Wie wirksam und wie sicher ist die Entfernung von Tätowierungen durch Laserbehandlung?

Tätowierung Laserentfernung

Einer Schätzung zufolge haben 10% der Bevölkerung mindestens eine Tätowierung auf dem Körper. Von diesen 10% möchte etwa die Hälfte im Laufe ihres Lebens eine Laser-Entfernung. Wer sein Körperdesign loswerden möchte, hat heute bessere Chancen auf ein gutes Ergebnis als je zuvor, denn es gibt Lasertechniken mit minimalen Nebenwirkungen.

 

Bei einer Laser-Entfernung werden die gefärbten Hautpigmente durch die intensive Lichtbestrahlung zersetzt. Schwarze Tätowierungspigmente absorbieren alle Wellenlängen des Laserstrahls und sind daher am leichtesten zu entfernen. Für andere Farben müssen Laser verschiedener Wellenlängen je nach Farbton verwendet werden.

Tätowierungen sind individuell, deshalb muss auch die Laserbehandlung individuell angepasst sein. In der Vergangenheit gab es eine Vielfalt an Methoden zur Tätowierungsentfernung, doch in den meisten Fällen waren die dadurch entstehenden Narben weniger ansehnlich als die unerwünschte Tätowierung selbst.

Auch Menschen mit vorher behandelten Tätowierungen können eine Laserentfernung bekommen. Wenn Tätowierungen durch andere Methoden nicht ausreichend entfernt wurden, spricht die Haut meist auf die Laserbehandlung positiv an. Wenig aussichtsreich ist es jedoch, wenn durch vorhergehende Behandlungen deutliche Narben entstanden sind.

Eine Laserentfernung sollte man nur vom Spezialisten durchführen lassen. Ein Schönheitschirurg oder ein guter Dermatologe besitzen gewöhnlich einen guten Ruf für Laserbehandlungen. Der Arzt der Wahl sollte auf jeden Fall Erfahrungen mit der Entfernung von Tätowierungen haben, wenn das Ergebnis so gut wie möglich sein soll.

Je nach Größe und Farbenvielfalt des Tattoos kann die Dauer der Laserbehandlung variieren. Durchschnittliche Tätowierungen werden in einer oder zwei Sitzungen behandelt, für aufwändigere Designs können langfristige Behandlungen nötig sein.
Die Behandlung hängt außerdem vom Hauttyp des Menschen ab, von seinem Alter und von der Qualität des Tattoos sowie davon, wieviele Hautschichten die Tätowierung durchdringt.

Wie sieht eine Laserbehandlung aus?

Bei einer typischen Laserentfernung bekommt der Patient einen Augenschutz gegen die Laserstrahlen. Die Hautreaktion auf den Laser wird für optimalen Einsatz der Lichtenergie getestet.
Bei der eigentlichen Behandlung wird der Laserstrahl auf die Hautfläche gerichtet. Patienten beschreiben das Gefühl wie das Schnappen eines Gummibandes gegen die Haut.
Nach jeder Behandllung hellt sich die Tätowierung sichtbar auf.

Unmittelbar nach der Behandlung wird die behandelte Stelle mit Eis gekühlt. Zum Schutz vor Infektionen bekommt der Patient eine antibiotische Hautcreme verschrieben. Die leicht wunde Stelle wird verbunden und muss einige Tage vor der Sonne geschützt werden.

Gewöhnlich ist keine lokale Betäubung notwendig. In Einzelfällen kann je nach Lage der Tätowierung eine Betäubung erwünscht sein.

Mögliche Nebenwirkungen der Laserbehandlung

Die behandelte Stelle ist für einige Tage anfällig für Infektionen. Auch kann eine permanent sichtbare Narbe nicht immer ausgeschlossen werden.
Ein weiteres Risiko ist, dass die behandelte Stelle hinterher blasser oder dunkler ist als die umliegende Haut. (Hypopigmentation und Hyperpigmentation)
Kosmetische Tätowierungen (Eyeliner, Lipliner oder Augenbrauen) können nach der Behandlung dunkler sein. Durch die folgenden Sitzungen werden sie jedoch blasser werden.

Durch neue Technologie ist die Laserentfernung deutlich wirksamer geworden und das Risiko der Narbenbildung reduziert. In jedem Fall ist eine Laserbehandlung inzwischen sicherer als Ausschneidung, Abschürfung oder Salabrasion (Hautabschürfung mit Salz), vor allem durch die Möglichkeit gezielter und punktierter Behandlung individueller Designs.
Im Allgemeinen ist bei dunklen Tätowierungen (blau und schwarz) eine Laserentfernung ratsam, da diese besonders leicht zu entfernen sind.

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