
Die Antarktis ist der kälteste und trockenste Ort unseres Planeten. Kaum vorstellbar, dass sie vor 45 Millionen Jahren ein üppiger Regenwald war.
Die Antarktis ist die größte Wüste der Welt. Nur die Küste bekommt etwa 20cm Niederschlag im Jahr, während im Landesinnern starke Fallwinde den Niederschlag verwehen. Daher fällt es schwer, sich vorzustellen, dass dieser harte Kontinent einst ganz anders ausgesehen hat.
Vor 45 Millionen Jahren war die Antarktis sehr viel wärmer. Ökologische Diversität hängt unmittelbar mit der Wassertemperatur der umliegenden Strömungen zusammen. Tropische Wassertemperaturen haben mehr Diversität als kalte Gewässer. In der Eozänen Epoche, die vor 56 bis 34 Millionen Jahren war, war die heutige Antarktis mit Neu Guinea und Australien verbunden und formte den Superkontinenten Gondwanaland. Die riesige Landmasse schützte vor kalten Meeresströmungen und unterstützte das Klima eines tropischen Regenwaldes. Knochenfunden zufolge lebten in der Antarktis viele tropische und subtropische Tierarten, darunter Schildkröten und sogar einige Säugetiere.
Vor etwa 23 Millionen Jahren trennte die Antarktische Masse sich von dem Rest des Kontinenten und gab somit den Schutz gegen die kalten Strömungen auf. Eis begann sich zu formen und löschte das tropische Leben aus. Dieser Vorgang dauerte allerdings etwa 20 Millionen Jahre. Heute gibt es nur noch wenige Lebensformen in der Antarktis.
