Düngen mit Tomatensaft, wachsen Pflanzen dadurch wirklich besser?

Tomatensaft

Die Tricks eines Gärtners für schöne und gesunde Pflanzen sind oft experimentell, doch basieren auf logischen Fakten. Tomatensaft ist ein organisches Mittel; es kommt von natürlichen Zutaten und enthält viele Nährstoffe. Manche Hobbygärtner schwören daher auf den positiven Effekt von Tomatensaft auf das Wachstum der Pflanzen. Doch Vorsicht: Während manche Pflanzen durch das bewässern mit Tomatensaft statt Wasser gedeihen, können andere dadurch eingehen oder Schaden nehmen.

 

Fotosynthese ist ein lebenswichtiger Vorgang für die Pflanze. Durch den Prozess wird das Blattwachstum angeregt, Nährstoffe in der Pflanze Gespeichert und die Pflanze speichert Energie. Fotosynthese erfordert drei Hauptfaktoren: Sonnenlicht, Kohlendioxid und Wasser. Sonnenlicht und Kohlendioxid werden durch die Blätter aufgenommen, das Wasser durch die Wurzeln. Diese drei Faktoren sind wichtig für Wachstum und Kraft. Fehlt einer der Faktoren oder ist nur unzureichend vorhanden, wird die Photosynthese unterbrochen und die Pflanze nimmt Schaden.

Tomatensaft enthält Nährstoffe, die das Wachstum der Pflanze anregen und sie vor Pflanzenkrankheiten schützen. Viele Mineralstoffe, die es in Pflanzendüngern gibt, wie Phosphor, Kalzium, Magnesium und Kalium sind auch im Tomatensaft enthalten. Dies lässt die logische Folgerung zu, dass Tomatensaft gut für Pflanzen ist, doch Tomatensaft enthält noch weitere Inhaltsstoffe, die den positiven Effekt auf die Pflanze neutralisieren.

Tomatensaft enthält Zitronensäure, die für Pflanzen schädlich sein kann. Bei zu hoher Dosierung zeigen die Pflanzen deutliche Schäden im Blattwerk. Typische Zeichen einer zu hohen Säurekonzentration sind bräunliche Blätter, Dehydrierung und Welken. Bleibt die Konzentration der Säure bestehen, geht die Pflanze ein. Zitronensäure kann die Pflanze bei äußerlichem Kontakt schädigen und durch die Aufnahme mit den Wurzeln.

Tomatensaft mit Salzzusatz ist tödlich für Pflanzen. Salz entzieht der Pflanze Wasser, innerlich und äußerlich. Zusätzlich erkennen die Wurzeln das Salz als Schadstoff und absorbieren weniger Flüssigkeit.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen