
Nach einer Untersuchung durch Studenten einer Universität in Idaho wurde davor gewarnt, Mineralwasserflaschen oder andere Flaschen aus Plastik mehr als einmal zu verwenden. In der Studienarbeit hieß es, dass die Flaschen nur für einmaligen Gebrauch bezweckt sind und nach mehrfacher Benutzung sich zu zersetzen beginnen, wobei krebserregende Stoffe (Diethylhydroxylamine oder kurz DEHA) aus dem Plastik in das Wasser freigesetzt werden sollen.
Tatsache ist, dass DEHA in PET Flaschen weder als Rohmaterial noch als Zersetzungsprodukt vorkommt. Man vermutet, dass das in der Studie gefundene DEHA durch Unreinheiten anderer Plastikkomponenten innerhalb des Labors aufgetreten ist.
PET (Polyethylenterephtalat) wird weltweit für Lebensmittelverpackungen verwendet und wiederverwertet und ist 100% sicher für Lebensmittel. PET ist das meistwiederverwertete Plastik mit dem geringsten Umweltschaden unter allen Plastikmaterialien. Selbst verbranntes PET setzt lediglich Kohlendioxid und Wasser frei. Eine PET-Flasche mit einem Gewicht von nur 35g fasst 1,5 Liter eines kohlensäurehaltigen Getränks und widersteht einem Innendruck von bis zu 6 Bar.
Eine PET-Flasche kann beliebig wiederverwendet werden, vorausgesetzt, dass sie regelmäßig ausgespült wird. Wie bei jedem anderen Lebensmittelbehälter besteht die Hauptgefahr durch mehrfaches Wiederverwenden aufgrund angesammelter Bakterien, die durch einfaches Ausspülen entfernt werden können.
Was ist bei mehrfacher Verwendung von PET-Flaschen zu beachten
Bakterien verseuchen jede Art von Behälter und gelangen durch Hände, Mund und durch die Luft in die Flasche. Sammeln sich die Bakterien an, kann es zu ernsthaften Krankheiten kommen. PET-Flasche sollten wie andere Lebensmittelbehälter auch regelmäßig ausgespült werden.
Chemikalien aus der Herstellung der PET-Flaschen können in den Inhalt der Flasche übergehen, unabhängig davon, ob diese einmal oder mehrmals verwendet werden. Die Menge der Chemikalien hängt von der Flüssigkeit im Innern ab sowie Temperatur und Zeit. Wird eine PET-Flasche ordungsgemäß benutzt, ist die Menge der Chemikalien zu gering für gesundheitliche Auswirkungen.
Der Hersteller bürgt dafür, dass die Flasche für seinen beabsichtigten Zweck sicher ist. Das heißt nicht, dass eine Plastikflasche für jede Art von Flüssigkeit verwendet werden kann, zum Beispiel sollte eine Wasserflasche nicht für die Aufbewahrung von Essig oder Öl verwendet werden.
Durch Temperatur, falschem Gebrauch und längeres Aufbewahren können bestimmte Chemikalien in die Flüssigkeit eindringen, die zwar keinen Gesundheitsschaden bewirken, wohl aber Geschmack, Geruch und Farbe verändern können. Deshalb sollten PET-Flasche nicht direktem Sonnenlicht ausgesetzt werden.
Ein weiteres Gerücht besagt, dass durch Einfrieren giftige und krebserregende Dioxine aus dem Plastik freigesetzt werden. Es ist nicht erwiesen, dass Dioxine in PET-Flasche überhaupt enthalten sind, weshalb sie auch nicht durch den Gefrierprozess freigesetzt werden können.
Vor dem Wiederauffüllen einer PET-Flasche sollte man diese auf Beschädigung überprüfen und sie gründlich waschen. Nach Möglichkeit jede Flasche mit der gleichen Flüssigkeit füllen, für die diese Flasche bestimmt war.
Alle Flüssigkeiten vor dem Einfüllen auskühlen lassen, denn das Plastik verformt sich durch Wärme von mehr als 70 Grad.
Nicht aus der Flasche trinken, wenn noch weitere Personen davon trinken, da der Speichel Bakterien übertragen kann.
