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 Viele Leute denken, dass Goldfische hervorragende Haustiere sind für jemanden, der nicht viel in Haustierpflege investieren will und kein Interesse an dem Besitz eines Haustieres über längere Zeit hat.
Sowohl die Lebenserwartung des Goldfisches als auch das Level der Bindung zwischen Goldfisch und Besitzer hängen davon ab, wieviel Pflege man dem Fisch widmet und ob, man über die richtige Goldfischpflege Bescheid weiß. Goldfische sind nicht unbedingt kurzlebig. Bei richtiger Pflege kann ein Goldfisch sogar zehn Jahre oder länger leben (ein Goldfisch soll 43 Jahre alt geworden sein!). Wie pflegt man einen Goldfisch, um ihm ein langes und glückliches Leben zu geben?
Das Fischbecken Kein Kugelglas! Selbst wenn du nur einen Goldfisch halten möchtest, ein großes Becken ist wichtig für die Lebensqualität des Goldfisches. Nicht nur sind Kugelgläser oft zu klein für den Fisch, er braucht genügend Sauerstoffzufuhr durch die Wasseroberfläche. Je größer die Wasseroberfläche, umso mehr Sauerstoff bekommt der Fisch. Ein Kugelglas, das sich nach oben hin verjüngt, erlaubt weniger Sauerstoffzufuhr als ein rechteckiges Becken. Außerdem müsstest du das Wasser in einem Kugelglas jeden Tag wechseln, um eine gesunde Umgebung für den Goldfisch zu schaffen.
Die Größe Goldfische sind am Anfang sehr klein, können aber bei guter Pflege bis zu 30cm lang werden. Viele neue Goldfischbesitzer kaufen einen kleinen Goldfisch und ein kleines Becken und müssen dann immer größere Becken nachkaufen, während ihr Goldfisch wächst. Als Faustregel gilt ein Becken, das zwischen 75 und 100 Litern fasst für einen Goldfisch, plus 40 Liter für jeden weiteren Fisch. Sie brauchen nicht nur Platz zum Wachsen, ein großes Wasservolumen für genügend Sauerstoff, sondern auf ausreichend Bewegungsraum zum Schwimmen.
Deckel Goldfische können aus dem Fischbecken springen, wenn dieses offen ist. Ein Deckel auf dem Aquarium verhindert diese Gefahr und bietet Platz für eine Lichtquelle.
Licht Leuchtstofflampen sind herkömmlichen Glühlampen vorzuziehen. Nicht nur verbrauchen Leuchtstofflampen weniger Strom, sie erhitzen sich auch weniger als Glühlampen. Das Licht sollte etwa 10 Stunden am Tag brennen.
Kies Ein Kiesbett ist die beste Wahl für den Boden im Goldfischaquarium. Kies beeinflusst den pH-Wert des Wassers nicht und bietet eine gute Oberfläche für nützliche Bakterien, die für die Zersetzung der Ausscheidungen sorgen.
Das Wasser Leitungswasser ist im Allgemeinen Goldfischgerecht, solange es pH neutral ist. Man kann den pH Wert des Wassers mit einem Indikator messen, der in größeren Zoofachhandlungen erhältlich ist. Auf einer Skala von 0-14 liegt der pH neutrale Wert bei 7. Das ideale Wasser für den Goldfisch hat einen pH-Wert zwischen 7,2 und 7,6. Es gibt pH neutralisierende Tabletten, die man dem Wasser hinzufügen kann, um den Optimalwert zu erreichen.
Das Wechseln des Wassers Das Leitungswasser sollte einen vollen Tag in einem Behälter still stehen, bevor es ins Becken kommt. Dadurch wird der Chlorgehalt des Wassers reduziert und die Wassertemperatur passt sich der Raumtemperatur an. Ein gutes Filtersystem im Aquarium hält das Wasser für ein bis zwei Wochen sauber, danach sollte man zwei Drittel des Beckeninhalts durch frisches Wasser ersetzen. Am besten nimmt man einen Schlauch, saugt ihn voll Wasser und lässt das alte Wasser herauslaufen. Dabei das Schlauchende wie einen Staubsauger knapp über dem Kiesbett hin und herfahren, um die Schlackstoffe herauszubekommen. Vorher das Wasser ein wenig aufwirbeln. Das abgestandene Wasser sowie das restliche Drittel im Becken sind wichtig, um dem Fisch keinen Schock zu geben, wenn er plötzlich in eine neue Atmosphäre kommt.
Filtersystem
Goldfische produzieren eine Menge Schlackstoffe, die zusammen mit ungegessenem Futter und verrotenden Pflanzen den Ammoniakgehalt des Wassers erhöhen. Ammoniak ist giftig für den Goldfisch und sollte daher so gering wie möglich gehalten werden. Das erreicht man, indem man die nützlichen Bakterien im Aquarium fördert und ein gutes Filtersystem einbaut. Filter müssen regelmäßig etwa einmal im Monat gesäubert und das Filtermaterial ausgewechselt werden, um eine optimale Wirkung zu erzielen. Auch den Ammoniakgehalt kann man durch einen Indikator messen.
Es gibt drei Arten von Filtern: chemische Filter, mechanische Filter und biologische Filter. Dazu kann man noch zwischen Außen- und Innenfiltern wählen. Chemische Filter wie Aktivkohle werden in das Filtersystem eingesetzt, um Ammoniak und andere Giftstoffe aus dem Wasser zu filtern. Mechanische Filter sind stark saugende Filter, die Schlackstoffe und Futterreste herausfiltern, um die Vergiftung des Wassers von vornherein zu verhindern. Biologische Filter sind die nützlichen Bakterien, die Ammoniak in Nitrit und im weiteren Prozess in Nitrat verwandeln, welches ungiftig ist.
Ob Innen- oder Außenfilter hängt in erster Linie von der Größe des Beckens und der Menge der Fische ab. Größere Becken mit vielen Fischen brauchen stärkere Filtersysteme, Außenfilter sind in der Regel stärker als Innenfilter. Das Futter Ein Goldfisch frisst in der Natur Fleisch und Pflanzenkost. Am einfachsten ist es für den neuen Goldfischbesitzer, Fertigfutter für Goldfische zu kaufen, wovon man dem Goldfisch mehrere Male am Tag kleine Mengen füttert. Wenn das Futter innerhalb von 5 Minuten nicht größtenteils gefressen werden kann, ist es zuviel, und die zu Boden sinkenden Futterreste verunreinigen das Wasser. Es gibt zusätzlich noch Leckerbissen zu kaufen wie gefrorene Würmer, Erbsen oder Insektenlarva.
Ausströmer Ausströmer lassen das Aquarium interessanter aussehen und Fische schwimmen gern zwischen den Luftblasen herum. Aber außerdem unterstützen sie die Sauerstoffzufuhr, da sie das Wasser in Bewegung halten und tragen so wesentlich zur Sauberkeit des Wassers bei.
Dekoration Der Goldfisch wird die Ästhetik der Dekorationen nicht in der gleichen Weise zu schätzen wissen wie der Betrachter des Aquariums, aber Fische mögen Orte, wo sie sich verstecken können und Hindernisse, die sie umschwimmen können, wie Steine, Pflanzen oder Figuren. Vorraussetzung ist natürlich, dass die Dekoration aquariumgeeignet ist und keine scharfen Kanten hat.
Pflanzen Lebende Wasserpflanzen tragen ebenfalls zur Erhaltung eines gesunden Ökosystems bei, vorrausgesetzt sie sind gesund. Faulende Pflanzen verschmutzen und vergiften das Wasser. Informiere dich bei jeder Wasserpflanze, unter welchen Bedingungen diese am besten gedeiht und setze nur solche ein, die zu deinem Aquarium und deinen Fischen passen.
Goldfische und andere Fischarten Wenn das Aquarium groß genug ist, vertragen sich Goldfische in der Regel gut mit anderen Fischen. Ein Goldfisch kann auch gut allein leben, in Gesellschaft mit anderen Fischen wird er jedoch aktiver sein.
Entgegen allgemeiner Meinung erkennt ein Goldfisch seinen Besitzer und freut sich über dessen Zuwendung. Behandle den Goldfisch gut und du wirst viele Jahre Freude an ihm haben!
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