Kann ein Computer ichbewusst sein?

Roboter in der Gesellschaft

Das Ichbewusstsein des Menschen, das heißt, das Bewusstsein seiner eigenen Existenz, basiert auf einer kontinuierlichen Wechselwirkung zwischen dem Körper und der Umwelt. Ein Roboter benötigt also einen Körper, der mit seiner Umwelt agiert und reagiert, um ein theoretisches Ichbewusstsein zu entwickeln. Der Körper des Computers braucht jedoch kein wirklicher Körper zu sein, denn für eine künstliche Intelligenz gibt es keinen greifbaren Unterschied zwischen einem physikalischen Körper und einem virtuellen.


Auf einer rein funktionellen Ebene sind Roboter also bereits theoretisch in der Lage, ihre eigene Existenz anzuerkennen, allerdings besteht ein Unterschied zwischen dieser Form des Ichbewusstseins und der subjektiven Wahrnehmung seines eigenen Ichs.

Das Problem ist, dass eine subjektive Selbstwahrnehmung momentan unmöglich zu beweisen ist, wenn man bedenkt, dass der Mensch selbst nicht einmal beweisen kann, dass jeder einzelne von uns ein subjektives Ichbewusstsein hat. Seit mehr als 2000 Jahren beschäftigen sich Philosophen mit dem Thema des Ichbewusstseins und bisher konnte noch nicht bewiesen werden, dass jeder Mensch ein individuelles Selbstwahrnehmungssystem hat.

In der Frage, ob Computer fähig sind, ein subjektives Ichbewusstsein zu entwickeln, liegt also die Antwort nahe, dass der Mensch aufgrund seiner eigenen Erfahrungen der künstlichen Intelligenz ein eigenes Ichbewusstsein zuschreibt, sobald dieser ausreichend intelligent und kommunikativ ist.

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