Architektur Rokoko

Die Architektur des Rokoko

Architektur Rokoko

Der Kunststil des Rokoko entstand in Frankreich als Reaktion auf die Epoche von Ludwig XIV, dessen Herrschaft eine Kunst hervorbrachte, die durch Gravität, Würde und Pomp charakterisiert war. Nach seinem Tod sehnte man sich nach Intimität, Leichtigkeit und Eleganz. 

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In der Architektur gingen Barock und Rokoko schrittweise ineinander über. Die Barockbauwerke erschienen dem neuen Zeitgeschmack zu gleichmäßig und wenig anmutig, so veränderte man zunächst die Grundrisse, Formen und Funktionen architektonischer Kunstwerke. Bauwerke wurden jetzt nicht mehr streng nach der alten Ordnung gegliedert, sondern nach ihrer Funktion. Innenausstattung wurde wichtiger und detailliert dekoriert. 

Während früher die Vollkommenheit eines Bauwerkes dadurch bestimmt wurde, wie einheitlich sich die einzelnen Elemente an die Ordnungen hielten, wurde im Rokoko das Gebäude in seiner Gesamtwirkung beurteilt. Wichtig war, dass sich alle Details zu einer harmonischen Komposition zusammenfügten. Die Innenräume zeichneten sich oft durch Intimität und Funktionalität aus. Wieder sieht man den genauen Gegensatz zum Barock. Im Barock standen Monumentalität und Repräsentation im Vordergrund, im Rokoko das Ungebundene und Intime. 

Die Dekorative Kunst erlebte eine Blütezeit. Jedes Baudetails wurde zum Ornament. Einzelne Raumelemente wurden durch Rocailles fließend miteinander verbunden. Die architektonischen Proportionen der Gebäude wurden zierlicher.

Auch in der Architektur wurde das Lichtspiel beachtet. Durch große Fenster drang das Licht in die Räume und brach sich in Spiegeln, Kristall und Gold, so dass eine lebendige Wirkung entsteht.