Malerei Renaissance

Wie erkennt man Malerei der Renaissance

Malerei Renaissance

Die Malerei erlebte in der Renaissance wie in keiner anderen Epoche einen Höhepunkt. Auch die Malerei, die bis dahin hauptsächlich dazu diente, architektonische Bauwerke zu verzieren, gewann eine selbständige Bedeutung und wurde jetzt nicht mehr als Handwerk, sondern als Kunst betrachtet.
Die neu entdeckte perspektivische Darstellung ermöglichte besonders den Malern, Szenen und Personen naturgetreu und dreidimensional auf der Leinwand und der Wandmalerei wiederzugeben. Durch die neu entwickelten Ölfarben gelang es den Malern, die richtigen Farbtöne für eine realistische Darstellung leichter zu mischen.
Auf Kartons wurden Skizzen angefertigt, die als Vorlage für Fresken dienten, so dass die Komposition eines Bildes im Atelier entworfen und dann auf die Wand übertragen wurde.
Neben der naturgetreuen und dynamischen Darstellung waren in der Malerei der Renaissance räumliche Tiefe, Überschaubarkeit, Geometrie und Mathematik wichtig. Das führte dazu, dass die Porträtmalerei an Bedeutung gewann. Die Künstler achteten darauf, die individuelle Persönlichkeit zum Ausdruck zu bringen.  Während in der Gotik die Frömmigkeit zum Ausdruck kam, betonte die Renaissance den weltlichen Zusammenhang und das Aussehen der Personen. Allerdings ging es weniger um eine vordergründige Wiedergabe des Sichtbaren, etwa wie bei einem Foto, sondern um die glaubwürdige und realistische Darstellung einer Idee. Nicht der Gesichtsausdruck des Momentes wurde dargestellt, sondern der Charakter der Person im Ganzen.

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Obwohl sich die Landschaftsmalerei als selbständige Form noch nicht durchgesetzt hatte, nahm doch das Interesse der Maler an der Natur, den Tieren und Pflanzen, der Atmosphäre des Himmels und der Wolken zu. Weiterhin blieb der Mensch jedoch das Maß aller Dinge und konnte nicht aus dem Kunstwerk ausgeschlossen werden.