Pelzmilben bei Haustieren: so wird man sie auf natürliche Weise los

Flauschiger kleiner Hund

Wenn Haustiere sich ständig kratzen, lecken oder sogar beißen, liegt gewöhnlich ein Hautproblem vor. Relativ häufig handelt es sich dabei um Cheyletiella Pelzmilben, die glücklicherweise leicht behandelt werden können.

Was sind Cheyletiella Pelzmilben

Cheyletiella Pelzmilben sind eine Parasitenart, die sich leicht von Tier zu Tier oder auch auf den Menschen überträgt. Sie sehen aus wie gewöhnliche Schuppen, und werden deshalb häufig nicht richtig behandelt. Man erkennt den Unterschied zu Schuppen mithilfe einer Lupe, denn die winzig kleinen weißen Tierchen bewegen sich im Fell. Deshalb nennt man sie manchmal auch “gehende Schuppen”. Die Parasiten ernähren sich von der Lymphflüssigkeit in der Haut und sie verursachen starken Juckreiz.

Wie behandelt man Cheyletiella Pelzmilben

Ein bewährtes Hausmittel gegen diese Parasiten ist Lime-Sulfur-Lösung. Diese schwefelhaltige Flüssigkeit gibt es als Shampoo, Spray oder Tropfen zu kaufen (LimePlus Dip). Je nach Produkt wird die Lösung direkt auf die betroffene Stelle gesprüht oder mit Wasser verdünnt und als Waschlösung verwendet.
Es wird empfohlen für die Anwendung der Lösung Gummihandschuhe zu tragen und Schmuckstücke abzulegen, da sich das Metall verfärben kann.
Das Tier sollte dabei gut angebunden oder festgehalten werden, denn die Lösung riecht sehr unangenehm, so dass viele Tiere versuchen, davonzulaufen. Da das Fell Öle enthält, muss die Lösung gut eingerieben werden, damit sie nicht einfach abperlt.
Die Lösung sollte im Fell bleiben, bis sie vollständig getrocknet ist, aber man sollte keinen Haartrockner dafür verwenden. Es empfiehlt sich deshalb wegen des Geruchs, die Behandlung im Freien oder bei guter Lüftung durchzuführen. Während des Trocknens muss man aufpassen, dass das Tier sich nicht an der behandelten Stelle leckt und die Lösung herunterschluckt.


Sicherheitshalber sollte nach etwa einer Woche die Behandlung wiederholt werden, falls Eier im Fell zurückgeblieben sind, aus denen nach einer Woche neue Milben schlüpfen.
Sämtliche Decken, Spielzeuge und Kleidungsstücke, mit denen das Tier in Berührung gekommen ist, sollten in der Waschmaschine gewaschen werden. Teppichböden gut staubsaugen und gegebenenfalls den Staubsaugerbeutel direkt entsorgen.

Was ist Lime Sulfur und ist es gefährlich für das Tier?

Lime Sulfur ist eine Schwefelkalklösung, die nicht nur Milben und andere Parasiten tötet, sondern auch generell gegen Pilze und Bakterien wirkt.
Schwefel und Kalk-Schwefel gehören zu den ältesten Insektiziden. Der elementare Schwefel ist praktisch frei von Giftstoffen, wenn es in kleinen Mengen angewandt wird. Bei der Aufnahme größerer Mengen Lime Sulfur in das Verdauungssystem kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen. Ab der Aufnahme einer Menge von 4g Lime Sulfur pro Kilogramm Körpergewicht gilt es als toxisch. Die Vergiftungserscheinungen äußern sich durch Reizungen, Unwohlsein oder Blasenbildung, führen aber nur sehr selten zum Tod.

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