Die richtige Platzierung der Möbel

 

Inneneinrichtung

Die Platzierung der Möbel ist beinahe ebenso wichtig wie die Möbel selbst. Die richtige Anordnung von Möbeln kann einen Raum offen oder zugestellt wirken lassen und bestimmt die Wahrnehmung ihrer Umgebung. Sind die Möbel unvorteilhaft eingeordnet, fühlt sich der Raum nicht gut an und kann auch nicht durch Dekoration verbessert werden.

 

Das Gleichgewicht des Raumes: Das Gleichgewicht eines Zimmers ist wie ein sichtbares Gewicht. Starke Elemente, die den Blick auf sich ziehen sind Dinge mit ungewöhnlicher Form, heller Farbe, starkem Kontrast und vielfältiger Oberflächenstruktur. Kleine Gegenstände mit diesen Eigenschaften können große Möbelstücke ausgleichen, die das Gegenteil sind. Ein knallroter Stuhl in einem in beige-Tönen gehaltenen Raum besitzt eine Menge sichtbarer Masse, wobei stark gemusterte Gegenstände diese Masse optisch noch erhöhen.

Wird eine Seite des Raumes durch ein großes Möbelstück oder einen offenen Kamin dominiert, gleicht man diese Dominanz durch ein großes, aber schlichteres Möbelstück an der entgegengesetzten Seite aus. Nach der Platzierung der Möbel schaut von von jeder Ecke aus, wie sich der Raum anfühlt.

 

Die Strömung des Raumes: Alle Eingänge und typische Lauf- und Bewegungsmuster müssen jederzeit gut erreichbar sein. So sollte ein viel gebrauchter Küchentisch von allen Seiten erreichbar sein. Das gleiche gilt für die Wohnzimmersitzgruppe. Der Raum sollte so angeordnet werden, dass man die Sitzgruppe erreichen kann, ohne dass Möbelstücke im Weg stehen. Ein Raum sollte einladend wirken und einen nicht auf der Türschwelle stoppen lassen.Oft werden Sitzmöbel bis ganz an die Wand gestellt, so dass die Sitzenden einander anschreien müssen, um den vollkommen leeren Platz in der Mitte zu überbrücken.

Alle Türen und Fenster sollten frei bleiben. Selbst eine Tür, die nie benutzt wird, sollte nicht zugestellt werden, sonst wirkt der Raum kleiner und zugestellter. Muss man etwas ans Fenster stellen, darf dies nicht höher als die Fensterbank sein.

 

Unsichtbare Wände: Unsichtbare Wände sind optische Barrieren, die durch die Architektur des Raumes erschaffen werden. Ein L-förmiger Raum oder ein Raum mit einem Geländer hat eine unsichtbare Fortsetzung bis zur Decke, die als unsichtbare Wand wahrgenommen wird. Deckenbalken designierten eine Raumteilung.Für die Anotrdnung der Möbel bedeutet das, dass diese klar auf einer Seite stehen müssen und nicht mitten in der unsichtbaren Wand. Will man einen besonders großen Raum optisch durch unsichtbare Wände unterteilen, kann man dies durch ein freistehendes Sofa, ein Regal ohne Rückwand oder zwei große Topfpflanzen erreichen, die im rechten Winkel zu einer Raumwand aufgestellt werden.

 

Bewegung um den Raum: Statische Linien sollten durch Möbel und Dekoration eliminiert werden. Der Raum sollte verschiedene Ebenen haben, die den Blick im Raum umherwandern lassen, ohne abrupte Unterbrechungen. So sollte man ein sehr kleines Möbelstück direkt neben einem hohen Möbelstück vermeiden. Der Blick sollte sanft geführt werden und nicht zur berg- und Talfahrt werden.

Besonders hohe Möbel können durch Platzierung einer halbhohen Stehlampe oder Topfpflanze überbrückt werden. Niedrige, mittelgroße und hohe Möbelstücke sollten gleichmäßig im Raum verteilt werden, um den Blick sukzessiv zwischen den Stücken wandern zu lassen.

 

Unter Beachtung dieser Grundregeln wird sich der Raum ruhig, elegant und einheitlich anfühlen.

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