
Der menschliche Körper hat eine Normaltemperatur von 36 bis 37 Grad Celsius. So liegt es nahe zu denken, dass die ideale Außentemperatur für den Menschen gleich ist mit dessen Körpertemperatur. Allerdings empfinden wir 36 Grad Außentemperatur als zu heiß und fühlen uns bei 20 bis 25 Grad am wohlsten. Woran liegt das?
Stellt man eine Schüssel mit heißem Wasser in eine Umgebung, die kälter ist als das Wasser, kühlt das Wasser allmählich ab und passt sich der Außentemperatur an. Es wird ein Ausgleich geschaffen zwischen den zwei Temperaturen. Wärme fliesest natürlicherweise hin zu kühleren Stellen.
Der menschliche Körper generiert, im Gegensatz zu der Schüssel mit Wasser, ständig neue Wärme, passt sich also nicht der Außentemperatur an. Würde diese Wärme sich stauen, was bei Temperaturen von mehr als 30 Grad geschieht, wenn wir nicht für Abkühlung sorgen, würde der Körper überhitzen. In anderen Worten: die Wärme muss dem Körper entweichen. Je höher der Temperaturunterschied zwischen dem Körper und der Umgebung ist, umso schneller entweicht die Wärme.
Eine Außentemperatur von zwischen 20 und 25 Grad ist deshalb die angenehmste für den menschlichen Körper, weil die Körperwärme ebenso schnell aus dem Körper entweicht, wie sich neu erzeugt wird.
