Warum mögen Kinder keine Medizin

Kinderarznei

Ein Kind tut sich fast immer schwer, eine Medizin einzunehmen, die ihm nicht schmeckt. Besonders bei kleinen Kindern helfen auch logische Argumente, dass die Medizin wieder gesund macht, gar nichts. 

Immer wieder fragen sich Eltern, warum die Medikamentenhersteller die Arzneimittel für Kinder nicht einfach geschmacklich angenehmer machen können. Kinder haben einen anderen Geschmackssinn als Erwachsene. Die meisten Medikamente enthalten bitter schmeckende Wirkstoffe, die auch nicht durch Süßmittel genügend kompensiert werden können, um von Kindern nicht bemerkt zu werden. 

Als Erwachsener hat man im Laufe seines Lebens gelernt, verschiedene Geschmacksrichtungen zu tolerieren und sogar zu mögen, dazu gehören auch Bitterstoffe. Der Geschmackssinn verändert sich, je nachdem, welche Nahrungsmittel häufiger gegessen werden und man lernt sozusagen Geschmacksrichtungen zu schätzen, die man als Kind nicht ausstehen konnte.

Es lässt sich auch nur schwer vorhersagen, welche Süßmittel in Kinderarzneien von Kindern akzeptiert werden, denn Kinder haben unterschiedliche Vorlieben. Die Geschmäcker der Kinder variieren nicht nur individuell, sondern hängen auch stark vom kulturellen Hintergrund der Kinder ab. Europäische Kinder mögen in der Regel Erdbeeraroma, welches von afrikanischen Kindern als unangenehm empfunden wird. 

Eine Medizin wohlschmeckend zu machen, ist auch aus dem Grund beinahe unmöglich, da geschmackliches Empfinden subjektiv ist und sich nur schwer messen lässt. Nicht zu vergessen, dass es wenig sinnvoll ist, eine Kinderarznei lecker zu machen, damit die Kinder sie nicht als Süßigkeit ansehen und zuviel davon einnehmen. 

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