
Es gibt zwei Arten von Menschen: extrovertierte und introvertierte. Während extrovertierte Menschen aus sich herausgehen und gern im Mittelpunkt stehen, sind introvertierte Menschen eher in sich gekehrt und lieben das Alleinsein.
Es handelt sich um zwei unterschiedliche Arten von Charakteristiken, die beide ihre Daseinsberechtigung haben. Keine von beiden ist besser oder schlechter als die andere. Dennoch werden die Qualitäten und Eigenschaften introvertierter Menschen in unserer Gesellschaft oft in einem negativen Licht gesehen, daher denken die meisten Leute, introvertiert sein sei 'falsch'.
In Wirklichkeit handelt es sich jedoch einfach um Missverständnisse. Die beiden Arten sind etwa so verschieden wie Hund und Katze. Beide haben ihre eigene Sprache, aber sie können nicht miteinander kommunizieren, bzw missdeuten die Sprache des anderen.
Hier sind fünf Punkte, die zum Verständnis zwischen Extrovertierten und Introvertierten beitragen sollen.
Extrovertierte neigen dazu, die ruhigeren introvertierten ständig zu Partys zu schleppen und sie zu überreden, an irgendwelchen geselligen Unternehmungen teilzuhaben. Die introvertierten verbringen aber gern Zeit mit sich selbst, wenn sie also höflich ablehnen, wird automatisch angenommen, etwas sei nicht in Ordnung, also fragt man ständig nach. Das wiederum lässt die Introvertierten sich unbehaglich fühlen. Das Ganze ist einfach ein normales Missverständnis. Für die Extrovertierten ist die einzige Erklärung des Zurückziehens der Introvertierten, dass diese schüchtern und ungesellig sind.
Tatsache ist aber, dass beide einfach unterschiedlich ticken. Es gibt kein Falsch oder Richtig. Ein introvertierter Mensch wird einfach durch andere Teile des Gehirns motiviert und stimuliert.
Eine gut gemeinte Aufmunterung verdirbt dem Andern die Party und das Selbstwertgefühl.
Wenn du mit einem introvertierten Menschen ein längeres Gespräch führen möchtest, gib dich am Besten gar nicht erst mit oberflächlichem Small Talk ab. Introvertierte Menschen neigen eher dazu, tiefgründige Unterhaltungen zu führen, wenn es sich um ein Thema handelt, dass sie interessiert. Sie debattieren und philosophieren gerne und versuchen, ihr Gegenüber genau zu verstehen und zu interpretieren. Sie sehen Small Talk als Zeitverschwendung an, es sei denn, ihr Gesprächspartner ist ihnen noch fremd.
Introvertierte Menschen brabbeln nicht einfach drauflos, nur um das Gespräch in Gang zu halten. Sie reden, wenn sie etwas zu sagen haben. Leider wird diese Eigenschaft sehr oft missverstanden und mit Arroganz verwechselt.
In der Schule wird Introvertiertsein bestraft und Extrovertiertsein belohnt. Wer ständig den Finger oben hat und dummes Zeug redet, bekommt bessere Noten als der, der sich nur dann meldet, wenn er einen sinnvollen Beitrag zu leisten hat. Lehrer und Eltern versuchen, den Schüler zu verändern, da er sich „falsch“ verhält. Die wenigsten Lehrer sind in der Lage, zwischen Blendern und wahrhaft guten Schülern zu unterscheiden. Sie machen sich nur ein oberflächliches Bild. Was die Eltern anbelangt, sollte hier Verständnis gezeigt werden. Und zwar Verständnis, dass ihr Kind eine andere Perspektive vom Leben und von der Gesellschaft hat, dass es den gleichen 'Wert' hat, wie seine extrovertierten Mitschüler. Man darf introvertierte Menschen nicht ändern wollen, denn dadurch würden sie sich selbst verleugnen.
Introvertierte können Vieles genauso gut, worin Extrovertierte Naturtalente sind und genießen es auch ebenso. Sie können gute Reden halten, der Mittelpunkt einer Party sein, charmant und unterhaltsam – aber nur für eine gewisse Zeit. Danach möchten sie Zeit für sich haben. Für sie ist es eine Frage der Intensität, sie leben den Augenblick, in dem sie besonders gut drauf sind und kurz 'aus sich heraus gehen' mit besonderer Intensität, an diesem Augenblick zehren sie noch lange, aber er verbraucht viel Energie. Wenn sie mit sich allein sind, können sie diesen Augenblick noch eine Weile genießen, während sie sich unbeobachtet und sicher fühlen. Das führt uns zum nächsten Punkt:
Sie ziehen sich oft zurück, weil sie Zeit allein brauchen. Sie brauchen diese Zeit wie die Nahrung zum leben. Sie sind weder depressiv noch traurig, sie brauchen nur Zeit, wieder 'aufzuladen'. Gib ihnen ihre Zeit und ihren Freiraum, für sie ist es ganz natürlich.
In unserer heutigen Gesellschaft wird es als lebensnotwendig angesehen, aus sich heraus zugehen und sich mit 'Ellenbogentechnik' Vorteile zu verschaffen. Das ist ein uralter Überlebensinstinkt.
Wir glauben, uns so weit von den Primaten weiterentwickelt zu haben, verlassen uns aber immer noch auf unsere ältesten Instinkte. Man sollte meinen, dass wir inzwischen mit unserer Intelligenz in der Lage seien, introvertierte und extrovertierte Menschen nebeneinander parallel und in Verständnis füreinander leben zu lassen und jeden Menschen sein zu lassen, was er ist, nicht was die Gesellschaft ihn zu sein verlangt.
Da aber soviel Wert auf Extroversion gelegt wird, fühlen sich introvertierte Menschen oft in einer Zwickmühle.
Sollen sie sich selbst treu bleiben und dadurch soziale Ächtung riskieren, oder sollten sie sich anpassen und vorgeben, extrovertiert zu sein, nur um in die Gesellschaft zu passen?
Es gibt eine Menge Pioniere in der Geschichte der Menschheit, die introvertiert waren. Albert Einstein, Charles Darwin und Isaac Newton sind nur ein paar von ihnen.
Introvertierte haben Talente, von denen der Extrovertierte nur träumen kann, denn während dieser beschäftigt ist, irgendwo im Mittelpunkt zu stehen, hat der Introvertierte als stiller Beobachter Zeit, sich mit seiner Umgebung zu befassen, sie zu analysieren. Er erfasst den Charakter seines Gegenüber schnell, denn er kann hervorragend Körpersprache lesen. Er ist ein außergewöhnlich guter Zuhörer und kann sich sehr gut in die Lage eines anderen versetzen. Weil er sich nicht leicht durch Oberflächlichkeiten ablenken lässt, kann er sich sehr gut konzentrieren und beobachtet Dinge, die den meisten Menschen entgehen.
Warum es gut ist, introvertiert zu sein

meri
said:
|
... Wirklich viele, vielen dank für diesen Artikel. Ich habe ihn gelesen und mir ist mit aller Deutlichkeit bewusst geworden, dass das das Wort ist, das mich am besten beschreibt. Bis jetzt klang für mich "introvertiert" als ein zu krasses Wort, ich habe mich nicht weiter damit beschäftigt, doch nun bin ich darüber gestolpert und komme aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ich dachte immer, dass ich komisch wäre, anders, total zurückhaltend einfach. Aber das Wort hat mich nie zufrieden gestellt, wenn ich mich selber beschrieben haben. Es beschreibt nur einen Bruchteil von dem, was ich bin. Aber die Charakterzüge von introvertierten Menschen finde ich 1 zu 1 bei mir selber wieder. Es ist unglaublich erleichternd, ein Wort zu haben, eine Art "Erklärung" für die Art wie man ist. Ich sehe die Dinge jetzt klarer und vorallem fühle ich mich nicht mehr alleine mit meiner "Art". Danke für diesen Artikel. Er hat mir sehr geholfen. |
Enya
said:
|
... Ich fühle mich sehr angesprochen und auch sehr verstanden von diesem Text. Nur zu gut kenne ich diese Aussagen: "lach doch mal", "was schaust so grimmig?", "du guckst so traurig und nachdenklich is was?", "ja n bisschen komisch bist du schon", "ein schüchternes mädchen is se"...! Das hat mich nie gestört. Eigentlich war ich stolz darauf das ich so bin wie ich bin. Doch irgendwann haben mich die Einschätzungen und Aussagen der anderen doch zum Nachdenken gebracht und ich habe angefangen alle Eigenschaften des Extrovertiertseins zu bewundern. Da ich mich schließlich nur mit Extrovertieren in Gesellschaft befand, sind die Zweifel an meinem Verhalten immer größer geworden, ich kam nicht mehr zu Wort, ich bin sozusagen untergegangen in der extrovertierten Welt und schließlich in eine schlimme Depression und in Angstzustände verfallen. Durch die Therapie habe ich irgendwie gelernt das introvertierte Menschen auch extrovertiert sein können. Wie oben beschrieben. Introvertierte mögen genau so Party, Gesellschaft, Gespräche und lautes lachen. Nur brauchen diese eine Pause, eine Pause die ich mir nicht mehr gönnen konnte, nicht mehr gönnen wollte wegen des Drucks "gleich" sein zu müssen. Ich finde beide Persönlichkeiten sehr bewundernswert. |
sunshine
said:
|
... ich find den text richtig gut. baut einen auf und die ganzen kommentare zeigen, dass wir nicht allein sind! ich war schon immer sehr ruhig und eigentlich sag ich nie was, schweig die meiste zeit und bin ein mensch weniger worte. hab deswegen leider nur wenige freunde, die selbst auch eher weniger sagen. aber mit meinen freudne versteh ich mich super und ich kann über alles auch sehr persönliches mit ihnen reden. unter meinen freunden oder auch introvertierten bin ich gar nicht so schüchtern.ich bin ein sehr netter mensch und kann auch lustig sein und vor allem hab ich ein sehr gutes einfühlungsvermögen und menschenkenntnis. aber ich hasse es wenn ich unter leuten bin, die viel reden und ich einfach nichts sagen kann... ich steh dann einfach nur rum und hör zu und weiß einfach nicht wie ich mich einbrigen kann. das finden die leute dann immer ziemlich komisch und distanzieren sich immer mehr von mir. ich geh eigentlich total gern auf partys, ich liebe es und ich liebe es auch mit vielen leuten zusammen zu sein und dass die leute sehen, dass ich auch dazugehör. nur leider wünsch ich mir immer dass ich mich mehr einbringe... stattdessen red ich immer nur mit leuten die ich gut kenn und mir fällts echt schwer, neue kontakte zu knüpfen... das belastet mich schon sehr.. heute bin ich eigentlich auch auf ner party von meiner cousine eingeladen und ich würd total gern hingehn, aber ich trau mich einfach nicht... weil ich ihre ganzen freunde nicht kenne... so ein mist. das ärgert mich immer so. ich find ich bin im laufe der jahre schon viel selbstbewusster geworden und hoffe dass es sich noch mehr verbessert... |
alex
said:
|
... Einer der besten Posts, die ich je auf einer Website gelesen habe. ganz große Klasse udn ich wünsche mir, dass diesen Artikel noch viel mehr Menschen lesen mögen. Ich selbst bin sehr introvertiert seit meiner frühesten Kindheit. Habe jedoch extrovertierte Freunde, wobei ich die Freunde an einer Hand abzählen kann. Ich bin ein Mensch der gerne allein ist, dies ist das höchste Gut in meinem Leben, dass allein sein. Kaum jemand versteht es. Man wird generell als schüchtern abgetan, macht den extrovertierten Menschen jedoch in Sachen Selbstbewusstsein einiges vor, wenn es nötig ist. |
Lisa
said:
|
... Schüchtern sein ist nicht falsch. Aber wer schüchtern ist hat es deutlich schwerer im Leben. Und man kann sich tatsächlich aussuchen, ob man schüchtern durchs Leben gehen will oder eben selbstbewusst. Man kann sich zu jedem Zeitpunkt dafür entscheiden etwas an seinem Verhalten und den eigenen Denkweisen zu ändern. |
Melindaaa
said:
|
... ich finde diesen Text ebenfalls sehr gut. Es erklärt wirklich vieles..wenn nur ALLE Menschen diesen Text lesen würden, würde man sich vllt. nicht so unverstanden fühlen. Ich bin introvertiert und es stimmt, viele verwechseln es mit Arroganz.. dabei rede ich erst, wenn ich die Person näher kennen lerne. Das verstehen die Leute aber nicht, erster Eindruck zählt halt immer. Das daraus resultierende Problem: Man findet keine Freunde.. für mich ist es richtig schwierig, hinzu kommt bboch mein trockener Humor, der nicht von allen verstanden wird und schon wird das Introvertiertsein zum Problem. Der Kreis schließt sich. Ich habe damit noch keine guten Erfahrungen gemacht... ich wünschte, es wäre anders. Aber ändern kann ich das leider nicht. Bin für Tipps und Ratschläge offen und dankbar |
Jobs
said:
|
... Ich kenne das auch nur zu gut... Ich habe wegen meiner Introvertiertheit so einiges verloren nicht zuletzt eine Beziehung zu einer Frau die mir sehr wichtig war bzw. ist. Man kämpft jeden Tag einfach auch nur etwas zu sagen, obwohl man sich in seinem Kopf hunderte Varianten überlegt wie man es sagen könnte wird doch nichts ausgesprochen, es macht einen Wahnsinnig weil man es nicht kontrollieren kann. Der einzige Vorteil ist dass das wenn man etwas sagt jener Satz einen im Nachhinein selbst überrascht weil er wirklich gut ankommt. Obwohl man für sich selbst denkt das hätte man noch besser sagen können....Ich versuche es nun seit Jahren schon es in den Griff zu bekommen es ist jedoch nicht leicht, weil man schnell wieder ins alte Muster zurückfällt. Ich beneide die extrovertierten ihnen wird alles in die Wiege gelegt allein dadurch das sie etwas sagen sei es auch noch so geistlos kommen sie im Leben weiter als wir. Das schlimme ist das viele wie ich auch auf Drogen zurückgreifen bei mir ist es der Alkohol um den Geist zu betäuben, sofort zu sagen was man denkt, den endlosen Prüfmechanismus auszuschalten und einfach zu leben. Allein wenn ich getrunken habe kann ich Spass haben was mich zurzeit ziemlich beängstigt und mich die Frage stellen lässt ob es das Wert ist... Es ist verdammt schwer und ich hoffe irgendwann eine Lösung zu finden. Grüsse |
Diana
said:
|
... Ich recherchiere gerade für eine Dokumentation des WDR zu dieser Thematik und fand den Artikel und die Beiträge hier sehr interessant. Zurückhaltende und introvertierte Menschen werden häufig unterschätzt und nicht genug beachtet - im Gegenteil, meist werden sie übergangen und ihre Introvertiertheit wird als Schwäche abgetan. Ich denke auch, dass es ist der richtige Ansatz in seiner Introvertiertheit seine Stärke zu entdecken!!! Viele leiden aber auch sehr unter ihrer Zurückhaltung! Wir alle kennen Situationen, in denen uns die Sprache fehlt. Für manche Menschen gehört diese Sprachlosigkeit aber zum täglichen Leben und sie ist eines ihrer größten Probleme. Viel mehr als ein „Hallo“ kommt einfach nicht über die Lippen. Doch Sprechen ist die einzige Möglichkeit, um mit anderen in Verbindung zu kommen und zu bleiben. Die Folgen dieser Sprachlosigkeit sind häufig sozialer Rückzug, Isolation und Einsamkeit. Die Dokumentation soll das öffentliche Bewusstsein für diese Thematik schärfen. Wir wollen Personen zeigen, denen es schwer fällt, ein Gespräch zu beginnen oder auf eine Unterhaltung einzugehen – mit Fremden, in der Arbeit, mit Bekannten, im Freundeskreis, vielleicht auch in der Familie. Es ist wichtig, die Gesellschaft aufzuklären und mehr Offenheit und Akzeptanz zu schaffen. Ich würde mich über weitere Kommentare und Antworten sehr freuen. |
Avesta
said:
|
... Sehr gute Analyse ! Leider leben wir in einer geradezu extremistischen Extro-Welt, die auf Dauer Gefahr läuft, Introvertierte im Zeitalter von Amokläufen etc. vorschnell als potenzielle Täter, als "gefährliche Sonderlinge" abzustempeln. Auch in der beuflichen Laufbahn ist Introvertiertheit eine 'angeborene Katastrophe', in der schnelllebigen Zeit heute ist kein Platz mehr für Tüftler und gründliche Denker. Mein Postulat (wenn auch utopisch, aber hoffentlich nicht missverständlich): Aufbau eines Introvertierten-Staates/Volkes - wenn nicht gar einer weltweiten "Rasse" (aber nicht rassistisch gemeint). Vielleicht wäre eine solche Abgrenzung eine Lösung und eine Hoffnung für viele Menschen, die in dieser Gesellschaft nicht zurechtkommen - und auf diese Weise mit dem Rest der Welt besser klarkommen. |
Sandra
said:
|
... Schüchtern, heißt auch vorsichtig sein, und das hat schon seine Gründe. Daher würde ich die "Introvertiertheit" als etwas sehr positives bezeichnen Besonders für die eigene Seele und die des Gegenübers. |
susanne11111111
said:
|
... ich finde den text nicht gut. es gibt nicht nur schwarz und weiß - introvertiert und extrovertiert. das führt nur zu einer schubladisierung! |
Monika Brunschwiler
said:
|
... Ein sehr sehr guter Text! Ich sehe mich darin auch wieder, und habe es auch erlebt, dass dann liebenswürdige Mitarbeiter einem für psychisch krank halten, Chefs einem zum Psychiater schicken, etc. Denn in der Wirtschaft sind heute zu viele extrovertierte als Chefs unterwegs und das Resultat haben wir: in vielen Firmen hat es Personalprobleme im Überfluss. Als Lösung bin ich dran ein Guide book zu schreiben und demnächst aufs Netz bringen. Schade ist auch dass der väterliche Führungsstil weg ist. Als ich noch in die Lehre ging, hatte jene Firma ein Personalhaus für Ledige und diverste Häuser und kleine Mehrfamilienhäuser für ihre Arbeitnehmer, eine Kantine die auch ausserhalb der Arbeitszeiten offen hatte, und einen Kinderhort, das war im 1980 - normal - menschlich. Und wie der Artikel schreibt, die introvertierten sind in der Regel die besseren Menschenkenner als die Extrovertierten. Sie interessieren sich mehr um das Wohl der anderen, als die extrovertierten. Die väterlichen Unternehmer von früher habe ich eher als introvertierte Chefs in Erinnerung. Wie sieht Ihr das? |
Heike Baumann
said:
|
... Ich leide sehr unter meiner Introvertiertheit. Ich war deswegen extra beim Psychologen und bin dann krank geworden weil ich während der Therapie schlechte Erfahrungen gemacht habe. Leute rennt deswegen nicht zum Psychologen sage ich Euch! Es gibt eine Menge Menschen die auch introvertiert sind und mit denen man auch Spaß haben kann ohne dabei im Mittelpunkt stehen zu müssen. Man muß sie nur finden... Vielleicht schreibt mir ja mal jemand... |
Sebastian
said:
|
... Hallo, ein super Artikel, der einmal auf den Punkt bringt, das es nicht verwerflich ist, wenn man schüchtern ist. Extreme Schüchternhyeit ist allerdings gerade für Männer oft ein Problem, wenn es darum geht eine Frau zu erobern. Viele Grüße. Sebastian |
sebastian
said:
|
... Zuerst einmal danke für den interessanten Text und eure ganzen Kommentare, konnte mich in vielem wiedererkennen! Eine kleine Anmerkung hätte ich auch noch: Das mit dem "an die Gesellschaft anpassen" darf nicht immer so negativ gesehen werden. Ich persönlich war früher sehr introvertiert und hatte dadurch einige Probleme. Beispielsweise habe ich alles SEHR genau genommen (bestes Beispiel ist dieser Text hier.. früher hätte ich wahrscheinlich 2 Stunden lang herumgetüftelt und das ganze zig mal durchgelesen bevor ich es abgeschickt hätte) Mittlerweile bin ich irgendwo dazwischen (5 mal durchlesen? )- und es ist perfekt! Da ich nun sozusagen beide Seiten kenne, verstehe ich viele meiner Freunde besser und kann flexibler sein. Manchmal "vermittle" ich sozusagen sogar zwischen verschiedenen Freunden und kann so Missverständnisse aufklären. Also, bevor ihr versucht euch selbst selbstzufinden, schaut euch auf jeden Fall an, was es sonst noch alles gibt! |
Julian
said:
|
... Echt verrückt. Dieser Text hat bei mir tausend Fragen gleichzeitig beantwortet und lässt mich meine Partnerin nun viel besser einordnen. Es ergibt Sinn. Ich gehörte wohl zu den Extrovertierten, die einfach nicht aufgeklärt genug sind. ~ Julian |
Sergej
said:
|
... Mit dem Text konnte ich mich eben zu 90% identifizieren. Ich bin auch eher der introvertierte Typ. Vorteile hat mir das Ganze jedoch noch keine gebracht, ganz im Gegenteil. Ich werde wegen meiner Schüchternheit sogar nach der Ausbildung nicht übernommen. Trotzdem bin ich wie ich bin und ich fühle mich wohl in meiner Haut und keiner kann das ändern! |
Joe
said:
|
... also ich finde den text auch sehr gut. Manchmal finde ich es sehr gemein, wenn man z.B. von Lehrern oder Klassenkollegen ausgegrenzt wird, nur weil man ruhig ist... warum soll ich mich ändern, es haut sowieso nicht hin, vielleicht wird es nur noch schlimmer! Ich öffne mich eben schwer und smalltalk ist einfach nichts für mich kann auch nix dafür! Ich bin halt so wie ich bin! und dass stimmt echt das andere die sich andauernd in den vordergrund drängen in der schule besser ankommen. naja es muss weitergehen... ich habe im praktikum auch ein sehr schlechtes feedback bekommen nur weil ich eben etwas ruhiger bin, ist wirklich sehr gemein aber was solls... |
greenfinch
said:
|
... http://www.psychologie-heute.d...t1101.html Aktuelle Ausgabe Psychologie heute: "Stille Menschen Das Geheimnis der Introvertierten" |
Linda Viviane
said:
|
... Das hier, war mir persönlich, eine sehr informative Abhandlung… Ich halte mich auch ~ schon länger ~ für introvertiert und wurde leider oft ~ für arrogant, unnahbar oder auch feindsinnig gehalten. Schreibe, seit nahezu 38 Jahren gereimte Gedichte, die mir immer ein Ventil waren, Gut-Durchdachtes festzuhalten. In meiner Schulzeit, hielten mich die Lehrer für eine Träumerin, weil sie mich vom Unterricht abwesend wähnen ~ stattdessen gab ich mir aber für alles Mögliche, selbst eine Antwort, weil ich nie aufzeigen und etwas laut hinterfragen wollte. Unter Bemerkungen, in meinem Schul-Zeugnis, standen auch immer entsprechende Hinweise, wie ich mich zu ändern hätte, um ein weiteres Schuljahr erfolgreicher zu absolvieren. Irgendwann fiel auch der Begriff Autismus ~ unter meinen Lehrern, weil man mich für gesprächsunfähig erachtete und ich erst ~ aus mich raus kam, wenn ich direkt angesprochen wurde. Später, übertraft ich dann aber sogar Studierte ~ mit meinen Meinungen und Einstellungen und schmunzelte vor mich hin, über deren Überraschtheit. Mein langjähriger Freundeskreis, wendet sich sogar mit allem Indiskreten an mich, dass andere gleich breittreten würden, womit ich ~ kaum hausieren würde. Ich kenne auch nicht das Verlangen, sie untereinander bloßzustellen. Trotzdem, bin ich ein stiller Beobachter, dem nichts ~ zu entgehen scheint. Habe auch ein sehr gutes Gedächtnis, dass mir at hoc schon in vielen Lagen hilfreich war, wo andere ahnungslos ~ anfingen an Schutzengel zu glauben. Meine Intuitionen ~ ließen mich jedenfalls ~ noch nie im Stich. Zudem, hab ich den Mut mit Traditionen zu brechen, die mir aufgrund langer Hinterfragungen, bloß als fremdbestimmter, alltäglicher Ballast erscheinen. Vermisse nichts, wenn ich alleine ~ zu allen Feiertagen bleibe und einfach das mache, wonach mir mehr ist. In meinen zwei späteren beruflichen Umschulungen, wurde ich sogar gemobbt, weil man mir alles möglich anzudichten schien, obschon ich mit den Klausuren, den anderen eine Nasenlänge voraus war. Sie wähnten Spickzettel bei den Arbeiten in meiner Nähe und ließen die Dozenten, bei mir überprüfend entlang gehen. Pech, man fand nie etwas und meine erreichten Zensuren, stimmten mich dann besonders glücklich. Als ich in jungen Jahren noch kellnerte, haben mich oft Gäste gefragt: “Fräulein, können sich auch lachen?“ Ich hab einmal geantwortet: “Haben sie schon mal einen Buchhalter, bei seiner Arbeit, lachen sehen?” Inzwischen mach ich letzteres als Bürokauffrau ~ mit einem Schmunzeln, weil es mir Spaß mach, mit Unternehmer-Zahlen umzugehen. Meine gewissenhafte Umsichtigkeit, hat mir auch beruflich viel Vertrauen eingebracht, das ich nie mit Füßen trat. Ich rauche, trinke und tanze nicht, was mir auch kein Disco-Verlangen einräumt, wodurch sich die erlebnishungrigen Extrovertierten ~ schon oft den blauen Montag ~ gleich auf eine ganze Kranken-Woche einräumten. Wobei ich zu meinem Selbstschutz ~ längst nüchtern NEIN zu sagen weiß, brauchen viele Mitmenschen fortwährende Wiederholungen und wähnen wohl deshalb, als für normal. Ich hab folglich ~ gar nicht die Absicht, mich ~ für andere zu ändern, ganz egal ~ ob sie mich unter- oder überschätzen, ich weiß, was ich kann und muss mich nicht mehr ~ an andere messen. |
Sven
said:
|
... Habe mich in diesen Text zu 99% wiedererkannt, obwohl ich auch Eigenschaften habe, die eine extrovertierte Person hat. Sprüche wie "lach doch mal" oder "Schau nicht so ernst" lassen mich zwar doof darstehen, doch wenn man einen gekonnten Spruch âlâ "Ich bin eig. ein ganz lustiger Typ" loslässt, kann daraus ein echt lustiges gespräch entstehen. Leute, bleibt so wie ihr seid, auch wenn es manchmal etwas schwer ist!!! |
Nadine
said:
|
... Ich finde den Text sehr gut! Er soll den leisen Menschen unter uns Mut machen, so wie sie sind wieter zu machen! Nicht jeder steht gern im Mittelpunkt! Und gute Zuhörer sind äußerst notwendig für die ganzen schätzer! ![]() ![]() ![]() |
.Bla
said:
|
... Danke für diesen Text. Obwohl ich zwar finde, dass er etwas einseitig geschrieben ist.. Wo am Anfang noch betont wurde, dass beide Eigenschaften gleich viel wert sind, werden dann doch "Die Extrovertierten" etwas zu sehr in den Boden gestampft und zu wenig auf sie eingegangen. Außerdem ist mir das zu krass schwarz-weiß mäßig. Es gibt ja nicht nur komplett extro- und komplett introvertierte Menschen! Aber insgesamt fühle ich mich doch sehr angesprochen und einige Passagen sagen wirklich genau das aus, womit ich mein Leben lang zu kämpfen hatte. Probleme in der Schule, wenn man nicht einfach nur Blödsinn vor sich hin gesabbelt hat, Probleme damit, mich in Gruppen zu integrieren, "Lach doch mal" usw... Früher hat mich das sehr gestört und ich habe krampfhaft versucht, mich zu verändern, ganz bewusst, um besser klar zu kommen in dieser Gesellschaft. Mitlerweile komme ich immer besser damit klar, kann auch mal meine Hemmungen fallen lassen, nehme mir aber auch die Zeit die ich brauche, wann ich will und scheiße drauf, wenn jemand mich als Spielverderber abstempelt- bin eher stolz darauf, zu sein wie ich bin. Ich weiß mitlerweile genau, dass ich toll so bin wie ich bin. Von daher hat mich dieser Text sehr gerührt, schön auch mal etwas positives aus einem anderen Mund über introvertierte Menschen zu hören! |
zufälliger Leser
said:
|
... Ich bin begeistert von der oben genannten Darstellung und kann folgendes ergänzen: Ich fühle mich auch als introvertierter Mensch, bin trotzdem Geschäftsführer eines großen Unternehmens geworden. Analytische Fähigkeiten, gut zuhören können, gute Menschenkenntnisse sind doch mittlerweile viel wichtiger geworden als Quatsch mit Soße zu produzieren. In der heutigen Zeit zählt zum Glück die Leistung, und immer weniger Vitamin B (Beziehung). Selbstdarsteller sind auch nicht mehr so oft gefragt, vor allem wenn da nur warme Luft raus kommt. Früher war das anderst! Von daher ist die Welt ein Stück gerechter geworden |
crow
said:
|
... Sehr, sehr schön geschrieben. Auch mich haben diese Zeilen aufgemuntert, es ist eine schöne Bestätigung, dass man nämlich nicht alleine da steht. Also... vielen Dank dafür. |
Daniel
said:
|
... In dem Artikel kene ich mich gut wieder und er macht mir echt Mut da ich erst dachte, dass mit mir etwas nicht stimme. Das Introvetiert sein macht mir ziemlich Probleme: da ich nur etwas sage wenn ich wenn ich auch was zu sagen hab und nicht dauernt rumschreihe oder scheise baue um im Mittelpunkt zu stehen. Das macht mich zum Ausenseiter in der klasse ![]() ![]() da alle anderen in meiner Klasse extrovertiert sind und ich weis nicht wie ich damit umgehen soll![]() ![]() . FÜH RATSCHLÄGE WÄRE ICH SEHR DANKBAR. ![]() ![]() ![]() |
sina
said:
|
... Wow, das beschreibt mich ja richtig gut nur das ich wirklich Depressionen habe und ich bin wirklich ungesellig .. also um ehrlich zu sein- Ich bin ein Misanthrop, aber introvertiert war ich schon immer. Und klar ist das in der Schule so, dass die Laberbacken immer gute Noten kriegen - Lehrer interessiert die Qualität der Beiträge nicht. Darunter habe ich auch immer zu leiden- was ich sage ist immer richtig, aber die ganze Stunde pausenlos labern tu ich nicht! Der Text ist klasse, 99ig; zutreffend! |
Mee
said:
|
... Ich muss sagen dieser Text hat mich total aufgebaut. Ich habe am Samstag stundenlang geweint, weil ich immer der blöde Außenseiter bin, keine Freunde habe, Partys hasse und alle von mir verlangen anders zu sein. Dazu kommt noch der berufliche Misserfolg, ich darf keine Floristin werden, weil ich zu ruihig bin obwohl mir das Praktische einfach liegt! Das ist zum verzweifeln! Ich will mich nicht verstellen. Ich lese den Text jetzt immer wenn ich total unten bin, um zu begreifen, dass es da draußen noch andere geben muss, die so sind wie ich. |
julia
said:
|
... wow, dieser text beschreibt mich echt aufs genaueste! wie oft habe ich den satz gehört "lach doch mal". ich hasse es, jedes mal zieht mich sowas runter. es nervt mich. ich habe das gefühl, mich versteht niemand. es tut gut, wenn ich diesen text lese, weil er einfach so zutreffend ist. ICH BIN NICHT ALLEIN es ist echt schwer für mich, damit umzugehen, dass alle so anders sind. ich suche gerade eine ausbildungsstelle als zeichnerin. ich glaube das würde zu mir passen, aber ich habe angst, dass sie mich nicht nehmen, weil ich zu still bin. es ist echt schwer...ich kann sehr gut sein, wenn ich es will, aber ich wirke halt nicht so. jeder sucht einen motivierten mitarbeiter, aber ich wirke nicht so. ich bin mit mir zufrieden, ich bin gerne introvertiert, aber wenn ich mich verstellen muss und kontaktfreudig und offen sein muss, versage ich. dann wünsche ich mir immer, jemand anderes zu sein |
Chrissi
said:
|
... Ich finde den Text auch sehr gut, weil er tatsächlich mich selbst reflektiert. Ich dachte ja immer, ich wäre quasi "einzigartig" (im negativen Sinn gesehen) oder irgendwie falsch gestrickt - jetzt hier die Kommentare zu lesen, tut einerseits gut, weil man sich gerne in Anderen wiederfindet und es einem das Gefühl gibt, damit nicht allein dazustehen, andererseits: wo sind sie nur, die Gleichgesinnten, warum trifft man so selten auf introvertierte Menschen? Manchmal denke ich, hey, es ist ok wie du bist, du schlägst dich gut durchs Leben, und dann kommt wieder ein Kommentar, ein gutgemeinter Ratschlag oder ein schiefer Blick, und alles Selbstwertgefühl ist wieder futsch. Es sollte mir endlich egal sein, was andere von mir denken! Danke für diesen Artikel! |
heike
said:
|
... Ich sehe mich auch eher als introvertiert. Habe gerade einen Kurs Inpovisations-Theater hinter mir. Traf dort auch eine Gleichgesinnten. Wir hatten großen Spaß und konnten richtig aus uns herauskommen. Das kann ich nur empfehlen. |
Anja
said:
|
... Während meiner Ausbildung war ich nacheinander in 2 Abteilungen - für jeweils ca. 1 1/2 Jahre. In der ersten Abteilung waren nur Extrovertierte - und ich als einzige Introvertierte Es war schrecklich! Ich habe es nicht geschafft, mit irgend jemand "warm" zu werden, alle kamen viel zu laut und poltrig auf mich zu u. ich wurde nach kurzer Zeit als "doof, faul, kann nix, will nix können" abgestempelt und musste irgendwelche Handlangertätigkeiten machen. In der zweiten Abteilung: lauter eher ruhige, heitere, fröhliche Leute, die kein Problem hatten, dass ich still & introvertiert bin. Dort habe ich Anschluss gefunden und bin prima mit allen zurechtgekommen |
Shotbyher
said:
|
... Also ich leide doch ziemlich darunter ständig als Aussenseiter dazustehen, nicht das es mich stört allein zu zu sein, bin ich nämlich sehr gern, sondern ausgegrenzt zu werden nur weil einem egal ist wie blau der Himmel ist, wirft man dann doch mal etwas ein was irgendwie etwas tiefsinniger erntet man komische Blicke. Allerdings muss ich sagen woher soll jemand auch wissen das ich nicht mit oder ihr rede, nicht weil ich ihn oder sie nicht mag sondern einfach nichts zu sagen habe. dasselbe gilt ja wenn mich ein extrovertierter Mensch "volllabert", macht er warscheinlich auch nicht um mir auf die Nerven zu gehen. Der text hat mir übrigens sehr gut gefallen. |
Chrissy
said:
|
... Also in der Schule habe ich so gar kein problem :/ Ich sage éigentlich sehr oft was und meine mündlichen Noten sind auch dementsprechend gut. Gruppenarbeit ist auch nicht so das Problem. Die einzige Aussage die voll auf mich zutrifft ist das mit den Partys. Ich hasse es total wenn alle sagen: HEY du MUSST doch mal raus bla bla... Vor allem meine Mutter nervt damit immer -.- Ich gehe ja gerne mal raus, aber nur dann wenn ich will und mit Leuten die ich kenne. Ich kann Menschen sehr gut und sehr schnell einschätzen und wenn ich sie nicht mag, wenn rede ich auch nicht mit ihnen. Und ich bin sehr gerne öfters für mich alleine. |
alexandra
said:
|
... die beschreibung über introvertierte menschen finde ich auch sehr gut getroffen. wie "ich" schon erwähnte gefällt auch mir die überschrift "ist schüchtern sein falsch" auch nicht. der titel "die wahrheit über introvertierte" ist dann schon wieder treffend. ich bin auch -ich sag mal- hochgradig introvertiert und obwohl ich weiss, dass ich sehr sehr oft nicht so denke wie viele meiner mitmenschen, weil ich introvertiert bin, macht es mir doch gefühlsmässig sehr oft was aus, dass ich "jetzt" schon wieder "anders" denke als sie. ich habe sehr oft das gefühl ich bin ein aussenseiter !!! und ich habe auch sehr sehr oft das gefühl, dass andere mich nicht verstehen. bezüglich den intensiven gesprächen geht es mir genauso. so oberflächliches "bla-bla" liegt mir nicht. ich merke aber auch, dass ich meine mitmenschen mit meinen intensiven gesprächen überfordere. und das hat dann wieder zur folge, dass ich mich innerlich wieder zurückziehe und schon haben meine mitmenschen den eindruck ich wolle nix mit ihnen zu tun haben und ich sei ein sonderling.... eine katze die sich immer wieder in den schwanz beisst... |
Ich
said:
|
... Was mir an oben stehendem Text sehr sauer aufstößt: Die Überschrift "Ist Schüchternheit falsch" - ich bin nicht schüchtern, ich bin introvertiert; der Bezug auf Primaten und Instinkte Was für ein Blödsinn! Ich habe meine Introvertiertheit nie als Belastung angesehen, angesichts der Vorteile, die diese Charaktereigenschaft mit sich bringt. Allein, in punkto Freundschaften die Spreu ganz schnell vom Weizen trennen zu können. Die Bezeichnung "langweilig" spricht Bände... Zu dem Kommentar mit dem Satz "Was wäre das für eine Welt in der keiner mehr über quatsch mit soße redet und man sich gegenseitig nurnoch tief bedeutende blicke schickt." Genau - danach sieht die Welt auch aus. Nach Quatsch mit Soße! |
Daniel
said:
|
... Ich bin introvertiert und leider sehr darunter. Es tut einfach sehr doll weh wie wenig extrovertierte Menschen sich in "uns" hineinversetzen bzw. wollen/können. Sprüche wie "lach doch mal!" "langweiler!" oder "wie du hast nichts am Wochenende gemacht" "warum kommst du nie mit" etc. machen es uns noch schwieriger, denn wir stoßen Leuten vor den Kopf, obwohl wir sie vielleicht mögen. |
taxi
said:
|
... Zur Aussage der Mitarbeit im Unterricht. Ich hatte noch nie ein Problem damit im Unterricht meine Meinung und meine Gedanken darzustellen. Mir fehlt es viel mehr schwer in größeren Gesellschaften/Gruppen offen und ehrlich über mich zu reden, also ein Hinweiß auf ein introvertiertes Dasein. Nun sehe ich in meinem Fall abba einen Wiederspruch. Taxi |
Linda
said:
|
... Danke. Der Text gibt mir Mut so zu sein wie ich bin.Es ist trotzdem schwierig in der Gesellschaft einen Halt zu finden.Ich muss dauernt versuchen kommunikativ zu bleiben,damit ich nicht ausgeschlossen werde. Außerdem werde ich leicht übersehen,weil ich noch klein bin. |
Meimei
said:
|
... introvertierte menschen, dazu zähle auch ich mich,sollten ruhig leben, was sie sind, da hilft eh keine biegen und kein brechen nur akzeptanz, die leider gottes viel zu häufig in unserer schnelllebigen, leistungsgeprägten und lauten gesellschaft irgendwo ins nichts verschwindet - dabei heißt es doch: "in der ruhe liegt die kraft!" |
claudia
said:
|
... ich selbst bezeichne mich auch als introvertiert, aber so klasse und überzeugend, wie in diesem text beschrieben, kann es glaube ich, keiner mehr ausdrücken. ich sage nur: respekt, respekt, respekt |
Gast
said:
|
... Ziemlich contra-extrovertiert oder? Also an sich ja eine ganz nette sache dieser text, aber für viele berufe ist extrovertiertheit einfach pflicht. Was wäre das für eine Welt in der keiner mehr über quatsch mit soße redet und man sich gegenseitig nurnoch tief bedeutende blicke schickt. "Vernünftig sein heißt auch manchmal unvernünftig zu sein." Jeder ist sowohl extrovertiert und introvertiert nur zu anderen zeitpunkten. Manch einer philosophiert nachts im dunkeln manch einer auf einer party. Mir ist der Artikel insgesamt zu seinseitig. |
Tom
said:
|
... Vielen Dank für diesen großartigen Beitrag. Ich kann mir damit erklären, warum ich im Job Probleme habe, respektiert zu werden. Gleichzeitig zeigt er mir, dass nicht (nur) mein Verhalten daran Schuld ist, sondern wohl auch die Kollegen, denen es schwer fällt, mit meiner Introvertiertheit umzugehen. |
ulli
said:
|
... ich finde diesen text fantastisch, da er den introvertierten charakter sehr gut widerspiegelgt. ich selbst gehöre zu der "introvertierten spezies" und muss in unserer gesellschaft, in der stärke oftmals (und oftmals fälschlicherweise, wie hier ja auch beschrieben wird) mit extrovertierheit gleichgesetzt wird,aus eben jenem grund immer wieder mein selbstwertgefühl schützen. vielen dank für diese passende darstellung der positiven eigenschaften von introvertierheit, findet man zu diesem thema doch viel zu häufig "tipps", extrovertierter zu werden (was sich alles andere als positiv auf das eigene selbstbewusstsein auswirkt) |
Queens
said:
|
... Ein guter Text, der mir das Verhalten meiner beiden Männer (Partner und Sohn) deutlich macht; mir fällt das Zusammensein mit diesen introvertierten Spezies schwer - sie sprechen nicht viel, sind gerne alleine (und dabei zufrieden) - ich als extrovertierter Typ langweile mich zu Tode manchmal mit den beiden - eine schwierige Konstallation! |
Jacob P.
said:
|
... Ein brillanter Artikel, der es genau auf den Punkt bringt! Ich selbst habe, trotz der Tatsache, dass ich ein eher introvertierter Mensch bin, der viel nachdenkt, analysiert, aufmerksam beobachtet und zuhört, Soziale Arbeit studiert (Note: 1,6!!!) und weiß menschliche Gesellschaft durchaus zu schätzen (zumindest so lange diese nicht zu groß, zu laut und zu chaotisch ist). "Introvertiert" bedeutet nicht gleich "sozial inkompetent", im Gegenteil. Oder ist es neuerdings unsozial, zuerst zu denken, bevor man handelt? Liebe "Mitintrovertierte", traut euch! Steht zu dem was ihr seid! Es kann ja wohl nicht sein, dass wir die Gesellschaft den Extrovertierten überlassen, oder? Was für eine langweilige Welt wäre das doch, wenn es uns nicht gäbe... |
extec
said:
|
... Brilliant selten so einen guten Text gelesen und, naja wie soll ich sagen mich selbst erkannt trifft es wohl am besten. Ich fühle mich anders ich als andere Leute ein wenig Ausgestossen zum Teil und doch möchte ich so sein wie ich bin. Ich danke dir für diesen Artikel Gruss extec |
Guido
said:
|
... Introvertiert trift es bei mir genau habe keine Probleme mit guten Freunden sind zur zeit grade zwei aber neue kennenzulernen da ist alles wieder im Wege sage nur Vertrauen fassen und Selbstkontrolle bewahren |
karina
said:
|
... interessant diesen text zu lesen, um mit seinen mitmenschen einfach besser umgehen zu können. ich denke aber, dass die meisten menschen zwischen extravertiert und introvertiert liegen. ich z.b. auch. aber auf jeden fall danke für den aufklärenden text. mir ist jetzt bwusster, wie ich auch mit meinen kindern besser umgehen kann. karina |
| Ähnliche Hilfe / Beratung: |
|---|
|



ich geh eigentlich total gern auf partys, ich liebe es und ich liebe es auch mit vielen leuten zusammen zu sein und dass die leute sehen, dass ich auch dazugehör. nur leider wünsch ich mir immer dass ich mich mehr einbringe... stattdessen red ich immer nur mit leuten die ich gut kenn und mir fällts echt schwer, neue kontakte zu knüpfen... das belastet mich schon sehr.. heute bin ich eigentlich auch auf ner party von meiner cousine eingeladen und ich würd total gern hingehn, aber ich trau mich einfach nicht... weil ich ihre ganzen freunde nicht kenne... so ein mist. das ärgert mich immer so. ich find ich bin im laufe der jahre schon viel selbstbewusster geworden und hoffe dass es sich noch mehr verbessert...
Besonders für die eigene Seele und die des Gegenübers.
