Kefir – wie man einen Kefirpilz selbst ansetzt

Kefir ist fermentierte Milch
Kefir, kennen Sie den?  Bestimmt haben Sie ein Kefirmilchprodukt schon im Kühlregal des Supermarktes entdeckt, oder sind schon lange ein Anhänger dieses Getränks.

Wussten Sie aber, dass man einen Kefirpilz auch selbst zu Hause ansetzen kann und er lange frische Kefirmilch für den täglichen Gebrauch liefern kann?

Früher gab es in fast jedem Haushalt so einen Kefirpilz, besonders in den ländlichen Gegenden, daher werden die älteren Mitmenschen sicher lächeln, wenn sie nun beobachten, dass der Kefirpilz für zu Hause heute als Neuheit angepriesen wird.

Verschiedene Anbieter, die man über das Internet kontaktieren kann, sowie Bioläden bieten heute echte Kefirpilze an.  Die Produkte, die sich im Kühlregal finden, sind oft gar nicht mit einem echten Kefirpilz hergestellt worden, sondern mit ähnlichen Pilzkulturen, die für die Massenproduktion geeigneter sind.

Den Kefirprodukten wird nachgesagt, dass sie die Gesundheit erhalten, also ein hohes Alter fördern und beim Abklingen von Krankheiten unterstützend wirken.  Dies gilt vor allem bei Beschwerden, wie zu hohem Blutdruck, Schlafproblemen, Gallen-und Magenproblemen.

Der Kefirpilz, der zu den Hefepilzen gehört und eigentlich dadurch entsteht, dass Milchsäurebakterien mit dem Hefepilz verklumpen, lässt Milch gerinnen und gibt ihr einen leicht säuerlichen, prickelnden Geschmack.  Das Gerinnen kommt durch die Umwandlung von Milchzucker zu Milchsäure zu Stande.


Das Ansetzen eines Kefirpilzes

Hat man einen Pilz erworben, so braucht man eigentlich nur noch ein relativ großes Glas mit gut schließendem Deckel und Milch.  Der Pilz wird unter Wasser gut abgewaschen, das Glas ebenfalls gut gereinigt und ausgespült.  Dann gibt man den Pilz hinein und gießt ca. einen halben Liter Milch hinzu.

Bei Zimmertemperatur lässt man das Gefäß an einem nicht zu hellen Ort stehen, wo der Gärungsprozess ungefähr 12-24 Stunden ununterbrochen laufen muss.

Je länger die Milch auf dem Kefir gärt, desto dicker wird die Konsistenz und der Geschmack der fertigen Kefirmilch säuerlicher.

Welche Milch Sie benutzen, ist Ihrer freien Wahl überlassen, am besten die Milch, die Sie am liebsten trinken.

Nach der Gärzeit kann man das fertige Kefirmilchgetränk abschütten, dies sollte am besten durch ein Plastiksieb geschehen, damit keine Pilzteile mit in das Getränk gelangen.

Die Kefirmlich sollte am besten gekühlt aufbewahrt werden und innerhalb von 48 Stunden getrunken werden, denn sonst verliert sich die dickliche Konsistenz der Milch.

Säuberung und Pflege des Kefirpilzes

Auf dem Kefirpilz bilden sich kleine Ablagerungen, die man Casein nennt.  Diese müssen in regelmäßigen Abständen abgewaschen werden, immer dann, wenn sich eine dichtere Schicht zu bilden beginnt.

Werden die Casein Plättchen nicht entfernt, so kann der Pilz nicht atmen und verkümmert.

Zur Reinigung wäscht man den Pilz unter lauwarmem Wasser ab und entfernt alle Plättchen sorgfältig.

Dann kann der Pilz erneut angesetzt werden.

Es ist normal, dass der Kefirpilz mit der Zeit wächst, man kann ihn dann entweder teilen und in einzelnen Gläsern ansetzen, oder mit mehr Milch ansetzen, die Grösse des Glases muss dann allerdings auch angepasst werden.

Möchte man einmal die Produktion des Kefirs verlangsamen, so kann man ihn in den Kühlschrank stellen, mit Milch, denn die niedrigeren Temperaturen bewirken, dass der Gärprozess verlangsamt wird.

 

Kefir-Zitroneneis

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