Marmelade einkochen

selbstgemachte Mermelade
Marmelade besteht in erster Linie aus Früchten und Zucker, die eingekocht werden, um einerseits geliert und andererseits haltbar gemacht zu werden.  Es ist nicht schwierig, Marmelade zu Hause selbst einzukochen, allerdings mit etwas Arbeitsaufwand verbunden.

Zunächst wählt man das Obst aus, das eingekocht werden soll und bereitet die Utensilien vor.

Man braucht entweder Einmachgläser, die man samt Gummiverschlussring im Handel kaufen kann, oder man sammelt alte Marmeladengläser, oder sonstige Gläser mit gut schließendem Deckel.  Es gibt auch spezielle Klarsichtfolien zum Verschließen der Gläser, ebenfalls im Handel erhältlich.

Besonders wichtig ist, dass die Einmachgläser, welcher Art auch immer, gut gesäubert und vor Benutzung ca. 10Min in kochendem Wasser sterilisiert werden.  Die Haltbarkeit der Marmelade hängt unter anderem davon ab.  Zum Trocknen kann man die Einmachgläser einige Minuten in den Ofen stellen, dies ist besser als sie mit Tüchern zu trocknen, da diese die Gläser wieder verunreinigen können.

Man braucht des weiteren einen großen Topf und einen Rührlöffel, zum Schluss auch eine Schöpfkelle, um die Marmelade in die Gläser füllen zu können.  Auch diese Utensilien sollten sehr gründlich gereinigt werden.

Bei der Wahl des Obstes sollte man darauf achten, dass die Früchte reif sind und nicht von Schimmel befallen, denn die Schimmelpilze leben auch nach dem Einkochen weiter.  Man kann mehrere Obstsorten kombinieren, oder nur eine Fruchtsorte einkochen.

Das einzige absolut notwendige Zusatzmittel ist der Zucker, es gibt aber viele Rezepte, in denen auch Alkohol, Honig, oder Aromen wie Vanille oder Zimt hinzugefügt werden, um besondere Geschmacksnoten zu setzen.

Der Zucker kann in verschiedenen Anteilen zugesetzt werden, was Auswirkungen auf den Geschmack und die Haltbarkeit der Marmelade hat.  Die längste Haltbarkeit sowie Süße wird erreicht, wenn man 1:1 mischt, also einen Teil Früchte und einen Teil Zucker einkocht.  Es sind aber auch Mischverhältnisse von 2:1 und 3:1 möglich, je weniger Zucker, desto saurer und weniger haltbar wird die Marmelade.  Sie muss dann nach dem Öffnen am besten im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Es wird empfohlen, Gelierzucker zu benutzten, um die gute Konsistenz der Marmelade zu garantieren.  Gelierzucker enthält einen Zusatz an Pektin, dem Stoff, der in den Früchten enthalten ist und für die Gelierung zuständig ist.  Des weiteren ist Gelierzucker Zitronen-oder Weinsäure zugesetzt, die wiederum für die Haltbarkeit der Marmelade sorgt.

Zwar kann man auch ganz normalen Haushaltszucker benutzen, jedoch braucht die Marmelade dann sehr lange, bis sie unter ständigem Rühren eindickt und ist lange nicht so haltbar wie unter Zusatz von Gelierzucker.

Man kann das Obst ungeschält einkochen, denn die Schale hilft bei der Eindickung und gibt mehr Farbe, jedoch sollte man dann darauf achten, dass das Obst ungespritzt ist, um nicht die an der Schale haftenden Giftstoffe mit einzukochen.
Hat man nun das gesamte Obst gewaschen und in kleinere Stücke geschnitten, wenn es sich um große Früchte handeln sollte, oder Beeren etwas mit dem Kartoffelstampfer zerkleinert, so kann man sie nun auf dem Herd aufsetzten.  Bei sehr trockenem Obst mit wenig Saft kann man eine Tasse Wasser hinzugeben.

Die Marmelade muss nun ca. 3 Minuten sprudelnd kochen.  Durch das in dem Obst enthaltene Eiweiß kann dabei Schaum entstehen, den man am besten abschöpft.  Er kann ebenfalls verzehrt werden, eignet sich aber nicht so gut zum Abfüllen in Gläsern.

Aromen wie Zimt und Honig sollte man erst nach dem eigentlichen Kochen hinzugeben, also kurz bevor die Marmelade in die Gläser gefüllt wird.

Wenn die Marmelade in die Gläser gefüllt wurde, stellt man sie zum vollkommenen Auskühlen an einen geschützten Ort, erst danach kann man sie einlagern.

Guten Appetit!

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