Angststörungen und Phobien bei Hunden

Angststörung bei Hunden

Angststörungen und Nervosität gibt es nicht nur bei Menschen. Hunde als treue und stete Begleiter des Menschen leiden häufig ebenfalls unter nervösen Störungen. Wenn du einen extrem ängstlichen und neurotischen Hund hast, solltest du sein Leiden ernst nehmen und behandeln.

Angst, Nervosität und Phobie bei Hunden

Angst ist ein natürliches und instinktives Gefühl, welches aus einer Situation, einer Person oder einem Objekt hervorgeht. Die Gefahr kann dabei wirklich oder vermeintlich sein. Der Körper reagiert auf die angstauslösende Situation durch Erstarren, Kampfverhalten oder Flucht. Der Zusammenhang und die Intensität dieser Angst bestimmen, ob die Reaktion übertrieben oder normal ist. Wichtig für dich als Hundehalter zu wissen ist, dass abnormale Reaktionen erlernt und nicht angeboren sind, das heißt, sie können mit Geduld und Fürsorge wieder verlernt werden.

Wenn der Hund durch ein traumatisches oder scheinbar traumatisches Erlebnis ständige und exzessive Angst zeigt, spricht man von einer Phobie. Im Gehirn und im Zentralen Nervensystem wird eine langhaltende Erinnerung geprägt, die bei Wiederholung einer Ähnlichen Situation eine automatische Reaktion auslöst. Bei Hunden treten die meisten Phobien durch Assoziation mit lauten Geräuschen auf, wie zum Beispiel Donner oder Feuerwerkskörper.

Eine Angststörung besteht dann, wenn eine Angstreaktion nicht durch eine bestimmte Situation ausgelöst wird, sondern bereits in Erwartung einer vermeintlichen Gefahr. Wenn der Hund Angst vor einer unbekannten oder imaginären Gefahr hat, löst diese körperliche Reaktionen aus. Diese körperlichen Reaktionen äußern sich durch Urinieren, übertriebenes Bellen, Winseln oder Zerstörung.
Hunde sind oft emotional derart an ihre Halter gebunden, dass sie Trennungsangst entwickeln. Ein Hund, der unter Trennungsangst leidet, zeigt extremes Stressverhalten, wenn er allein gelassen wird.

Bestimmte Hunderassen wie der Sibirische Husky, der Greyhound, der Collie und der Pudel weisen sich durch tiefgründige idiopathische Angst aus. Dabei handelt es sich um scheinbar grundlose Angst. Bei diesen Hunderassen geht man von einem genetischen Huntergrund aus.

Wie äußert sich die Angst bei Hunden

Die psychischen Symptome einer Angststörung bei Hunden äußert sich in milden Fällen durch Zittern, Schwanzeinziehen, Verstecken, Passivität und Fluchtverhalten.
Wenn die Ängste sich bereits zu Panik gesteigert haben, neigt der Hund zu aktivem Fluchtverhalten und potentieller Selbstgefährdung.
Typische körperliche Symptome von Ängsten zeigen sich durch Durchfall und spontanes Urinieren.
Hunde mit langfristigen Angststörungen und Neurosen neigen dazu, sich ständig zu lecken oder zu Zwicken und zeigen dadurch wunde Stellen im Fell.

Was verursacht Angststörungen bei Hunden

Die Ängste können ihre Ursache in tatsächlichen traumatischen Erlebnissen haben oder durch körperliche Leiden entstehen. Schmerzhafte Krankheiten oder Verletzungen fördern die Entwicklung von Angststörungen oder Phobien. Es kann auch eine virale Infektion des Nervensystems oder eine Vergiftung zugrunde liegen.
Die häufigste Ursache von Ängsten und Phobien bei Hunden ist eine schlimme Erfahrung in jungem Alter. Ein Hund, der bis zu seinem 14. Lebensmonat kein normales soziales Umfeld erfahren hat, oder ein besonders angstauslösendes Erlebnis hinter sich hat, entwickelt häufig eine gewohnheitsmäßige Angst vor allem Unbekannten.
Phobien und Panikattacken finden ihre Ursache oft in einer wiederholten Situation, in der der Hund vor Angst fliehen wollte, aber nicht konnte, weil er eingesperrt war.
Trennungsangst zeigt sich bei Hunden, die bereits ein- oder mehrmals ausgesetzt und von ihren Haltern verlassen wurden.

Diagnose von Angststörungen und Neurosen beim Hund

Der Tierarzt sollte zunächst auf körperliche Beschwerden als Auslöser untersuchen, zum Beispiel eine Schilddrüsenkrankheit oder ein Hirntumor. Auch sollte er das Blut auf mögliche Vergiftungen wie Bleivergiftung untersuchen. Wenn keine körperliche Ursache für das Verhalten des Hundes vorliegt, wird der Tierarzt wahrscheinlich Angst, ANgststörung, Neurose oder Phobie diagnostizieren, je nach Intensität der Symptome und Hintergrund des Hundes.

Wie beruhigt man einen Hund mit Angststörung

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