
In der Gotik diente die Bildhauerei hauptsächlich zum Schmücken kirchlicher Gebäude. Kapitelle, Fiale und Wimperge wurden durch Skulpturen verziert. Typisch ist die Säulenhaftigkeit der gotischen Skulptur. Die Figuren wirkten langgestreckt und unkörperlich und nur stilisiert. Charakterzüge der dargestellten Heiligen wurden durch Attribute zum Ausdruck gebracht. Gewandfalten weiblicher Statuen bekamen einen der Gotik typischen S-Schwung. Besonders beliebt waren Mariendarstellungen.
Gotische Skulpturen waren reich bemalt; das Haar oft golden und die Gewänder mit Ornamenten geschmückt.
Gotische Figuren als Gebäudeschmuck wurden oft mit der Architektur vereint und unzertrennlich gemacht. Sie sind keine eigenständigen Kunstwerke.
