im Wissen schwimmen, triefend clever herauskommen

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Wie geeignet sind kleine Haustiere für Kinder?

hamster
Es gibt in vielen Familien kleinere Haustiere, wie Hamster, Kaninchen und Co., die von den kleinsten Familienmitgliedern erwünscht und gehalten werden.



Diese fast zur Tradition gewordene Tendenz wird kaum noch hinterfragt, geht man doch davon aus, dass es den Tieren gut geht, wenn sie einen Schlafplatz, Fressen und ein Minimum an Sauberkeit und Zuwendung erhalten. Die Kinder erlernen den Umgang mit und die Pflege eines Tieres, dies reicht als Begründung für gewisse Dinge, die wir den Haustieren zumuten.



An sich mag dies auch ein guter Grund sein, um sich ein Haustier anzuschaffen, jedoch sorgen oft mangelndes Wissen oder das schlichte Ignorieren der Gewohnheiten dieser Tiere dafür, dass ihr Leben nicht ganz so glücklich ist, wie es sein könnte, oder sein sollte.



Richtig tierfreundlich ist die Haltung von diesen Kleintieren also häufig nicht. Artgerechte Haltung wird automatisch größeren Tieren, oder Zootieren zugesprochen, den kleinsten unter ihnen jedoch nicht immer.



Hamster

Es gibt nichts dagegen einzuwenden, einen Hamster in einem Käfig zu halten, wenn man einige weitere Aspekte beachtet. Manche sollte den Käfig mit einigen attraktiven Spiel- und Nagemöglichkeiten und einem Schlafhäuschen einrichten, ein Laufrad wird von den meisten Tieren auch sehr gerne angenommen. Freilauf muss auch so einem kleinen Tier geboten werden.

Hamster sind nachtaktive Tiere, sie sind daher nicht unbedingt dafür geeignet, in einem Kinderzimmer untergebracht zu sein, weil sie sich nachts fleißig in ihren Käfigen umher bewegen werden.

Tagsüber müssen sie dagegen unbedingt in Ruhe gelassen werden, denn sonst können diese Haustiere aggressiv werden und zum Beißen neigen, was nicht verwunderlich ist, denn auch der Mensch würde es sich nicht gefallen lassen, wenn ständig jemand käme und ihn mitten in der Nacht aus dem Bett risse.

Ein Hamster, egal welcher Art, ist ein recht zierliches Geschöpf, auch wenn es dicklich und rundlich erscheinen mag. Kinderhände sind ungewollt mitunter viel zu grob zu diesen Tieren und können bei ihnen leicht Verletzungen hervorrufen, sie sogar töten.

Meerschweinchen


Für Meerschweinchen gilt, dass sie nicht gerne alleine leben, denn sie binden sich nicht so sehr an den Menschen, dass dieser ein Ersatz für seine Artgenossen darstellen könnte.

Sie sollten also mindestens zu zweit gehalten werden, was einen recht großen Käfig sinnvoll macht. Auch Auslauf im Freien muss man ihnen gewähren, am besten sogar jeden Tag. Im Garten bietet es sich an, ihnen ein kleines Freigehege einzurichten, damit sie nicht ausbüchsen können, aber genügend Freiraum genießen können. Sie brauchen ebenfalls viele Gelegenheiten zum Nagen.

Das Problem des Freilaufs von Nagetieren in der Wohnung stellt sich dadurch, dass sie dann fast unweigerlich Dinge anknabbern werden, die sie nicht anknabbern sollen, oder gefährlich sind, wie z.B. Kabel. Wird den Nagetieren der Auslauf verwehrt, fehlt ihnen etwas, denn kein Tier ist auf Dauer nur in seinem Käfig glücklich. Depressionen und aggressives Verhalten sind häufig die Folge, selbst bei einem sonst noch so friedlichen Tier wie dem Meerschweinchen.

Kaninchen


Kaninchen, die meist noch einige Nummern größer sind als Hamster und Meerschweinchen, brauchen auch dementsprechend eine größere Behausung. Ihr Bewegungsdrang und Sippenverhalten verlangt nach Auslauf. Sie bevorzugen grundsätzlich ihre Artgenossen dem Menschen als Spielgefährten und sind in einer Wohnung, allein in einem engen Käfig, einfach fehl am Platze.

Das Bild eines Stallkaninchens, das sich kaum bewegt und in seiner Box hockt, wo es vor sich hermümmelt, ist schlichtweg falsch, wie man spätestens erkennen wird, wenn man Feldkaninchen einmal eine Weile „in freier Wildbahn“ zuschaut. Sie sind aktiv und suchen sich während des Spiels mit den Artgenossen ständig etwas zum kauen und mümmeln, denn sie fressen fast unentwegt.

Fast genauso häufig wie sie fressen, verlieren diese Haustiere auch kleine Köttelchen und machen kleine Bächlein. So manch einer verwandelt das Bild des süßen kleinen Mümmelmanns alsbald in ein viel realistischeres, wenn er so ein Tier erst einmal in seinem Haus aufgenommen hat und die Produktivität der Ausscheidungsorgane einzuschätzen lernt.

Bei all diesen Tieren sollte zudem bedacht werden, dass sie außer Fertigfutter auch einmal gerne frisches Obst oder Gemüse knabbern und die Reinlichkeit des Stalles und Geheges oberstes Gebot sein sollte. Verrottendes Gemüse zieht Ungeziefer magisch an und auch die geruchliche Belastung dürfte um einiges gesteigert werden.

Sinn dieses Artikels ist es zugegebenermaßen, Ihnen die romantische Sicht der Haltung eines Haustieres hoffentlich durch eine realistischere ersetzt zu haben, denn die Würde vieler dieser Tiere wird heute immer noch zu leicht verletzt, weil wir einfach nicht wahrhaben wollen, dass wir ihnen recht wenig für ein artgerechtes Leben bieten.

 

 
 
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