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Vogeleier ausbrüten

Das Ausbrüten von Vogeleiern unter der Rotlichtlampe gelingt in 60% aller Versuche. Aufgrund des relativ hohen Risikos für die Brut sollten Eier nur im Notfall selbst ausgebrütet werden, wenn zum Beispiel die Vogelmutter gestorben ist. Gelingt es, mit Fürsorge und Geduld die Eier zu brüten, so dass kleine Vogelkinder schlüpfen, ist das ein rührender und sehr lohnender Moment.

 

Unabhängig von der Vogelart gelten für das Ausbrüten der Vogeleier die gleichen Richtlinien:

 

1. Beide Seiten eines jeden Eis mit einem Stift kennzeichnen, so dass man weiss, welche Seite gerade oben liegt. So kann man zum Beispiel die Oberseite mit 1, die Unterseite mit 2 kennzeichnen.

2. Die Eier in einen verschließbaren Behälter auf eine weiche Unterlage legen, damit Temperatur und Feuchtigkeit länger erhalten bleiben. Die Temperatur sollte mittels der Rotlichtlampe möglichst konstant auf 37,5 Grad, die Feuchtigkeit auf 50% gehalten werden. Während der letzten Tage der Brutzeit sollte die Feuchtigkeit auf 70% erhöht werden. Bei einem Hühnerei beträgt die Brutzeit etwa 21 Tage.

3. Die Eier sollten mit der breiteren Seite leicht erhöht, mit der spitzeren leicht nach unten auf der Unterlage platziert werden.

4. Die Eier mindestens dreimal täglich umdrehen. Während der letzten Tage werden die Eier nicht mehr gewendet.

5. Alle 2-3 Tage die Eier einzeln vor ein helles Licht halten. So kann man die Entwicklung der jungen Vögel beobachten. Schon nach wenigen Tagen sollte man eine dunkle Masse im Inneren des Eis erkennen können. Sieht man nach zwei Wochen nichts, wurde das Ei nicht erfolgreich befruchtet und es wird kein Vogel ausschlüpfen.

 

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