{"id":4476,"date":"2012-06-12T10:39:46","date_gmt":"2012-06-12T08:39:46","guid":{"rendered":"http:\/\/neuropoolwp-com.beast-hosting.com\/2012\/06\/12\/warnzeichen-fuer-gestoertes-essverhalten\/"},"modified":"2012-06-12T10:39:46","modified_gmt":"2012-06-12T08:39:46","slug":"warnzeichen-fuer-gestoertes-essverhalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.neuropool.com\/en\/reports\/society-2\/warnzeichen-fuer-gestoertes-essverhalten.html","title":{"rendered":"Warning signs of disturbed eating behaviour"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"newimages\/2012\/Ess-St%C3%B6rungen.jpg\" alt=\"Eating disorders\" width=\"450\" height=\"318\" \/><\/p>\n<p>People of all ages and both genders can suffer from eating disorders. Eating disorders can be caused by trauma, peer pressure, genetic predisposition and social norms, among other things. The earlier an eating disorder is recognised, the better the prognosis. Unfortunately, most cases are only recognised and treated after more than a year.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Magersucht (Anorexia)<\/strong><\/p>\n<p>Medizinisch wird Magersucht zwar als Appetitlosigkeit bezeichnet, doch ist es nicht der Mangel an Appetit, sonder das Leugnen und Ignorieren des Hungergef\u00fchls, dass zu extremem Gewichtsverlust und krankhaftem Essverhalten f\u00fchrt. Als magers\u00fcchtig bezeichnet man Menschen, deren K\u00f6rpergewicht 15% oder mehr unterhalb ihres Idealgewichts liegt. <br \/>F\u00fcr den Au\u00dfenstehenden wird Magersucht relativ schnell offensichtlich. Was man jedoch nicht sieht, ist das, was im Innern des Magers\u00fcchtigen vergeht. Menschen, die zur Magersucht neigen, leiden an Unsicherheit, Depression, Einsamkeit, Perfektionismus, Unzufriedenheit mit dem eigenen K\u00f6rper und Kontrollverlust. Diese steigern sich zu extremer Angst vor Gewichtszunahme, Besessenheit mit Gewichtskontrolle und verzerrte Wahrnehmung des eigenen K\u00f6rpers. <br \/>Wenn Au\u00dfenstehende den Menschen bereits zu d\u00fcnn finden, sieht der Magers\u00fcchtige sich selbst immer noch als zu dick.<br \/>Wie bei allen Essst\u00f6rungen beginnen die Anzeichen allm\u00e4hlich und werden mit der Zeit schlimmer. Typische Warnzeichen sind das Eliminieren bestimmter Lebensmittel, das Essen winziger Happen, extrem langsames Essen, Desinteresse an Essen in Gesellschaft und Unbehagen in spontanen, gesellschaftlichen Situationen, die mit Essen zusammen h\u00e4ngen. <br \/>Das Einnehmen von zu wenigen Kalorien f\u00f6rdert besessenes Denken an Essen, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Apathie, Depression und sexuale Funktionsst\u00f6rungen. Daneben wird der Stoffwechsel gest\u00f6rt und dasImmunsystem durch Schlafmangel und geringer Muskelkraft geschw\u00e4cht. N\u00e4hrstoff- und Vitaminmangel durch unzureichende Nahrungsaufnahme steigert neben gesundheitlichen Sch\u00e4den Nervosit\u00e4t und \u00c4ngstlichkeit.<\/p>\n<p><strong>Bulimia<\/strong><\/p>\n<p>Bulimie erkennt man an charakteristischen Ess-Attacken, gefolgt vom Gang zur Toilette, um das soeben Gegessene wieder aus dem K\u00f6rper herauszubekommen. Durch selbst erzeugten Brechreiz wird unverdaute Nahrung aus dem Magen entfernt, bevor der K\u00f6rper diese in Kalorien umwandeln kann. Alternativ werden Durchfallmittel missbraucht. <br \/>Bulimie-Kranke, die nicht nach dem Essen erbrechen, verbringen mehrere Tage oder Wochen nach der Ess-Attacke mit exzessiver Gewichtskontrolle, Fasten und Besessenheit mit der K\u00f6rperstatur. <br \/>Warnzeichen f\u00fcr Bulimie sind die Aufnahme ungew\u00f6hnlich gro\u00dfer Mengen an Nahrung, h\u00e4ufiger Gang zur Toilette unmittelbar nach dem Essen gr\u00f6\u00dferer Mengen, Wechsel zwischen Fasten und Ess-Attacken und heimliches Essen. Auch neigt der Kranke zu Besessenheit mit Sport. Wunde Stellen an Fingern oder Kn\u00f6cheln k\u00f6nnen sichtbar werden, die durch das Erzeugen des Brechreizes entstehen.<br \/>Wie bei der Magersucht fixiert sich der Kranke auf sein K\u00f6rpergewicht. Sein Selbstbild wird extrem schlecht und er neigt zu Depression und Nervosit\u00e4t.<\/p>\n<p><strong>Orthorexie<\/strong><\/p>\n<p>Unter Orthorexie versteht man besessenes Fixieren auf gesundes Essen. Offiziell ist dies nicht als Krankheit anerkannt, doch die Besessenheit mit &#8222;richtiger Ern\u00e4hrung&#8220; kann \u00e4hnliche Symptome wie andere Essst\u00f6rungen verursachen. Wer an Orthorexie leidet, verbringt einen Grosssteil seiner Zeit mit der Auswahl der richtigen Lebensmittel und leidet an Selbsthass, wenn er mit ungesunder Nahrung &#8222;ges\u00fcndigt&#8220; hat. Er neigt dazu, sich gesellschaftlich zu isolieren. Die extreme Konzentration auf die Ern\u00e4hrung verursacht Stress und vermindert die Lebensqualit\u00e4t durch die Abwesenheit von Freude und Genuss. Begleitet wird die Besessenheit mit gesunder Ern\u00e4hrung mit extremer Bewegung, Fixieren auf das K\u00f6rpergewicht und Nervosit\u00e4t. Auch hier liegen emotionale Gr\u00fcnde hinter den Symptomen, die behandelt werden m\u00fcssen.<br \/>Da viele herk\u00f6mmliche Di\u00e4ten Einschr\u00e4nkung bestimmter Nahrungsmittel voraussetzen, wird Orthorexie oft mit normalem Fasten oder Di\u00e4ten verwechselt. <br \/>Die Anzeichen werden oft \u00fcbersehen, denn die Werbung versucht die Aufnahme gesunder Lebensmittel zu f\u00f6rdern und \u00dcbergewicht ist ein gesellschaftliches Thema. Wenn eine Person extrem sorgf\u00e4ltig auf die Ern\u00e4hrung achtet, sehr langsam isst und besessen mit den Inhaltsstoffen der Lebensmittel isst, wirkt es oft gesundheitsbewusst, w\u00e4hrend es bereits zu krankhaftem Verhalten ausartet.<\/p>\n<\/p>\n<p><strong>Ess-Sucht (Binge-Eating-St\u00f6rung)<\/strong><\/p>\n<p>Alle Formen der Ess-Sucht beinhalten h\u00e4ufige Ess-Attacken, negatives Selbstbild und Depression. Menschen, die an der Binge-Eating-St\u00f6rung leiden, erbrechen allerdings nach dem Essen nicht. Sie k\u00f6nnen ein normales K\u00f6rpergewicht halten oder Gewicht zunehmen. In manchen F\u00e4llen f\u00fchrt die Ess-St\u00f6rung zu \u00dcbergewicht.<br \/>Warnzeichen f\u00fcr die Krankheit sind die Unf\u00e4higkeit, mit dem Essen aufzuh\u00f6ren, hastiges Herunterschlingen gr\u00f6\u00dferer Mengen Nahrung, kontinuierliches essen, auch wenn der Magen voll isst und heimliches Essen. Vor anderen wird meist normal gegessen, die Ess-Attacken werden in Heimlichkeit gemacht. Es gibt oft keine festgesetzten Mahlzeiten, sondern chaotische Nahrungsaufnahme \u00fcber den Tag verteilt.<br \/>Trotz starker Gewichtszunahme sieht man einen Ess-S\u00fcchtigen h\u00e4ufig nicht bei der Aufnahme gro\u00dfer Mengen an Nahrung. Werden sie gefragt, so geben sie oft an, nicht zu wissen, warum sie zunehmen oder sie geben eine k\u00f6rperliche St\u00f6rung (zum Beispiel ein Schilddr\u00fcsenproblem) an.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\">Bild: Selbstanalyse der Ess-St\u00f6rung der K\u00fcnstlerin Maria Raquel Cochez<\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>People of all ages and both genders can suffer from eating disorders. Eating disorders can be caused by trauma, peer pressure, genetic predisposition and social norms, among other things. The earlier an eating disorder is recognised, the better the prognosis. 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