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 Wenn man an Flöhe bei Tieren denkt, so meint man oft, dass diese sich auch auf ihre tierischen Wirte beschränken. Nicht umsonst heißen die lieben Tierchen doch Katzen-oder Hundeflöhe? Dem ist aber leider nicht immer so. Es ist ein häufig verbreiteter Irrtum, dass Tierflöhe niemals auf den Menschen übergehen.
Zwar stimmt es, dass diese Parasiten die Tiere bevorzugen, auf denen sie normalerweise leben, dazu gehören außer Katzen und Hunden auch andere Fellträger, jedoch können sie durchaus auch den Menschen heimsuchen, dann nämlich vor allen Dingen, wenn ein tierischer Wirt nicht erreichbar ist.
Katzen-und Hundeflöhe springen von Zeit zu Zeit auf einen neuen Wirt über, oder tummeln sich an Plätzen und Stellen, wo das Tier oft verweilt. Kommt man als Mensch daher, kann es sein, dass die Tiere überspringen, oder sich aber in Decken und Kleidung setzen, um später einen neuen Wirt zu befallen.
Besonders kritische Zeitpunkte sind die, wenn das Tier außer Haus ist und die Flöhe ihren Wirt vermissen. Während der Urlaubszeit passiert es daher leicht, dass eine Flohpopulation sich in Abwesenheit der Bewohner munter vermehrt und dann alle erreichbaren Wirte bei günstiger Gelegenheit anspringt.
Flöhe legen Eier, die natürlich erst nach einiger Zeit ausschlüpfen und auch vor langer Zeit abgelegte Eier können noch viel später zum Flohbefall führen, denn sie überleben in verschiedenen Stadien, zwischen Ei, Larve, Puppe und Imago, dem ausgewachsenen Tier. Die durchschnittliche Zeit von der Eiablage bis zum Schlüpfen beträgt zwischen 2 und 14 Tagen. Zur Bekämpfung eines Befalls im Wohnbereich gehören also immer Mittel mit Langzeitwirkung.
Die Flöhe selbst können beim Menschen sehr unangenehme Hautprobleme mit sich bringen, denn das Jucken und Beißen verführt zum Kratzen und Wundwerden der betroffenen Stellen.
Hat man also Flohbisse entdeckt, sollte man schnellstens lindernde Salben vom Arzt oder aus der Apotheke besorgen, um keine Entzündungen aufkommen zu lassen.
Im Mittelalter waren Flöhe, die auf Ratten hausten, die Auslöser für die Pestepidemie, an der viele Menschen starben. Diese Krankheit wurde aus China eingeschleppt und konnte sich durch die damals geltenden schlechten Hygienegewohnheiten rasant schnell verbreiten.
Heute ist die Gefahr der Pest zwar gebannt, aber dennoch sind Parasiten generell bekannt dafür, dass sie Träger von Viren und Bakterien sein können, die weitere Krankheiten übertragen oder auslösen. Dies kann zu jeder Zeit und überall geschehen.
Desweiteren besteht bei vielen Floharten die Gefahr, dass sie Bandwürmer übertragen können, da sie ihrerseits als Zwischenwirte dafür dienen.
Man sollte einen Parasitenbefall bei einem Tier also immer ernst nehmen und sofort geeignete Maßnahmen ergreifen. Außerdem leidet das Tier unter den ungebetenen Gästen, wie Sie selbst schmerzhaft feststellen würden, wenn Sie einmal von einem Floh gebissen werden sollten.
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