Frisches Obst oder Vitaminpräparat?

Wie sinnvoll sind Vitaminpräparate?

Frisches Obst oder Vitaminpräparat?

Es gibt viel Diskussion über den Ausgleich einer unzureichenden Ernährung durch Multivitaminpräparate. Neuere Studien geben jetzt mehr Ausschlag darüber, ob sich teure Vitaminzusätze lohnen.

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Grundsätzlich sollte jeder versuchen, alle Nährstoffe durch gute Ernährung zu bekommen. Es gibt hunderte von chemischen Verbindungen in Gemüse, Obst, Vollkorn und anderen Lebensmitteln, deren Nährwert wir bis heute nicht einmal ausreichend verstehen und noch weniger synthetisch herstellen können. Man kann nicht einfach ein paar dieser Verbindungen in eine Tablette pressen und erwarten, dass sie den gleichen Nährwert bieten. Die beste Abwehr gegen Krankheiten kommt immer noch aus gesundem Essen.

Allerdings ist es unrealistisch, dass alle Menschen täglich mit allen notwenigen Nährstoffen allein durch ihre Ernährung versorgt werden. Besonders die Vitamine C, D, E, Kalzium und Magnesium gehören zu denjenigen, die häufig durch mangelhafte Ernährung im Körper fehlen. So macht es durchaus Sinn, solche Mängel durch Multivitaminpräparate zu ergänzen. Eine nährstoffarme Ernährung mit synthetisch hergestellten Vitaminen und Mineralstoffen ist besser als eine nährstoffarme Ernährung allein.

Wichtig ist für den Einzelnen zu verstehen, dass Multivitamine eben nur das können, nämlich vor Mangelerscheinungen schützen. Sie können nicht in der gleichen Weise vor Krankheiten schützen wie natürliche Nährstoffe aus natürlichen Lebensmitteln.

Laut einer Studie aus dem Jahre 2010 in Schweden deuten Ergebnisse darauf hin, dass Vitamin- oder Multivitaminpräparate in zu hohen Dosen sogar krank machen können, allerdings gibt es keinen schlüssigen Nachweis dafür.
Bei der Studie trat bei den Teilnehmerinnen, die synthetische Multivitamine nahmen ein erhöhtes Brustkrebsrisiko auf. Zu hohe Dosen an künstlichem Vitamin C traten in Verbindung mit Grauem Star auf und Vitamin E, A und Betacarotinzusätze zeigten eine höhere Sterberate.