen auf und was könnte möglicherweise diese Angst ursprünglich verursacht haben. Was auch immer der Grund für jede Angst ist, für jedes Argument gibt es ein Gegenargument, warum diese Angst irrational ist. Wer Angst vor Unfällen hat, kann sich beispielsweise die vergleichsweise kleine Wahrscheinlichkeit vor Augen halten, dass tatsächlich ein Unfall passiert, wenn man bedenkt, wie häufig sich dagegen nichts ereignet.

Man nimmt sich das vor, wovor die Angst am größten ist und stellt sich selbst in genau dieser Situation vor. Wer Angst vor Prüfungen hat, stellt sich in einer Prüfungssituation vor und sieht sich selbst mit einem erfolgreichen Ausgang. Schreibe jeden Schritt in dieser Fantasie-Situation auf und erinnere dich, wie du dich dabei gefühlt hast. So kann man für jede einzelne Angst auf der Liste verfahren. Wichtig ist, festzuhalten, wie man sich vor, während und nach der imaginären Situation gefühlt hat.

Um die Angst zu lösen, muss man klein anfangen. Mit dem Überwindungsprozess beginnt man also am besten mit einer Angst, die nur eine kleine Wertung bekommen hat, also sich weniger negativ auf das Leben auswirkt, denn diese wird leichter zu lösen sein und ein positives Endergebnis erzielen. Für jedes positive Resultat auf dem Weg zur Überwindung der Angst steigt das Selbstbewusstsein und macht es leichter, den nächsten Schritt zu wagen.

Wer sich nicht zutraut, die Angstüberwindung allein in die Hand zu nehmen, sollte nicht davor zurückscheuen, mit einem Therapeuten zu reden. Ein guter Psychotherapeut kann die unterschwelligen Ursachen herausfinden und dabei helfen, die Angst abzubauen.
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