Gluten Intoleranz bei Hunden

Hunde und Hundefutter

Etwa 1% der menschlichen Weltbevölkerung leidet unter Glutenintoleranz (Zöliakie); diese Krankheit kann auch gelegentlich bei Hunden auftreten. Gluten ist ein Protein, das in vielen Lebensmitteln, besonders in Weizen, gefunden wird. Wenn ein Hund, der unter Zöliakie leidet, gluten-haltiges Futter frisst, treten genau wie beim Menschen Probleme im Verdauungstrakt auf. Werden diese Probleme dauerhaft ignoriert, kann das Tier an Unterernährung leiden, weil der Darm die lebensnotwendigen Mineralien und Vitamine nicht ausreichend absorbiert.

Was verursacht Gluten-Intoleranz bei Hunden

Gluten-Intoleranz ist eine Autoimmunerkrankung, denn wenn der Zöliakie-kranke Hund Gluten aufnimmt, reagiert sein Körper gegen das Gluten allergisch. Die Ursache der Krankheit ist noch nicht ausreichend erforscht, aber man vermutet, dass es genetische Faktoren gibt, die zur Entwicklung der Zöliakie beitragen. Manche Hunderassen sind anfälliger für diese Krankheit, wie zum Beispiel der Irish Setter.
Man stellt eine Glutenunverträglichkeit bei Hunden gewöhnlich im Alter von 3 bis 6 Monaten fest.

Woran erkennt man Gluten Intoleranz bei Hunden

Typische Symptome der Glutenunverträglichkeit bei Hunden sind chronischer, schleimiger Durchfall oder tagelange Verstopfung, Erbrechen, Anämie, Gewichtsverlust trotz ausreichender Futtermenge, allgemeine Schwäche und Antriebslosigkeit.
Gelegentlich zeigt sich bei Hunden, die Gluten nicht vertragen aber glutenreiche Nahrung fressen, ein schlechtes Haut- und Fellbild, bis hin zum Fellausfall. Manchmal erscheinen Hautläsionen oder Schuppen. Der Hund neigt dazu, sich häufig zu kratzen, da Haut und Fell jucken.
Oft führt der Juckreiz zu sekundären Hautinfektionen.

Nährstoffmangel durch Zöliakie bei Hunden

Glutenunverträglichkeit beeinflusst die Absorption der Nährstoffe im Körper des Hundes, so dass der Hund auf Dauer an Nährstoffmangel leidet. Das liegt daran, dass der Körper bei Aufnahme des Gluten Antikörper produziert, um die ungewollte Substanz aus dem Körper zu entfernen. Die Antikörper greifen die Darmzotten an, welche bei der Absorption der Nährstoffe helfen und diese in den Blutstrom weiterleiten. Werden die Darmzotten geschädigt, können sie nicht mehr effizient arbeiten und viele Nährstoffe werden mit dem Kot unverarbeitet aus dem Körper ausgeschieden. Selbst wenn der Hund also genug Futter frisst, leidet er unter akutem Nährstoffmangel.

Diagnose von Zöliakie in Hunden

Der Tierarzt kann durch Blutuntersuchung und Gewebeproben aus dem Darm feststellen, ob der Hund an Glutenintoleranz leidet. Wenn der Hund mit Zöliakie diagnostiziert wird, muss seine Diät auf eine glutenfreie Ernährung umgestellt werden. Als Hundehalter muss man bei fertig gekauftem Hundefutter sowie bei Leckerchen darauf achten, ob es glutenfrei ist. Alternativ kann man dem Hund selbst eine glutenfreie Nahrung zubereiten.

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