Card game Skat

Canasta

Kartenspiel Canasta

Canasta wurde um 1949 in Argentinien erfunden und gehört heute zu den beliebtesten Kartenspielen in der ganzen Welt. „Canasta“ bedeutet „Korb“. In diesem Korb soll der Spieler soviele Punkte wie möglich sammeln.

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Canasta wird mit zwei Kartenspielen zu je 52 Karten gespielt, sowie 4 Jokern. Insgesamt wird also mit 108 Karten gespielt. Die Farben Kreuz, Pik, herz und Karo haben keine unterschiedliche Bedeutung, wichtig ist aber ihr Zahlenwert.

 

Rote Drei = 100

Joker = 50

As = 20

Zwei = 20

König = 10

Dame = 10

Bube = 10

Ten = 10

neun = 10

Acht = 10

Sieben = 5

Sechs = 5

Fünf = 5

Vier = 5

Schwarze Drei = 5

 

Bekommt ein Spieler während des Spiels alle vier Roten Dreien, werden die Punkte doppelt gerechnet; die vier Roten Dreien erhalten, also zusammen 800 Punkte.

 

neben den vier Jokern gibt es noch acht „unechte“ Joker, nämlich alle Zweien. Die insgesamt 12 Joker können als beliebige Karte eingesetzt werden, außer als Dreien.

Das Spiel ist für 2 bis 6 Personen. Bei 2 Spielern spielt jeder für sich, bei 4 Spielern werden zwei Parteien gebildet; bei 5 Spielern werden zwei Parteien aus 2 bzw. 3 Spielern gebildet, von denen reihum einer aussetzt. 6 Spieler können entweder zwei Parteien mit je 3 Spielern oder drei Parteien mit je 2 Spielern bilden. Es bilden jeweils die gegenüber sitzenden Spieler eine Partnerschaft.

 

Die Karten werden von links nach rechts gegeben, jede Karte einzeln. Bei 2 Spielern bekommt jeder 15 Karten, bei 3 Spielern 13, bei vier Spielern 11.

 

Canasta with 5 players

Canasta with 6 players

 

Die restlichen Karten kommen verdeckt in die Mitte, die oberste wird umgedreht und neben den Stapel gelegt. Ist die offene Karte ein Joker oder eine Rote Drei, muss eine weitere Karte aufgedeckt werden. Der erste Spieler hat die Möglichkeit, diese Karte aufzunehmen, die kein Joker und keine Rote Drei sein darf.

Nach dem Geben stellen die Spieler fest, ob sie Rote Dreien in der Hand haben. Ist das der fall, müssen diese offen vor ihnen auf den Tisch gelegt werden. Dafür nimmt er eine Ersatzkarte vom Stapel. Die Roten Dreien können nur dann gewertet werden, wenn der Besitzer sie „gemeldet“ hat, bevor der Gegenspieler spielt. Ansonsten werden die Punkte in gleicher Höhe als Minuspunkte gezählt.

Der Reihe nach nimmt jeder Spieler entweder die offen gelegte oberste Karte neben dem Stapel oder eine neue Karte vom Stapel und legt eine Karte offen auf den Stapel der Aufkarten. Dadurch können die Karten in der Hand so getauscht werden, dass die Sätze oder Figuren ergeben.

Sätze oder Figuren sind Kartengruppen von mindestens drei gleichwertigen Karten (drei Achten, drei Damen usw.), wobei auch mehr als drei Karten pro Satz erlaubt sind. Die unechten Joker können für die Sätze unter folgenden Bedingungen angewandt werden:

Ein Dreiersatz darf nur einen Joker enthalten.

Ein Vierersatz oder Fünfersatz darf höchstens zwei Joker enthalten.

Ein Sechsersatz oder Siebenersatz darf höchstens drei Joker enthalten.

 

Ein Siebenersatz wird Canasta genannt und ist das angestrebte Ziel. Zum erfolgreichen Abschluss eines Spiels muss mindestens ein Canasta gemeldet werden. Die Punkte für einen Canasta sind hoch: ein echter Canasta, der nur aus echten Karten besteht, bekommt 500 Punkte, ein gemischter Canasta mit Jokern 300. Im Verlauf des Spiels kann ein Dreiersatz nach und nach zum Canasta ausgebaut werden und dann gemeldet werden. Ein Austausch von Jokern gegen echte Karten innerhalb eines Canasta gegen nachträglich genommene Karten ist nicht mehr möglich.

Vollständige Sätze und Canasta werden von den Spielern gemeldet und offen ausgelegt. Die erste Meldung und damit das erste Auslegen darf erst eintreten, wenn der Einzelspieler oder Partner mit dem Gegenwert der auszulegenden Karten die vorgeschriebenen Mindestwerte erreicht.

 

Mindestwerte:

Die Mindestwerte richten sich danach, wieviel Punkte von den jeweiligen Spielern in den vorherigen Spielen bereits erreicht wurden. Bei 0-1595 Punkten ist der Mindestwert 50 Punkte, bei 1500-2995 90 Punkte, bei 3000 und mehr 120 Punkte. Gibt es nur Minuspunkte, beträgt der Mindestwert 15 Punkte. Es reicht, wenn einer der Partner den Mindestwert erreicht hat, da der Partner bei ihm anlegen darf.

 

Beispiel: Ein Spieler hat drei Könige und drei Sechsen, die er beide auf einmal melden könnte. Da die Punkte der beiden Sätze aber nur 45 ergeben und mindestens 50 für die erste Meldung erforderlich sind, muss er warten, bis er selbst oder jemand anders eröffnen kann.

 

Nach der ersten Meldung ist kein Mindestwert mehr erforderlich. Ab jetzt kann der Partner oder man selbst an den eigenen Karten anlegen.

Ein Spieler kann statt der obersten Karte vom Stapel auch die oberste offene Karte des Paketes aufnehmen, muss dann aber das ganze Paket, also alle darunter liegenden Karten mit aufnehmen. Bis zur ersten Meldung ist dieses Paket blockiert. Wer nach der ersten Meldung selbst noch nicht ausgelegt hat, kann dieses Paket nur dann bekommen, wenn er zwei gleichwertige Karten wie die oberste des Paketes bereits besitzt und mit diesen Karten Figuren des jeweiligen Mindestwertes wird auslegen können. Derjenige, der bereits gemeldet hat, kann das Paket nehmen, wenn er nur eine gleichwertige Karte hat und mit einem Joker zusammen einen Dreiersatz bilden kann. Er kann das Paket auch dann nehmen, wenn die oberste Karte zu einer seiner bereits ausgelegten Figuren passt. Man nimmt zunächst nur die oberste Karte des Paketes auf und legt des Satz mit seinen vorhandenen Karten sofort auf, bevor der Rest des Paketes genommen werden darf. So beweist man, dass man Anspruch auf das Paket hat. Nach dem Aufnehmen des Paketes können mit diesen karten weitere Figuren gelegt werden.

 

Sperren des Paketes

Durch vorübergehendes Sperren des Paketes kann der Gegner das Paket gar nicht oder nur schwer bekommen. Das Paket kann man auf drei Arten sperren:

1. Durch Spielen einer Schwarzen Drei, die quer auf den Ablagestoß gelegt wird und damit die Gegenpartei daran hindert, ihn aufzunehmen. Der Spieler, der direkt neben dem sitzt, der die schwarze Drei spielt, darf nicht an das Paket heran, der übernächste wohl aber, sofern er die o.g. Voraussetzungen erfüllt.

2. Neben das Paket wird ein Joker gelegt. Mit dem Joker zusammen darf das Paket nur dann genommen werden, wer zwei Karten des Wertes der oberen Karte hat, wobei der dem Sperrenden nächstsitzende Spieler vom Aufnehmen ausgeschlossen ist.

3. Durch Ablegen einer Karte, die den gleichen Wert hat, wie ein bereits abgelegter Canasta der Gegenpartei.

 

Man muss seine Meldung nicht sofort machen, sollte sich aber darüber im Klaren sein, dass sich alle Karten, die nicht als fertige Figuren auf dem Tisch liegen, als Minuspunkte gerechnet werden, wenn man vom Gegner überrumpelt wird. Die Roten Dreien zählen bei der Abrechnung hoch, entweder als Plus- oder Minuspunkte. Sie zählen je 100 Punkte, wenn man bereits eine Meldung gemacht hat, 100 Minuspunkte, wenn man noch keine Meldung gemacht hat. 800 Plus- oder Minuspunkte für den Besitz aller Roten Dreien, 500 Minuspunkte, wenn der Gegner das Spiel beendet und man noch eine Rote Drei in der Hand hält.

 

Bei Spielbeginn legt man seine Roten Dreien offen auf den Tisch und nimmt dafür Ersatzkarten vom Stapel. Befindet sich eine Rote Drei im Paket, muss der Spieler, der das Paket aufnimmt, diese auch offen hinlegen, ohne sich eine Ersatzkarte zu nehmen.

 

Beenden einer Spielrunde

beenden darf ein Spieler die runde, wenn er oder sein Partner vorher mindestens einen Canasta ausgelegt hat oder er dies im Moment des Beendens tun kann. Wenn ein Spieler alle Karten aus seiner Hand auslegen kann, kann er das Spiel beenden. Hat er noch eine Karte in der Hand, legt er diese nach seiner Meldung auf den Ablagestoß, falls sie sich nicht an die Figuren anbauen lässt.

Alle Karten, die der Partner beim Beenden noch in der Hand hält, zählen als Minuspunkte. Ein guter Spieler versucht, das Spiel selbst zu beenden, da es für das beenden 100 Punkte gibt, sowie weitere 100 Punkte, wenn der Partner schon einen Canasta auf dem Tisch hat. Allerdings ist es ein Risiko, seine Karten so lang in der Hand zu halten, um das Spiel beenden zu können. Denn falls der Gegenspieler beendet, zählen alle Karten in der Hand als Minuspunkte. Sehr geübte Spieler spielen Handcanasta, bei denen sie während des gesamten Spiels keine Meldung machen, also keine Figuren auslegen und stattdessen versuchen, alle Karten in der Hand zusammenzubringen. Gelingt ihm das, ohne dass ein anderer Spieler zuerst beendet, kann er das Spiel beenden, sobald er mindestens einen Canasta hat und alle Karten aufgehen. Dafür bekommt er 1000 Punkte.

 

Billing

Am Ende einer Spielrunde werden alle Punkte gezählt und mit den vorherigen Spielrunden verrechnet. So wissen alle Spieler, wieviele Punkte sie bei Eröffnung der nächsten Spielrunde haben.

 

Pluspunkte: Jede Rote drei 100 Punkte, sofern der Spieler oder sein Partner mindestens einen Canasta hat; Alle Roten Dreien in der Hand 800 Punkte; Canasta mit echten Karten 500 Punkte; Canasta mit Jokern 300 Punkte; Prämie für Beenden der Runde 100 Punkte; Prämie für Beenden ohne übrigbleibende Karte 200 Punkte; Handcanasta 1000 Punkte; Alle ausgelegten Karten gemäß ihrem Wert /(s.o.).

 

Minuspunkte: Jede Rote Drei, wenn der Spieler oder sein Partner noch nicht melden konnte 100 Punkte; Alle Roten Dreien in der Hand 800, wenn der Spieler oder sein Partner noch nicht melden konnten; Rote Drei in der Hand, wenn der Gegner das Spiel beendet hat; alle noch nicht ausgelegten Karten gemäß ihrem Wert.