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neugieriger Wellensittich
Vielen Vögeln kann man das Sprechen beibringen. Das bedeutet allerdings nur, dass die Vögel lernen, gesprochene Worte zu wiederholen, nicht, dass sie mit dem Menschen verbal kommunizieren können. Um den Vogel zu verstehen, muss der Mensch die Körpersprache des Vogels lernen, denn so äußert der Vogel seine Gesundheit und Zufriedenheit.

Wer seinen Vogel oft beobachtet, lernt dessen Verhaltensmuster, Angewohnheiten und Bewegungen kennen. Eine Abweichung der normalen Verhaltensweisen ist ein ernstes Zeichen, dass etwas nicht in Ordnung ist. Ein zufriedener und gesunder Vogel hat in der aktiven Phase glatt am Körper liegende Federn, streckt gelegentlich seine Flügel aus, um die Federn von Milben zu reinigen und plustert sich nur zum Schlafen auf. Die meisten Hausvögel schlafen auf einem Bein, während das andere Bein angezogen wird und zwischen den Flaumfedern des Bauchgefieders verschwindet. Ein Vogel, der während der Wachphase aufgeplustert auf der Stange oder auf dem Boden sitzt, ist krank oder unglücklich. Durch das Aufplustern versucht der kranke Vogel, seine Körpertemperatur zu regulieren. Gleichgewichtsstörungen sorgen dafür, dass er nicht wie gewöhnlich auf einem Bein schlafen kann. Ein sehr kranker Vogel sitzt auf dem Boden des Käfigs und ist apathisch. In diesem Fall muss er sofort zum Tierarzt gebracht werden.

Ein gesunder Vogel zeigt Neugier, indem er neue oder unbekannte Objekte beäugt. Dazu legt er seinen Kopf auf die Seite.

Auch die Geräusche des Vogels verraten viel über seine Gesundheit. Ein gesunder und zufriedener Vogel plaudert tagsüber, besonders, wenn die Geräuschkulisse um ihn herum gesteigert wird durch Unterhaltungen, Musik oder Fernseher. Nach dem Abdecken des Käfigs für die Nachtruhe oder während seiner Ruhephasen tagsüber sitzt der Vogel auf der Stange und knirscht mit dem Schnabel. Ein unter Stress stehender Vogel kreischt häufig.
Aggressivität macht sich durch unruhiges Hin und Herwandern mit nervös nickendem Kopf bemerkbar. Damit macht sich der Vogel kampfbereit. Oft hat ein kampfbereiter Vogel erweiterte Pupillen.

Paarungsbereitschaft macht sich meist durch ähnliche Bewegungen bemerkbar, doch ein paarungsbereiter Vogel schnäbelt mit seinem Partner. Aggressivität gehört nicht zu den Liebesritualen. verliebte Vögel füttern sich gegenseitig, indem ein Vogel das geschluckte Futter wieder heraufwürgt und wie bei der Fütterung von Jungvögeln dem Partner in den Schnabel gibt.
Männliche Vögel reiben ihr Hinterteil häufig an der Stange, während weibliche Vögel den Schwanz nach oben strecken und damit Empfangsbereitschaft zeigen.
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